#bvwahl2019: Zu viel Plastik und neues zum grünen Grundsatzprogramm

Was können wir tun gegen zu viel Plastik? Die Stadtteilgruppe Rahlstedt diskutiert

Mein Impulsvortrag mit Beamer und Leinwand – ein Glück, alle Anschlüsse haben gepasst!

Gründonnerstag bei schönstem Osterwetter, 18.30 Uhr und wir wollen heute in der Rahlstedter Stadtteilgruppe über Plastik und Plogging (Plastikmüllsammeln beim Laufen) reden. Das Thema war in ganz Rahlstedt plakatiert, aber ob so kurz vor Ostern jemand kommt? Oh ja,  unser Tisch im Café Olé ist tatsächlich wieder voll besetzt, das Interesse groß. Ich hab gerade für eine Zeitschrift zwei große Geschichten über Plastik gemacht und erzähle von meinen Recherche-Ergebnissen.

Die Deutschen sind Weltmeister im Wegwerfen, etwa 220 Kilo Verpackungen wirft jede*r im Schnitt im Laufe eines Jahres auf den Müll, knapp ein Vierteil davon aus Plastik. Und nur jede 2. wird recycelt. Oft sind Shampooflaschen oder Käseverpackungen Plastikgemische, recyceln lassen sich aber nur reine Sorten. Die Müllmenge wächst weiter durch Versandhandel und Einmalportionen. Papiertüten, Aludosen oder auch Glasflaschen sind keine Alternativen, da ihre Ökobilanz in der Regel noch schlechter als beim Plastik ausfällt. Auch sogenanntes Bio-Plastik ist nicht besser, der NABU spricht sogar von Verbrauchertäuschung.

Beach-Clean-Up in Hongkong, das meiste Plastik im Meer kommt aus China

Über Flüsse gelangt Plastik ins Meer, schlimm besonders dort, wo es keine funktionierende Müllabfuhr gibt, wie z.B. an vielen Orten in Asien.

Aber auch bei uns gibt es reichlich vermüllte Plätze, auf denen wir nun in Rahlstedt Plastik einsammeln wollen. Das erste Treffen zum Mülljoggen findet am Freitag, den 26.April statt, Treffpunkt Mecklenburger Straße am Rahlstedt Center. Wer mitmachen will, kann einfach vorbeikommen, Müllsäcke und Handschuhe haben wir dabei. Über weitere Sammelvorschläge für Meiendorf und Oldenfelde freu ich mich!

Mathias (Mitte) berichtet vom Grundkonvent in Berlin, Tanja will über sogenannte schwärmende Märkte bloggen – ein Konzept für Meiendorf?

Joschka und Johanna werden sich weiter um das Thema gesundes Essen kümmern, vielleicht können wir im Juli oder August darüber reden.

Anschließend berichtete Mathias vom grünen Berliner Grundkonvent und einem spannenden neuen Format, Open Space, bei dem sich alle 600 Grüne, die dabei waren, mit Ideen und Vorschlägen einbringen konnten! Den Zwischenbericht zum Grundsatzprogramm findet ihr hier.

Das von mir als Mitglied im KV-Wandsbek eingereichte Begehren zum Grundsatzprogramm für eine neue Bewertung von Arbeit ist übrigens eingeflossen. Danke noch einmal für eure Unterstützung, 50 Unterschriften waren notwendig. Aus Berlin kam folgende Antwort:

„Vielen Dank für euer Begehren und für den Input für die Diskussion um einen modernen Arbeitsbegriff. Ihr habt Recht, das Bild von Arbeit hat sich gewandelt. Wir haben intensiv in zwei Impulsgruppen diskutiert, wie ein moderner Arbeitsbegriff aussieht, der nicht nur die klassische Lohnarbeit mit einbezieht und Freiheit vom traditionellen Bild der lebenslangen Erwerbsarbeit ermöglicht. Gleichzeitig wirkt Arbeit integrierend und
sinnstiftend. Das wollen wir nicht aufgeben. Deshalb diskutieren wir im Grundsatzprogramm,
wie wir Unterbrechungen der Lohnarbeit oder gesellschaftlich sinnvolle Tätigkeiten, wie das
Ehrenamt anerkennen, Bildungsphasen auch während eines Berufsleben ermöglichen und für einen
neuen Arbeitsbegriff einbeziehen können. Wir wollen weg vom klassischen Modell. Dazu gehört auch Arbeitszeitreduzierung und die Entwicklung von mehr Möglichkeiten das ganze Leben etwas dazuzulernen. Deshalb freuen wir uns sehr über eure Vorschläge…“

Schöner erster Schritt für das neue Programm! Und ein gelungener Abend in Rahlstedt!

 

#bvwahl2019 Viele gute Gespräche im Bezirk

Katja Rosenbohm, Julia Chiandone und Maryam Blumenthal in Rahlstedt-Süd

Ingo Schreep und Kandidat Dennis Paustian-Döscher in Wandsbek

Unsere Spitzenkandidatin für Wandsbek, Maryam Blumenthal, steht mit  Patrick aus der Stadtteigruppe Bramfeld am Wahlkampfstand. Außerdem dabei: der grüne Bürgerschaftsabgeordnete Olaf Duge.

In Oldenfelde diskutieren wir, was wir gegen zu viel Plastikmüll tun können und was gegen Stolperfallen auf den Straßen… Mit dabei Stefan aus Bergstedt, Maryam Blumenthal, Wahlkreis-Kandidat für Wandsbek, Dennis Paustian-Döscher, und ich. Viele interessierte Menschen kommen an den Stand an der U-Bahn Berne – und natürlich gibt es leckere Bio-Ostereier!

In Wandsbek hilft Ingo Schreep am Infostand von Dennis!

Maryam, Stefan Fehlauer und ich verteilen Ostereier in Oldenfelde auf dem Berner Wochenmarkt

In Rahlstedt-Süd erleben unsere Kandidatinnen Julia Chiandone und Katja Rosenbohm viel Zuspruch, sogar der geliebte Hund wird dem Team kurz anvertraut. Spitzenkandidatin Maryam Blumenthal unterstützt. Und hinterher ist auch noch Zeit für ein Getränk in der Sonne!

Flyern vor REWE an der Meiendorfer Straße

Stände auch in Sasel und Hummelsbüttel. Wahlkreis Platz 1-Kandidatin Frauke Häger hat am Sonnabend für den Infostand am Saseler Wochenmarkt tatkräftige Unterstützung von Werner Hansen aus den Walddörfern, Mitglied der Bezirksfraktion. Von 9.30 Uhr bis Marktschluss um 13 Uhr wurden bei strahlendem Sonnenschein-Wetter viele Bürger-/Wählerinnengespräche rund ums Alstertal und EU-Wahl aber auch zu sehr speziellen Verbraucherschutzfragen gestellt. Sehr schade, wie beharrlich einige eine Teilnahme bei den Wahlen verneinen. Da gibt es noch viel Überzeugungsarbeit für die Wichtigkeit der EU-Wahlen für Deutschland innerhalb der EU-Gemeinschaft und den eigenen Wohnort-Wahlkreis für den Bezirk Wandsbek!

Ich flyer in Rahlstedt-Nord vor einem Supermarkt. Dort ist alles zu hören, aber auch immer wieder „wie schön, dass Sie hier stehen!“

Kandidat Jan Otto für Steilshoop verteilt bei Hagel das Grundsatzprogramm in Bramfeld

Und Jan Otto Witt stand schon letzte Woche bei Hagel in Bramfeld und hielt die Stellung!

Überall wird es grüner!

Wer dabei helfen möchte, kann sich einfach in der Geschäftsstelle oder unter wahlkampf❀gruene-partei-wandsbek.de melden. Je mehr am Stand stehen, desto besser. Es sind immer erfahrene Mitglieder dabei, wir freuen uns über jede Unterstützung!

 

Die Plakate kommen

Geschäftsführer Falk staunte nicht schlecht, als ein gutes halbes Dutzend Leute aus Wandsbek Karfreitag vor seinem GRÜNEN Büro in Eimsbüttel standen. Soviel Basisbeteiligung am Plakatehandling hatte er nicht erwartet. Unsere Geschäftsführerin Katja hatte einen Transporter gechartert, um unsere Tausend Bezirkswahlplakate von Eimbüttel nach Wandsbek zu bringen und dort auf die neun Wahlkreise zu verteilen. Alice und ich hatten am Morgen noch bei bestem Frühlingswetter am Wandsbeker Mühlenteich die letzten Kalkulationen fertig gemacht. Demographische Daten, Zahlen aus dem letzten Bürgerschaftswahlkampf und Wünsche aus den Wahlkreisen waren die Grundlage für den Plakatemix, den wir individuell für jeden Wahlkreis festgelegt haben.

In Eimsbüttel mussten die 750 Kilogramm Plakate zunächst von zwei Standorten abgezählt in den Transporter geladen werden. Dann ging’s zu Alice nach Eilbek, wo die Plakate nach Motiven getrennt und dem vorgesehenen Mix entsprechend auf neun Wahlkreishaufen sortiert wurden. Und schon kamen die ersten Leute aus den Wahlkreisen, um sich ihr Paket zu holen.

 

Nächste Woche kommen die Europa-Plakate und dann – dreizig Tage vor der Wahl – kommen die Dinger raus. Denn Wandsbek soll sehen: Die GRÜNEN sind voll da!

Frohe Ostern mit vielen Ökoeiern!

Zum Glück: Eier aus Käfighaltung werden immer weniger gekauft! Seit zwei Jahren gibt es sogar mehr Ökoeier (5.4 Millionen) als Käfig-Eier (4,35 Millionen). Am meisten Eier werden allerdings aus Bodenhaltung gekauft (31 Millionen), gefolgt von Freilandhaltung (9 Millionen).

Heute leben etwa 8,31 % aller Legehennen in Käfigen. Die Bodenhaltung ist allerdings nicht so sehr viel besser. Betriebe mit mehr als 200.000 Plätzen sind keine Seltenheit. In der klassischen Form leben die Hennen in großen Hallen in Gruppen von bis zu 6.000 Tieren, mit 9 Hennen pro m².

Rahlstedt räumt auf!

Ankündigung unserer Jogging-Aktion im Hamburger Abendblatt

Unser Plogging Flyer, mit schönem Layout von unserer Kandidatin Julia Chiandone

Am Freitag, den 26. April geht es los, die Rahlstedter Stadtteilgruppe der GRÜNEN startet ihr erstes Plastikmüll-Jogging.

Plastik wird zu viel produziert und zu wenig recycelt, landet in Flüssen und Meeren, als Mikroplastik auf unseren Tellern – und findet sich auch auf Rahlstedter Straßen und Wegen.

Wir wollen nicht länger nur zuschauen, sondern in unserem direkten Umfeld aktiv werden und  hier in Rahlstedt beim Laufen Müll sammeln. Wer mitmachen will, kann einfach vorbeikommen, Müllsäcke und Baumwollhandschuhe werden gestellt.

Müll-Jogging kommt ursprünglich aus Schweden und heißt dort Plogging: Das setzt sich zusammen aus Jogging und „plocka“ (schwedisch = pflücken, sammeln) und ist ein gutes Fitness-Training für Jung und Alt. Man läuft und bückt sich, trainiert Beine und Arme – und das alles schön langsam.

Wo? Treffpunkt Mecklenburger Straße am Rahlstedt Center

Wann? Freitag, den 26. April von 18 Uhr bis 19.30 Uhr

Weitere Läufe sind für Sonnabend, den 18. und 25. Mai geplant. Routenvorschläge können gern abgegeben werden (christa.moeller@hamburg.gruene.de)

Ich habe gerade zwei große Plastikgeschichten geschrieben, deshalb möchte ich gern zum Auftakt der Aktionen beim Treffen der Stadtteilgruppe am 18.4. im Café Olé um 18.30 Uhr etwas zur aktuellen Situation in Sachen Plastikmüll und Mikroplastik, weltweit und bei uns sagen und anschließend soll darüber diskutiert werden. Ich komme mit dem Thema auch gern in andere Stadtteile!

GRÜNES Umweltprogramm für Wandsbek

Klar ist Umwelt Top-Thema im GRÜNEN Bezirkswahlkampf. Aber was bedeutet Umwelt im Bezirk? Welche Handlungsoptionen und Erfordernisse gibt es überhaupt auf der bezirklichen Ebene? Diesem Themenfeld widmet sich das erste Kapitel im GRÜNEN Bezirkswahlprogramm, in dem es außerdem auch um Gesundheit geht. Wichtig ist den GRÜNEN eine schlagkräftige Bezirksverwaltung. Denn ohne eine engagierte und gut ausgestattete Verwaltung lassen sich auch die besten Ideen nicht umsetzen. Viele Jahre wurde die Bezirksverwaltung kaputtgespart und kann jetzt die Anliegen der Menschen im Bezirk oft nicht mehr hinreichen bearbeiten.

Klar leben wir in einer Stadt – aber auch Städte können viele unterschiedliche Biotope und damit vielfältige Lebensräume für Tiere bieten, wenn sie entsprechend gestaltet werden. Wir stehen für einen größtmöglichen Erhalt des Grüns in unserem Bezirk. Wir brauchen mehr Natur in Parks und auf Spielplätzen, mehr bürgerliches Engagement für öffentliches Grün, müssen Biotopverbünde fördern und vieles mehr.

Klar kann nicht immer jeder einzelne Baum vor einer Fällung gerettet werden. Aber Wandsbek muss baumreich bleiben! Also müssen Straßenbäume verpflichtend mindestens 1:1 nachgepflanzt werden. Die Standortbedingungen müssen optimiert und die Bäume vor parkenden Autos geschützt werden. Und schon bei der Planung von Bauvorhaben brauchen wir Baumbilanzen und Benennung von Ersatzstandorten in räumlicher Nähe.

Klar kann die Welt nicht von Wandsbek allein vorm Klimatod gerettet werden. Aber auch die Wandsbeker Kommunalpolitik muss mit umfassenden Ideen und differenzierten Maßnahmen auf den Klimawandel reagieren. Neben der Reduzierung des CO2–Ausstoßes sind hier besonders Maßnahmen zur Abkühlung des Stadtklimas wichtig sowie weitere Strategien und Maßnahmen, um die Folgen des Klimawandels zu mindern.

Klar betrifft der Verbraucherschutz uns alle. Aber was können wir im Bezirk dazu leisten? Wir wollen eine professionelle Verbraucherberatung sowohl telefonisch als auch persönlich und die Durchführung von Angeboten zusammen mit der Verbraucherzentrale. In den öffentlichen Einrichtungen des Bezirks sollen die Anteile von Bio-Lebensmitteln und Fairtrade-Produkten im Essen kontinuierlich steigen und wir brauchen auch klimafreundliche Menüs im Kantinen-Angebot.

Klar ist Gesundheit für uns alle total wichtig und jeder weiß, dass wir neben Gesundheitsaufklärung dazu dringend saubere Luft und Schutz vor Lärm brauchen. Aber wir müssen auch konkret werden: Wir brauchen eine Stärkung des Radverkehrs und des öffentlichen Nahverkehrs sowie eine gezielte Ausweisung von Tempo 30-Bereichen, insbesondere nächtliche Geschwindigkeitsreduzierungen. Und gegen den Fluglärm müssen nach 23 Uhr Starts grundsäzlich verboten sein und die Verspätungen deutlich verringert werden. Wir pochen auf konsequente Einhaltung der Regeln und machen weitere konkrete Vorschläge.

Mehr Infos in unserem Wahlprogramm, Kapitel1: Intakte Umwelt und gesunde Menschen im Bezirk >

Fotos: Pixabay, Privat

Gutes Klima für Wandsbek – das Projektteam tingelt durch den Bezirk

Mitteilung der Pressestelle des Bezirksamtes Wandsbek

(wir haben hier bereits am 31.3. darüber berichtet)

Unter dem Motto „Klimaschutz in Wandsbeker Nachbarschaften aktiv gestalten“ fand am 27.03.2019 im Kulturschloss Wandsbek die Auftaktveranstaltung zur Entwicklung des Integrierten Klimaschutzkonzepts für den Bezirk Wandsbek statt. Auf Einladung des Bezirksamtes Wandsbek haben rund 45 Teilnehmende aus Politik und Verwaltung, Unternehmen, Initiativen und Bevölkerung Chancen und Möglichkeiten, aber auch Hindernisse und Herausforderungen für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im Bezirk Wandsbek gesammelt und diskutiert. Mit Unternehmer Wolfgang W. Springer (Springer Bio-Backwerk GmbH & Co. KG) und dem Klimaschutzreferent Michael Liebert (Umweltzentrum Gut Karlshöhe) haben zwei in Wandsbek Aktive ihre Erfahrungen und Perspektiven ihrer Klimaschutzbemühungen dargestellt.

Die Teilnehmenden sammelten und diskutierten erste Ideen und Themenkomplexe. So z.B. verschiedene Maßnahmen und Möglichkeiten zur Stärkung des Radverkehrs, der Förderung privaten Car Sharings, klimafreundliche Energieversorgungstechnologien im Gebäudeneubau oder den Umgang mit der zunehmenden Versiegelung von Flächen. Zudem wurde gewünscht, Sport- und Bürgervereine im Bezirk sowie Initiativen, die sich bereits aktiv für den Klimaschutz einsetzen im weiteren Prozess zu beteiligen. Aber auch die Grenzen der Möglichkeiten des bezirklichen Klimaschutzes wurden angesprochen: Um Klimaschutzziele zu erreichen seien gravierende Weichenstellungen auf internationaler sowie Bundes- und Landesebene erforderlich.

Nach dem Auftakt geht es nun weiter: Zur Entwicklung des Integrierten Klimaschutzkonzepts werden jetzt die Stadtteile des Bezirks auf der Suche nach Klimaschutzpotentialen unter folgenden Fragestellungen analysiert:

–      Wo ergeben sich Möglichkeiten, im Rahmen von Neuplanungen, Sanierung und Konversion Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen?

–      Wo und in welchen Bereichen sind die Wandsbekerinnen und Wandsbeker in Sachen Klimaschutz bereits aktiv und wie können sie unterstützt werden?

–      Wo und wie kann im Kleinen klimafreundliche Mobilität einfacher werden?

Um diese und weitere Fragen zu beantworten, wird das Bearbeitungsteam in den nächsten Monaten in den Wandsbeker Stadtteilen vor Ort aktiv sein. In Zusammenarbeit mit Stadtteil- und Kultureinrichtungen, Vereinen und Verbänden werden Möglichkeiten für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in Wandsbeker Nachbarschaften gesucht und entwickelt. Ideen und Vorschläge, aber auch Hinweise zu Herausforderungen und Stolpersteinen sind dem Projektteam herzlich willkommen.

Das Projektteam freut sich über Kontaktaufnahme telefonisch unter 040 / 4664-2440 oder per E-Mail:gutesklima.wandsbek@ocfc.de. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseitewww.hamburg.de/wandsbek/klimaschutz.

Gut leben im Alter – haben wir alles falsch gemacht?

130 Gäste waren da, darunter auch zahlreiche Wandsbeker*innen

Begrüßung bei der gemeinsamen Veranstaltung von Grünen 60plus und der Heinrich-Böll-Stiftung

Wow, es war einfach überwältigend: Für unsere Veranstaltung „Gut leben im Alter – mit neuen Quartierskonzepten“ hatten die Grünen 60plus einen Raum für 80 Leute gebucht. Der war zehn Minuten vor Veranstaltungsbeginn rappeldicke voll. Und draußen stand immer noch eine lange Schlange vor dem Eingang zum Campus Uhlenhorst*!

Eigentlich hätte ich die Veranstaltung natürlich total gern in Wandsbek gemacht. Aber alle größeren, stadtnahen Räume, die wir anfragten, waren 2 Monate vor dem Termin ausgebucht!

Also gingen wir auf die Uhlenhorst, und fanden dort einen wunderbaren Raum, der zum Glück erweitert werden konnte. 130 Gäste waren schließlich da! In der Elbvertiefung war die Veranstaltung angekündigt und Tide Radio nahm alles auf.

Neue Quartierskonzepte auch für Ältere scheint sehr viele Menschen zu interessieren.  Schließlich wollen alle in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Wir haben deshalb nach neuen Ansätzen im Quartier gesucht – und sie auch gefunden. Wie zum Beispiel den ambulanten Pflegedienst Buurtzorg (sprich: Bürtsorg), deren Gründer zu Beginn ihrer Arbeit sagten: Alles, was wir tun, ist komplett falsch – und dann das System völlig umgekrempelt haben. Aber davon später mehr.

Der Abend begann mit einem Vortrag von Mathilde Hackmann, Studiengruppenleiterin an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit&Diakonie. Sie erklärte, warum das Quartier gerade für ältere Menschen so wichtig sei und dass wir unseren Blickwinkel ändern müssen: Weg vom alleinigen Blick auf Ältere als Umsorgte, hin zur Sichtweise als Sorgeleistende. Denn jeder Mensch hat das Bedürfnis für andere eine Bedeutung zu haben. Im siebten Altenbericht** der Bundesregierung werden die Kommunen deshalb aufgefordert, Aufgaben der Pflegekassen zu übernehmen. Das wäre doch auch ein interessanter Ansatz für uns!

Selbstständigkeit fördern will auch die neue Initiative Sozialraumorientierung QplusAlter***. Sogenannte Quartiers-Llots*innen sollen ältere Menschen unterstützen, zurechtzukommen, auch im höheren Alter. Sie sollen Hilfe zur Selbsthilfe geben, besprechen, wen man ansprechen kann – aber z.B. nicht selber die kaputte Glühbirne auswechseln.

Beklagt wurde während der Diskussion, dass es zwar offenbar bereits Quartierskonzepte in einigen Stadtteilen gäbe, aber die Menschen vor Ort viel zu wenig darüber wüssten. Das hören wir auch in Wandsbek immer wieder.

Grüne Seniorensprecherin der Hamburger Bürgerschaft erzählt von tollen Projekten, die es schon gibt – die aber viele nicht kennen

Souveräne Moderation durch unseren Profi Gabriele Heise, früher NDR info

In Altona ist das Problem schon ganz gut gelöst, dort wurde altonavi gegründet, das Infozentrum und Freiwilligenagentur zugleich ist. Alle Aktivitäten werden dort gebündelt und können in einem Ladenlokal mitten im Quartier nachgefragt werden, ganz einfach, ohne Anmeldung. Das wird auch von vielen älteren Menschen mit Migrationshintergrund wahrgenommen.

Unsere grüne Seniorensprecherin in der Hamburger Bürgerschaft, Christiane Blömeke ergänzte und erzählte u.a. von LeNa, einer Abkürzung für lebendige Nachbarschaft. Das Modellprojekt der SAGA gibt es bisher in Steilshoop, Horn und Barmbek und will selbstbestimmtes Wohnen in der eigenen Mietwohnung gewährleisten. Zentrale Anlaufstellen sind ein Nachbarschaftstreff, ein Nachbarschaftsbüro und ein Quartiersbüro. AniTa eine online-Plattform, macht den Austausch zwischen pflegenden Angehörigen möglich. Knapp 30% aller erwachsenen Kinder wohnen mehr als 100 Kilometer von ihren Eltern entfernt und könnten sich nicht regelmäßig kümmern. Pflegestützpunkte unterstützen in allen Fragen rund um das Thema Pflege – unabhängig von der Kassenzugehörigkeit oder dem Bezug von Sozialleistungen. Mehrgenerationenhäuser sind Treffpunkte für Jung und Alt im Stadtteil. Besuchspatenschaften werden u.a. von Freunde alter Menschen angeboten. Kulturisten-hoch2 lädt Seniorinnen und Senioren mit kleiner Rente ein, regelmäßig und kostenlos, gemeinsam mit einem jungen Menschen aus dem gleichen Stadtteil, die kulturelle Vielfalt Hamburgs zu nutzen. Der Verein Wege aus der Einsamkeit bietet gratis digitale Seminare speziell für Menschen 65plus an. Und organisiert in Hamburg mit anderen Gruppen (die GRÜNEN 60plus sind auch dabei) den Weltseniorentag am 1. Oktober in einem coolen Club.

Dieser Teil war schon höchst spannend und trotz Enge und Wärme waren alle voll dabei. Das Highlight des Abends kam dann natürlich mit Johannes Technau von Buurtzorg: ein ambulanter Pflegedienst aus den Niederlanden, der übersetzt Nachbarschaftshilfe bedeutet und gerade weltweit den Pflegemarkt umkrempelt. Auch in Deutschland gibt es inzwischen vier Pilotprojekte.

Johannes Technau von Buurtzorg aus Münster

Alle Referenti*nnen, die Moderatorin und die Drahtzieher*innen

„Der Unterschied zum herkömmlichen System ist die Abkehr vom Abarbeiten vorgegebener Pflegestandards, alle Hilfe ist ausgerichtet am autonomen Leben, das ist das Ziel“, sagt Johannes Technau. „Der große Unterschied in der Organisation sind die hierarchiefreien Teams, die gemeinsam für gute Pflege verantwortlich sind. Für uns Deutsche ist das nicht einfach, in den Niederlanden gibt es generell weniger Hierarchien als hier.“

Bei uns kommt das Geld vor allem von den klammen Pflegekassen, die für Pflegeleistungen der Versicherten – je nach Pflegegrad – aufkommen. Um Geld zu verdienen, muss man also möglichst viele Leistungen in möglichst kurzer Zeit erbringen, so Technau. Deshalb sparen viele Pflegedienste bei den Personalkosten. Mit dem Ergebnis, dass Pfleger*innen und Gepflegte gleichermaßen frustriert sind. Das ist beim Non-Profit-Pflegedienst Buurtzorg anders. Und unter dem Strich auch nicht teurer, da die Honorare für die Profis zwar höher sind, die Patient*innen aber zu mehr Selbstständigkeit angeregt werden. Also mehr selber machen können.

Und dickes Plus: In den Niederlanden waren bei 10.000 Pflegekräften nur 50 Mitarbeiter*innen in der Verwaltung notwendig für Miete, Verträge, Lohnbuchhaltung (siehe Bild links, das Verhältnis zwischen Pflegekräften=grün und Verwaltung=gelb). Das meiste organisieren die Teams selbst. Maximal 12 Pflegekräfte sind in einem Team organisiert in einem begrenzten Umfeld. Vorbild war die Gemeindeschwester, die es früher auch bei uns gab. Bei Konflikten helfen Teambegleiter, aber nur im Notfall. In der Regel kriegen die Teams alles allein hin.

Beim Come together gab Wein, Saft und Wasser und ganz viel Knabberzeug

Inzwischen hat Buurtzorg in den Niederlanden 14.000 Mitglieder und Modellprojekte überall auf der Welt. So einfach kann es also sein!

Grün sind die Pfleger*innen, ganz rechts außen die Verwaltung als gelber Strich. Beeindruckend, das Verhältnis, oder?

Nach der Diskussion ging es weiter mit kleinen Gesprächen beim Come together mit Wein, Saft oder Wasser und Knabberzeug. Viele Gäste hatten sich in Listen eingetragen, um eine schriftliche Zusammenfassung der Veranstaltung und Adressen zu bekommen. Alle Grünen 60plus gingen am Ende beseelt nach Hause. Ein Ansatz für grüne Pflege, der sich hoffentlich bald durchsetzen wird!

 

Aktives grünes Wandsbek

Das Wetter passt zum Plakatieren!

Zunächst dreimal wollen wir Plastikmüll sammeln

Das Gehummel, wie Harry es so schön genannt hat, geht weiter! Überall wird plakatiert, die nächste Veranstaltung ist die von Europakandidat Sergey Ladoginsky am Dienstag, den 16. April um 19 Uhr im Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Alte Schilder werden überklebt und wieder schön gemacht, es kommen immer mehr Veranstaltungen dazu. Am 18. April wollen wir in der Rahlstedter Stadtteilgruppe über Plastik und Plogging (Joggen und Plastikmüllsammeln) diskutieren, am 26. April startet unsere erste Plogging-Aktion, wir treffen uns um 18 Uhr in der Mecklenburger Straße am Rahlstedt Center. Am 18. und 25. Mai geht es dann weiter, die Sammelstrecken werden wir gemeinsam beschließen.

Gestern war unser Landesschatzmeister zum zweiten Mal in der Geschäftsstelle, um uns zu erzählen, wo es sich lohnt, Stände aufzustellen und aktiv zu werden. War spannend.

Die Kandidaten Uwe Halpap und Jan-Otto Witt mit unserem Landesschatzmeister Karl-Heinz Karch

Wahlkampfleiter Wilhelm Bauch und Kreisgeschäftsführerin Katja Rosenbohm bei der Kandidaten-Besprechung

Es gibt zahlreiche Einladungen zu Podiums­diskussionen und am Montag startet nun unsere grüne Kampagne auf Facebook. So aktiv waren die Grünen in Wandsbek noch nie!

Für ein GRÜNES Wandsbek – weil wir hier leben

GRÜNER Kreisverband stellt Wahlprogramm vor
Maryam Blumenthal, Kreisvorsitzende und Spitzenkandidatin der GRÜNEN in Wandsbek: „Am 26. Mai 2019 ist es soweit: Wir wählen unsere neue Bezirksversammlung. Um möglichst viel von unserem Programm auch umsetzen zu können, brauchen wir viele GRÜNE Stimmen in Wandsbek – nicht nur auf der Bezirksliste, auch in den Wahlkreisen. Wie werden an unsere Politik aus den vergangenen Jahren anknüpfen und können uns mit einem guten GRÜNEN Ergebnis noch stärker für einen Bezirk einsetzen, in dem jeder Mensch seinen Platz findet. Wir engagieren uns für eine intakte Umwelt, für sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft und wir stehen für eine nachhaltige und ökologische Stadtplanung, dazu gehört auch eine umweltschonende und zeitgemäße Mobilität.“

Schwerpunkte des Programms sind eine grünes Wandsbek, der Schutz und die Förderung der Grünflächen, mehr Baumschutz und Klimagerechtigkeit. Aber auch der Verbraucherschutz und die Gesundheit der BürgerInnen liegt den GRÜNEN am Herzen.

Ein zweiter Schwerpunkt ist der soziale Zusammenhalt im Bezirk. Wichtig ist den GRÜNEN ein generationsgerechtes Wandsbek, auch für Kinder, Jugendliche und SeniorInnen sowie ein buntes Wandsbek, in dem Integration und Inklusion keine Schlagworte bleiben. Bei der Inklusion ist der Bezirk durch unsere Anstöße schon jetzt federführend in Hamburg. Auch der Sport und die Kultur liegt den GRÜNEN am Herzen mit vielfältigen und flächendeckenden Angeboten.

Ein dritter Schwerpunkt liegt in der nachhaltigen Stadtplanung. Wohnen in Wandsbek muss ökologisch und bezahlbar sein. Wir sind jetzt schon federführend in Hamburg mit hohen Energiestandards beim Bauen sowie bei der Umsetzung von Gründächern und Solaranlagen in vielen Bebauungsplänen. Bei der Mobilität wollen wir in Zukunft noch mehr umweltschonende und zeitgemäße Planungen umsetzen. Dazu gehört der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und die Förderung des Fuß- und Radverkehrs.

„Wir GRÜNE stellen den Menschen in den Mittelpunkt unseres Handelns. Wir wollen Hamburgs Charakter und Charme erhalten und die Stadt sozial, grün und nachhaltig weiterentwickeln. Es ist dabei unser Anspruch, den Boom in Hamburg im Interesse aller Menschen so zu gestalten, dass man sich auch ohne großes Einkommen das Leben in der Stadt leisten kann. Nur mit weitsichtiger Politik und gemeinsam kommen wir zu guten Lösungen für unsere Zukunft. Als starke GRÜNE in der Bezirksversammlung haben wir die Chance, noch mehr von unseren grünen Ideen auch umzusetzen“, ist Maryam Blumenthal überzeugt.

Hier gibt es unser Wahlprogramm, online und als Download >

Premiere für Hamburg: Grüne 60plus stellen Nachbar­schaftshilfe vor!

Zu der Veranstaltung „Gut leben im Alter – mit neuen Quartierskonzepten”, laden am am 8.4. von 17.30 Uhr bis ca. 19.30 Uhr die Grünen 60plus zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung auf den Campus Uhlenhorst, Heinrich-Hertz-Straße 72, mit anschließendem Come together ein.

Zum ersten Mal wird Johannes Technau von Buurtzorg (=Nachbarschaftshilfe) in Hamburg sein wird. Sein Team hat das niederländische Buurtzorg-Modell ambulanter Pflege nach Deutschland geholt und wird uns erzählen, wie das System ganz ohne Hierarchien zur Zufriedenheit aller bestens funktioniert. Buurtzorg wird auch in der deutschen Pflegeszene bereits diskutiert, in der ZEIT gab es kürzlich einen sehr schönen Artikel dazu.

Außerdem mit dabei: altonavi und Q8 Sozialraumorientierung, beide ebenfalls mit neuem Quartiersansatz. Und unsere grüne Seniorensprecherin in der Bürgerschaft, Christiane Blömeke sowie eine Vertreterin der Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie.

Also hochkarätige Referent*innen, die über moderne Quartierskonzepte sprechen und mit Sicherheit viele Menschen ansprechen werden.

Moderieren wird Gabriele Heise von den Grünen 60plus, Ex-Moderatorin von NDR info.

Klimaschutz im Doppelpack

Klimaschutz im Café Tschai

…mit Lisa Schneider, Manuel Sarrazin und Eckhard Heumeyer

Gleich zwei Klimaschutz­veran­staltungen in einer Woche in Wandsbek – und eine interessanter als die andere! Und beide sehr gut besucht.

Zuerst hatte Eckhard Heumeyer ins Café Tschai geladen, um Lisa Schneider von Adelphi, einer Agentur, die u.a. Kommunen bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen berät und Manuel Sarrazin, grünes Mitglied des deutschen Bundestages, zum Thema „Kommunaler Klimaschutz in Deutschland und Europa – neuer Antrieb für die europäische Integration?“ zu hören. Eine spannende Veranstaltung mit etwa 30 Gästen. Lisa sagte, dass der Begriff Klimaschutz für viele Bürger*innen viel zu abstrakt sei, er müsse runtergebrochen und an lokale Themen angepasst werden. Viele Bürger*innen würden beim Klimaschutz nämlich nur an zusätzliche Kosten denken. Besser sei es, damit zu werben, dass man saubere Luft wolle, sichere Fuß- und Radwege, Geldsparen durch energiebewusstes Bauen etc.

Besonders Menschen mit niedrigem Einkommen und Bildungsstand würden Klimaschutz pauschal eher ablehnen. Hätten aber gleichzeitig einen sehr hohen Energieverbrauch, könnten also tatsächlich durch anderes Verhalten Geld und Energie sparen.

Eine gute Beratung bieten z.B. der Stromspar-Check der Caritas, Schulprojekte, Aufklärung während der europäischen Mobilitätswoche, Angebote für Energieberatungen vor Ort.

Manuel berichtete u.a. aus Polen und meinte, dass dort sehr viel z.B. in neue Radwege investiert würde, und diese Radwege in jedem Dorf besser seien als unsere in Hamburg. Alles, was in Polen dreckig sei, sei meist mit Korruption verbunden. Saubere Luft ist deshalb zum großen Thema in der Politik geworden.

Wolfgang W. Springer hat seinen Betrieb vor ca. 10 Jahren auf 100 % Bio umgestellt

Viele Grüne waren zur Veranstaltung gekommen, auch Eva Kuczewski-Anderson und Wilhelm Bauch

Zwei Tage später ging es dann im Wandsbeker Kulturschloss weiter mit der Veranstaltung „Klimaschutz in Wandsbeker Nachbarschaften aktiv gestalten“ .

Dieses Konzept hatte viele Wandsbeker*innen interessiert, der Saal war voll, auch viele grüne Mitglieder waren gekommen.

Schließlich war das Konzept mit einem grün-roten Debattenantrag auf der Bezirksversammlung im Sommer 2016 gestartet, einstimmig mit allen Fraktionen verabschiedet: wir wollen ein Integriertes Klimaschutzkonzept für Wandsbek! Die lange Vorbereitungszeit lag an den langen Bearbeitungszeiten zur Bewilligung für die Fördergelder vom Bund. Schließlich konnte das Bezirksamt die Betreuung des Projektes an das Beratungsteam OFC Consultung geben.  Und jetzt geht es endlich öffentlich an den Start mit der Auftaktveranstaltung!

Manuel Gottschick, Geschäftsführer des beauftragten Büros, übernahm Begrüßung und Moderation.

Zu Beginn erzählten zwei Wandsbeker, wie ihre Firma bzw. Stiftung Nachhaltigkeit umsetzt.

Die Bäckerei von Wolfgang W. Springer hatte zunächst ein konventionelles Angebot und biomäßig nur kleine Brötchen gebacken. Tschernobyl hatte Springer zum Grübeln gebracht, dann die Diskussion um das Waldsterben. Und als seine Frau schwanger wurde, dachte er immer häufiger an die Zukunft seiner Kinder. Und fing an, seinen gesamten Betrieb auf 100 Prozent Bio umzustellen. Das hatte zur Folge, dass 2 Millionen Quadratmeter Ackerboden zu Bioland wurden – was ihn mächtig stolz machte. Nach 60 Jahren als Mieter im Rauhen Haus musste er nun den Betrieb vergrößern, umziehen, und begann nach neuen Energiestandards zu bauen, er nutzte die Abwärme, verbesserte die Kühltechnik,  setzte LED-Licht ein. Heute versorgt er bei gleichem Energieeinsatz wie früher eine doppelt so große Arbeits-Fläche. Die nächste Investition wird Solarenergie sein, dafür hatte es zunächst nicht mehr gereicht.

Im Anschluss fragte Klimareferent Michael Liebert vom Gut Karlshöhe die Zuhörer*innen, wer schon einmal dort gewesen war – und fast alle Hände schnellten in die Höhe. Was ihn richtig freute. Das Umweltzentrum  Gut Karlsruhe wird von der Hamburger Klimaschutzstiftung betrieben und versteht sich als „Lern- und Erlebnisort, an dem alle Menschen von klein auf bis ins hohe Alter erfahren, wie „einfach gut leben“ im Rahmen der natürlichen Ressourcen gelingt.“ Daneben hat er mitten in Wandsbek eine grüne Oase geschaffen, die allen Menschen hilft, runterzukommen. Ganz ohne Top Down Ansatz, die Menschen kommen mit neuen Ideen, die er gern aufnimmt; zuletzt war es das Repair-Cafè, das inzwischen hervorragend funktioniert.

Michael Liebert (links) und Manuel Gottschick im Kulturschloss Wandsbek

Dann stellte Manuel Gottschick sich und seinen Ansatz vor: Er selbst habe ein gut gedämmtes Haus, kein Auto und lebe sehr nachhaltig. Aber alles, was wir privat machten, sagt er, würde nicht im Entferntesten ausreichen, die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Auch wenn alle eine Pellet-Heizung hätten, mehr Biomasse anbauten, seien die Effizienzsteigerungen begrenzt. Nur auf den technischen Fortschritt zu setzen, sei zur Zeit jedenfalls ein Trugschluss. Auch wenn wir bei Neubauten Parkplätze unbequemer machten (z.B. sie nicht mehr direkt vor der Haustür hätten), Fahrradplätze angenehmer (ebenerdig, und trocken) , die Windkraft steigerten, schaffen wir damit nicht die erforderliche CO2-Reduktion bis 2050. Das ginge nur, wenn wir wirklich keine einzige Möglichkeit, CO2 einzusparen, auslassen würden.

Deshalb seien die kommunalen Konzepte so wichtig. Sie werden vom Bund und vom Land gefördert, die Bezirksämter müssten zunächst nur eine*n Mitarbeiter*in als Ansprechpartner für das beantragte Büro stellen. Gefordert sind u.a. eine Ist-Analyse, eine Potential-Analyse und ein Maßnahmen-Katalog.

Beim Projektteam können Vorschläge für Wandsbek eingereicht werden

Heute würde er deshalb unsere Vorschläge sammeln, die wir in der Pause an die vorbereiteten Wände pinnen könnten. Vorgeschlagen wurden u.a. mehr und breitere Radwege, einen grünen Radweg bis in die Stadt hinein, eine große Zahl an Wasserspendern, damit man keine Plastik-Wasserflaschen mehr braucht… Nach dieser Auftaktveranstaltung wird es ähnliche Einladungen in mehreren Stadtteilen geben.  Am Ende wird die Agentur dann mit Beteiligung der Bezirksversammlung entscheiden, welche Maßnahmen sinnvoll und machbar wären.

Gottschick hat dieses Procedere auch schon für Bergedorf gemacht, die Ergebnisse findet man online. In Bergedorf sei es am Ende leider eher dürftig gewesen, was aus den vielen Vorschlägen tatsächlich in den Bezirk hineingetröpfelt sei. Unsere grüne Bezirksabgeordnete Dr. Ulla Martin meinte dazu, leider fehle halt oft das Geld, deshalb sei es wichtig, entsprechende Gelder zu akquirieren, um möglichst viele Maßnahmen umsetzen zu können. Das ließen einige Umweltaktivisten nicht als Argument gelten. Die Meinungen im Publikum gingen weit auseinander – bei der Sammlung der Vorschläge waren aber alle motiviert dabei. Guter Ansatz, hoffen wir mal, dass wir in Wandsbek viel erreichen werden.

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Gehummel in Wandsbek

Mann, ist das gerade ein Gehummel bei den GRÜNEN Wandsbek. Nachdem wir für die bevorstehenden Bezirkswahlen unser Programm aufgestellt und unsere Kandidatinnen und Kandidaten benannt haben, stehen jetzt alle in den Startlöchern.

Nein, falsches Bild: Sie stehen nicht still, sondern sind eher wie die unruhigen Pferde in der Startbox vorm Start eines Galopprennens oder genauer noch, wie Pferde hinter dem Startwagen eines fliegenden Starts beim Trabrennen. Denn noch ist der Wahlkampf nicht eröffnet. Aber wer in diesen Tagen durch die Straßen Hamburgs geht, sieht schon die ersten Spuren: Überall stehen Plakate, die zu Veranstaltungen einladen – Vorwahlkampf eben. Auch wir sind kräftig dabei. Am Montag zum Beispiel bieten wir wieder eine Top-Veranstaltung zum Thema Klimaschutz Top-Veranstaltung zum Thema Klimaschutz. Lisa Schneider und Manuel Sarrazin diskutieren mit uns, was wir in Hamburg und Wandsbek konkret anschieben können.

Für den eigentlichen Wahlkampf laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Plakate bestellen, Kampagnen und Veranstaltungen planen, Einsatzpläne machen – Wahlkampfleiter Wilhelm Bauch ist mit seinem Team voll dabei. Wer mitmachen oder aber auch nur ein defektes Plakat melden möchte, wende sich bitte an wahlkampf❀gruene-partei-wandsbek.de. Die Grundlagen für einen Erfolg bei den Bezirkswahlen und bei der eigentlich noch viel wichtigeren Europawahl sind gut: In der letzten Umfrage für Hamburg liegen die GRÜNEN bei 29% im geräumigen Nebenbau mit gutem Verhältnis zu unserem Koalitionpartner SPD (35%), für die Bundestagswahl sind die Hamburger Zahlen mit 32% (GRÜNE), 24% (SPD) und 20% (CDU) sogar noch besser (Details). Realer als diese Zahlen sind nur noch die Zahlen unserer Mitgliederentwicklung: Der Zustrom hält ungebrochen an, in jeder Vorstandssitzung nehmen wir ungefähr ein halbes Dutzend neue Mitglieder auf.

Am erfreulichsten ist es jedoch, dass unsere Neumitglieder nicht nur in die Kartei wandern – nein, sie mischen sich aktiv ein! Am Freitag der vorverangenen Woche traten wieder alle vier Stadtteilgruppen zusammen. In Rahlstedt haben wir beispielsweise mit vierzehn an grüner Politik interessierten Leuten über die S4 und neue Technologien wie Künstliche Intelligenz diskutiert. Auch in Bramfeld, Walddörfer und Wandsbek waren die Treffen wieder gut besucht. So kann das gerne weitergehen – ich hoffe, wir sehen uns bald!

Grau, bunt und großartig – die neuen Altersbilder

Am 1. April – kein Scherz – findet eine spannende Diskussionsveranstaltung im Wandsbeker Bürgersaal statt. Wir wollen reden über die neuen Altersbilder, ehrlich gesagt, eins meiner Lieblingsthemen wenn es um ältere Menschen geht.

Beim Gedanken an die Generation Ü 60 haben viele noch beige gekleideten Rentner*innen im Kopf, die gern im Supermarkt an der Kasse im Weg stehen und alle aufhalten. Die Altersbilder haben sich aber extrem gewandelt. Mitra Kassai zum Beispiel, auch bekannt als DJ Rita, lädt Senioren und Senioritas zu Treffen in coolen Clubs ein und sagt: „ Die neuen Alten sind mit Wirtschaftswunder, Rock ’n‘ Roll und der Studentenbewegung aufgewachsen. Sie haben den Wandel vom ersten Farbfernseher bis zum neuesten Smartphone mitgemacht. Sie diskutieren, lachen und tanzen gern… und sind ganz anders gealtert als ihre Eltern.“

Das bezirkliche Forum „Generationenfreundliches Wandsbek“ hat deshalb Vertreter*innen verschiedener Generationen eingeladen, um über die Folgen des demografischen Wandels für unsere Gesellschaft und unseren Bezirk zu diskutieren:

„Babyboomer gehen vermehrt in Rente, Lebensformen verändern sich zusehends: Das bedeutet spürbaren Wandel für alle Generationen und bringt Chancen wie auch Herausforderungen mit sich. Welche Strategien benötigt man dafür im Bezirk Wandsbek, welche guten Ansätze gibt es bereits, was soll noch getan werden? Wie wird es von Vertreter*innen unterschiedlicher Generationen gesehen und gewichtet: Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede? Welcher Handlungsauftrag ergibt sich daraus?

Diese und andere Aspekte werden im Rahmen der Veranstaltung beleuchtet. Impulse werden in einem Eröffnungsvortrag von Barbara Wackernagel-Jacobs, saarländische Sozialministerin a.D., gesetzt. In einer anschließenden Podiumsdiskussion diskutieren Expert*innen verschiedener Professionen und Generationen über den Wandel der Altersbilder, die Generationengerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie über weitere spannende Fragen.“

Diskutieren werden im Anschluss

  • Mitra Kassai (u.a. Projekt OLL INKLUSIV)
  • Christa Möller (Bezirks-Seniorenbeirat Wandsbek)
  • Barbara Wackernagel-Jacobs (saarländische Sozialministerin a.D., Filmproduzentin)
  • Ulrich Kluge (Leitung Seniorenbüro Hamburg e.V.)
  • Patrick Orth (u.a. Vorstand Hamburg Pride e.V.)
  • Jan Hochthurn (Sozialpädagoge, junger Familienvater)Moderation: Alexander Scheuerer

 

Danach sollen alle Gäste ihre Meinung äußern und auch an der Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die Bezirks-Verwaltung aktiv mitwirken.

Wann: Montag, den 1. April 2019 17.00 bis 19.30 Uhr

Wo: Bürgersaal Wandsbek, Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg

Veranstalter: Bezirksamt Wandsbek, Fachamt Sozialraummanagement, Forum „Generationenfreundliches Wandsbek“

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und beinhaltet auch den Snack und die Getränke.

 

 

Demo gegen die Urheber-Rechtsreform der EU

Unser Wandsbeker Bezirkswahlkandidat Linus Jünemann (links im Bild) bereitet gemeinsam mit Moritz Duge ein Treffen zur EU-Urheber*innenrechtsreform am 23.3. in der Landesgeschäftsstelle vor. Unterstützt werden die beiden dabei von der Grünen Jugend und vom Landesvorstand.  Linus sagt dazu:

„Die EU-Urheber*innenrechtsreform bringt, wenn auch der Anspruch eine gerechtere Vergütung für Urheber*innen bei Verbreitung im Internet zu ermöglichen, gut und richtig ist, unter anderem mit den Artikeln 11 und 13 schwerwiegende Änderungen mit sich, die das Internet in seiner Struktur nachhaltig zum Negativen verändern werden. Wir erkennen daher den beispiellosen europaweiten Protest an und rufen ebenfalls zu den europaweiten Demonstrationen am 23.03.2019 auf. Für Hamburg bieten wir dazu am 23.3. ab 11 Uhr in der Landesgeschäftsstelle die Möglichkeit, sich zu den kritischen Artikeln zu informieren und auszutauschen. Zudem besteht das Angebot, gemeinsam Materialien für die Demo zu gestalten und diese ab 13 Uhr zu besuchen. Wir freuen uns über reges Interesse und einen vielfältigen Diskurs über das Urheber*innenrecht mit euch.“