#FridaysForFuture – Greta Thunberg in Hamburg

Immer wieder Freitags demonstrieren auch in Hamburg Schülerinnen und Schüler für ihre und unsere Zukunft. Diesmal war Greta Thunberg da und insgesamt waren ca. 10.000 Menschen anwesend. „Niemand verbessert die Welt, indem er die Schule schwänzt“, meinte dazu Schulsenator Ties Rabe. Das ärgert Jim Martens von den GRÜNEN Eimsbüttel. Solche Äußerungen findet er „hochproblematisch“ und hält dagegen: „Es wird Zeit Ties Rabe und all den anderen realitsfernen Politiker*innen mal klarzumachen, dass es verdammt nochmal die Aufgabe der Politik ist den Handlungsrahmen vorzugeben und etwas gegen Klimawandel zu tun und die Verantwortung nicht diffus auf andere abzuschieben.“

Außerdem: „Diese Demos sind was Politikverständnis und Demokratieerfahrung angeht weitaus praktischer, als jede Stunde Theorie in der Schule. Denn bei den Demos geht es nicht um Noten und darum für andere Leistung zu erbringen bzw. weil es im Lehrplan steht, sondern um das eigene Leben. Daher sollten Schulen nicht nur Kinder dafür befreien dürfen, vielmehr sollte das von der Politik aktiv unterstützt werden.“

Im Interview mit der tagesschau sagt Jim dann auch, es sei „ein blödes Argument“ von den Schülern zu fordern, für Ihre Zukunft in die Schule zu gehen, „wenn die Zukunft gerade kaputt gemacht wird“. Mehr Infos für Mitglieder >

Hamburg feiert Loki Schmidt

Am Sonntag wäre Loki Schmidt 100 geworden, an ihrem Geburtstag gab es ihr zu Ehren im Botanischen Garten  eine Matinee, allerdings nur für geladene Gäste. Am 25. März errichtet die Deutsche Post im Museum für Hamburgische Geschichte ein Sonderpostamt, und es wird eine Sonderbriefmarke geben. Ab 30. August wird im  Museum die Ausstellung mit Loki in die Welt zu sehen sein. Einen Überblick über alle Veranstaltungen, vom Schulgarten-Wettbewerb bis zum Konzert, findet man online auf der Website der Helmut und Loki Schmidt Stiftung.

 

Offen für alle sind auf jeden Fall die 90 Loki-Schmidt-Beete, die vor 10 Jahren zu ihrem 90. Geburtstag bundesweit angelegt wurden von der Loki-Schmidt-Stiftung Naturschutz Hamburg. Eins davon findet sich auf der Streuobstwiese in der Berner Au, ich komm morgens beim Joggen oft daran vorbei. Hier schon mal ein kleiner Einblick aus den letzten beiden Jahren – ich kann es jedenfalls kaum erwarten,  dass Schwertlilien, Klee, Nelken, Glockenblumen, Gräser, Rainfarn aus ihrem Winterschlaf erwachen, und es wieder jeden Tag dort etwas Neues zu entdecken gibt!

 

Grüne Sprechstunde

Das Podiums-Team: Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink, Bürgerschaftsabgeordnete Christiane Blömeke, Frank Liedtke von der Barmer

Das Podium war mit der Bundestagsabgeordneten und gesundheitspolitischen Sprecherin Maria Klein-Schmeink, unserer Bürgerschaftsabgeordneten Christiane Blömeke und dem Landesgeschäftsführer der Barmer hochkarätig besetzt, die Ohlendorff’sche Villa bestens präpariert: Alle Tische waren zur Seite geräumt, die Stühle gruppierten sich im Halbkreis um unsere Wahlkampfstehtische, frische Blumen steckten in den mitgebrachten Vasen, im Empfangsraum lagen Flyer und Buttons aus und Wasser und Gläser standen bereit. Unser Vorstandsmitglied Alice Buxton hatte zur grünen Sprechstunde geladen und wollte gern in einer offenen Diskussionsrunde wichtige gesundheitspolitische Themen ansprechen wie z.B.: Was für eine Gesundheitsversorgung brauchen wir? Wofür steht grüneGesundheitspolitik – in Hamburg und im Bund? Was hilft uns eigentlich dabei, gesund zu bleiben? Und was hat das Präventionsgesetz bisher gebracht? Mit welchen Kompetenzen kommen die Patient*innen in das Gesundheitssystem und wie ist das System darauf eingestellt? Wie kann man Patient*innen in ihrer Gesundheitskompetenz stärken und die Professionellen besser für den Patientenkontakt schulen und ausrüsten? Wie können wir die Fachkräftegewinnung im Gesundheitsbereich stärken?

Vorstandsmitglied Alice Buxton, rechts, hatte zur Sprechstunde eingeladen und stellte zunächst die Podiumsteilnehmer*innen vor

Maria Klein-Schmeink erklärte gleich zu Beginn, dass Deutschland zwar weltweit an 5.Stelle mit den Ausgaben für unser Gesundheitssystem liegt – aber leider würde viel zu wenig bei den Menschen ankommen. Patienten würden sich im Dschungel der Möglichkeiten oft nur schwer zurecht finden. Ginge es einem richtig schlecht, brauche man meist Angehörige, die laut Forderungen stellten.

Unser System sei zu ärztelästig, Pflegekräfte würden zuwenig eingebunden. Das sei in Skandinavien ganz anders. Prävention und Reha, beides müsse vor der Pflege stehen. Das wäre auch viel preiswerter.

Christiane stellte fest, dass wir in Hamburg natürlich viel besser dastünden als Flächenländer. Im Prinzip sind wir als Region gesehen sogar überversorgt. Allerdings nur theoretisch, praktisch sähe das meist anders aus. Da gäbe es einen Aufnahmestopp bei Kinderärzten z.B. in Volksdorf. Oft verstehen die Patient*innen auch gar nicht, was die Ärzte sagen. Gut sei deshalb ein Modell wie der Gesundheitskiosk in Billstedt, wo medizinisch ausgebildetes Personal kostenlos berät und den wir für alle Stadtteile bräuchten, genauso wie Nachbarschaftsstrukturen. Und wichtig sei generell Prävention, z.B. die Fitnesss-Aktion „Mach mit, bleib fit“.

Flyer und Buttons lagen bereit zum Mitnehmen

Auch Frank Liedtke beklagte, dass man auf einen Facharzt meist 6 bis 12 Wochen warten müsse und in der Zwischenzeit keiner fragt, wie es einem geht. In seinen Augen dauert alles so lange, weil wir keine vernetzten Strukturen hätten, sondern jeder nur für seinen Sektor denken würde. „Ich brauche ein System, das vernetzt denkt und handelt. Wir werden die Kohle, die wir haben, oft gar nicht los.“ Für gute Konzepte sei Luft da. Maria hatte allerdings den Eindruck, dass man von guten Konzepten immer mehr wegkomme, dass alles im System zunehmend schlanker würde.

Das läge daran, so Liedtke, dass junge Leute mit 25 schauen müssten, wo finde ich eine gute Kasse, für die ich nicht so viel bezahlen muss. In dem Alter würde man Ärzte eben in der Regel noch nicht wirklich brauchen.

Die Diskussion wurde dann richtig lebendig, Linus Jünemann von der Grünen Jugend, der selbst im Pflegebereich arbeitet, hat zwar viel über Prävention gelernt, aber keine Zeit, das Gelernte anzuwenden. Andere kritisierten, dass der Pflegeberuf viel zu unattraktiv sei, und es gäbe nicht mal eine eigene Gewerkschaft, viele störten sich an der Privatisierung der Krankenhäuser.

Auch Christiane bedauerte, dass dem Senat und der Bürgerschaft nach dem Verkauf der Krankenhäuser durch den CDU-Senat im Jahr 2005 die Einflussmöglichkeiten auf die nunmehr privatisierten Krankenhäuser genommen wurde.  Erschwerend kommt hinzu, dass vor einigen Jahren auf Bundesebene sogenannte Fallpauschalen für Krankheitsbilder eingeführt wurden und dadurch die Behandlungen von Krankenhausführungen eher wirtschaftlich statt medizinisch gedacht werden.

So ist beispielsweise eine natürliche Geburt von 15 Stunden für Geburtshilfestationen viel aufwändiger und teurer als ein Kaiserschnitt. Die Folgen sind gestiegene Kaiserschnittraten.

Und stand knackiges Obst bereit

Maria ergänzte, dass die Verdichtung der Arbeit ständig zugenommen habe seit 10 Jahren, die Arzthonorare seien kontinuierlich angepasst worden, die Gehälter der Pflegeberufe dagegen nicht. Zur Zeit fehlten 5 Milliarden für Pflegekräfte. Krankenhäuser hätten lieber Ärzte als Pflegekräfte eingestellt, letztere fehlten jetzt. Da es zu einer Halbierung der Aufenthaltsdauer gekommen sei, seien die wenigen Pflegekräfte ständig gefordert, weil sie fast nur noch für sehr kranke Menschen zuständig seien.

Das Problem: Die ganze Situation geht zu Lasten der Alterspflege.

Nach zwei Stunden lebhaftesten Austausches waren sich alle einig: Es gibt noch so viel zu diskutieren, es hätte eigentlich eine Fortsetzung zum Thema geben müssen. Zumal heute Ferienanfang war und nur etwa 22 Gäste den Weg zur O-Villa gefunden hatten.

Deshalb schon mal ein kleiner Hinweis: Am Montag, den 8. April geht es auf dem Campus Uhlenhorst um die Diskussion von neuen Pflegekonzepten. Ein Vertreter des niederländischen ambulanten Pflege-Modells Buurtzorg (=Nachbarschaftshilfe) wird erzählen, was die Holländer besser machen und wie man das Konzept auch bei uns in Deutschland umsetzen kann. Nach dem Vorbild der Gemeindeschwestern gibt es dort einen Non-Profit-Pflegedienst mit einer modernen Struktur, die Kosten spart, auf Hierarchien verzichtet und mit dem alle Beteiligten höchst zufrieden sind. Veranstaltung von Grüne 60plus, 8.4., 17.30 mit anschließendem Come together für Fragen und Gespräche.

Wandsbek wird die Wahlen wuppen!

Beschlossen: Der Vorstand verlängert seine Amtszeit bis Ende August

Katharina Hahn (links) und Katja Rosenbohm sind das neue Team der Kreisgeschäftsgestelle

Über fünf Stunden hatte der Vorstand am Abend vor der Kreismitgliederversammlung (KMV) getagt. Und sich kurz vor Mitternacht dazu durchgerungen, auf der KMV am nächsten Tag vorzuschlagen, die Amtsperiode für fünf Monate zu verlängern (mehr dazu hier).

Um 14 Uhr ging es am Sonnabend dann im Café Tschai los. Unsere rasante Mitgliederentwicklung ist höchst erfreulich, bedeutet aber auch viel mehr Arbeit, mehr Sitzungen, mehr Organisation.

Wir brauchen deshalb Verstärkung in der Kreisgeschäftsgeschäftsstelle und haben Katharina Hahn zusätzlich und Katja Rosenbohm für Eckhard Heumeyer eingestellt, der zum Ende des Monats als Geschäftsführer bei uns aufhört. Außerdem wird uns Holger Gundlach im Wahlkampf unterstützen. Katja und Katharina sind seit ein paar Monaten bei den Grünen, Holger ist ein alter Hase, der schon im Vorstand gearbeitet hat und sich in der nächsten Zeit als „Blitzableiter für alles, was nicht klappt“ sieht. Sauber! Unser Ex Eckhard hat seine Unterstützung angeboten für eine reibungslose Übergabe, auch nach seiner offiziellen Zeit bei uns – da kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Harry von Borstel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender trug den Rechenschaftsbericht des Vorstands launig vor und wies darauf hin, dass zukünftig alle wichtigen Termine auf der Homepage stehen. Man kann sie sich sogar aufs Handy schicken lassen. Den Grünblitz mit Blog- und weiteren News haben inzwischen über 300 Mitglieder abonniert. Im Kerngebiet sind wir besonders stark gewachsen, aber auch in den anderen Stadtteilen gibt es jede Menge neue Mitglieder in allen Altersgruppen.

Harry von Borstel über Freuden und Qualen des Mitgliederzuwachses

Holger Gundlach sieht sich in der Geschäftsstelle als zukünftigen „Blitzableiter für alles, was nicht klappt“

Während lange Zeit die Walddörfer Stadtteilgruppe die einzig aktive Gruppe war, konnten wir nun im Kerngebiet, in Bramfeld und in Rahlstedt neue Gruppen gründen. Alle tagen am 3. Freitag im Monat. Für Poppenbüttel und Hummelsbüttel ist eine Gruppe in der Planung. Die ersten plakatierten Treffen fanden einen Tag nach dem Valentinstag statt, deshalb hatte Vorstandsmitglied Alice Buxton die Idee, sie Herzensthemen zu nennen. Kam gut an.

Unser Schatzmeister Adriaan von Haeften gab einen Überblick über die Ausgaben und die Einnahmen im letzten Jahr und die weitere Planung. Durch die gestiegene Mitgliederzahl haben wir erfreulicherweise mehr Geld zur Verfügung, das wir im Wahlkampf ausgeben können. Schließlich sind wir kein Sparverein, sondern wollen die grüne Idee voranbringen.

Als neue Rechnungsprüfer*innen wurden die beiden Neumitglieder und Finanzprofis Chrissie Jones und Ingo Schreep gewählt.

Die Verlängerung der Amtszeit des gesamten Vorstands wurde beschlossen bis 30.8.2019.

Am 8. und am 25. März werden die nächsten Kandidat*innentreffen stattfinden, also keine müden Ausreden, sondern kommt, damit wir alle geplanten Aktionen rechtzeitig planen und einleiten können. Vorstandsvorsitzende Maryam Blumenthal betonte, wie wichtig es sei, dass wir uns alle für die Plakate verantwortlich fühlen, die in den nächsten Wochen immer wieder mit Störern überklebt werden. Schäbige Plakate sind die ersten, die im Straßengraben landen.

Wir können die Plakate z.B. auch mit Einladungen zur Stadtteilgruppe überkleben. In Rahlstedt werden wir das auf jeden Fall machen und auf Rainder Steenblocks Impulsvortrag zu den Gefahren für die Demokratie durch neue Technologien (u.a. Künstliche Intelligenz) hinweisen sowie zum Stand der Dinge in Sachen S4.

Etwa 40 Mitglieder waren zur Kreismitgliederversammlung gekommen

Katharina Hahn, rechts am Tisch, übernahm zum ersten Mal die Protokollführung

In Rahlstedt hatten sich Bürger*innen mehr Sichtbarkeit der Grünen gewünscht, fühlten sich bei wichtigen Themen nicht unterstützt. Das werden wir versuchen, zu ändern. Harry wird an alle Stadtteilgruppen eine Störervorlage in MS Word verschicken, die wir selber ausdrucken und aufkleben können. Wir suchen auch generell noch nach weiteren Standorten, bittet meldet euch, wenn ihr Plakate an gut frequentierten Plätzen vermisst, in allen Stadtteilen.

Linus Jünemann, Mitglied der grünen Jugend und Bezirkswahlkandidat, erzählte, dass sich die Grüne Jugend tolle Aktionen überlegt hat, die die Stadtteilgruppen für 50 Euro buchen können.

Zum Schluss wurde noch der Wahlkampf-Koordinator gewählt: Wilhelm Bauch wird das Amt – wie schon 2015 – übernehmen. Jetzt brauchen wir dringend noch Wahlkämpfer*innen, die zusammen mit Wilhelm Zeit und Lust haben, richtig loszupowern.

Beschlüsse, die während der KMV diskutiert und abgestimmt wurden, wurden von Adriaan gleich aufgeschrieben und per Beamer an die Wand geworfen, sehr professionell.

Unser Bürgerschaftsabgeordneter Olaf Duge wies auf eine interessante Veranstaltung am Montag um 19 Uhr in der Landesgeschäftsstelle hin: zusammen mit unserer Landesvorsitzenden Anna Gallina wird er über das Thema: „Wie schaffen wir bezahlbaren Wohnraum“ sprechen (K1).

KMV im Café Tschai mit leckerem Kuchen und viel Kaffee und Tee

Und für alle Wahlkämpfer*innen und Kandidat*innen ein ganz wichtiger Termin: Am 5.4. kommt Karl-Heinz Karch zu uns, um über die besonders interessanten Wahlgebiete in unserem Bezirk, in denen wir neue Stimmen gewinnen können, zu sprechen.

 

8:0 nach Verlängerung

Sachen gibt’s: Da sieht es lange Zeit nach einer Hängepartie aus – und am Ende steht es 8:0 nach Verlängerung! So auch an diesem Wochenende bei den GRÜNEN Wandsbek. Wie alle zwei Wochen trafen wir uns am Freitagabend um 18 Uhr zur Vorstandssitzung in der Geschäftsstelle. Die Stimmung war dabei durchaus gemischt. Die Sorgenfalten auf vielen Gesichtern waren nicht zu übersehen – die Verantwortung für den Kreisverband drückte selten so schwer wie an diesem Abend, gerade zwei Nächte her.

Mehr Infos exclusiv für Mitglieder bei Discourse >

Kneipengespräch in Rahlstedt

Die ZEIT und die Körberstiftung hatten zu Kneipengesprächen eingeladen, insgesamt 36 sollen in Hamburg in den unterschiedlichsten Stadtteilen stattfinden, das dritte davon in Rahlstedt. Am 13.2. trafen sich deshalb 12 Rahlstedter*innen im Café Olé, um gemeinsam zu überlegen, wie man Hamburg besser machen kann – so das Motto. Themeninteressen waren vorher abgefragt worden, ich hatte mich für „Mobilität“ angemeldet,  Julia Chiandone für „Kultur“. Alle Gäste waren entsprechend nach Gruppen eingeteilt und saßen an Extra-Tischen.

Zu Anfang sollten wir Königin oder König spielen und sagen, was wir verändern würden, wenn wir die Macht dazu hätten. Meine Mobilitäts-Gruppe – obwohl aus Mitgliedern dreier verschiedener demokratischer Parteien zusammengesetzt – war sich schnell einig: Das Wichtigste ist die Durchmischung der Stadtteile. Keine Nobel-Gebiete, keine Schmuddel-Ecken, besonders abgehängte Stadtteile müssten so viel Geld zur eigenen Verfügung haben, dass sie tolle Stadtplanungskonzepte entwickeln könnten, um das eigene Viertel aufzuwerten. Das hat dann Auswirkung auf das soziale Miteinander, auch in den Schulen. Die Identifikation mit dem Umfeld wäre viel größer, die Sorge um den Stadtteil würde mitwachsen.

Aber auch beim Thema Radfahren waren wir einer Meinung: Mehr Protected Bikelanes, genug Platz für Fußgänger*innen und Räder, weniger Autos; z.B. auf der Wandsbeker Chaussee könnte man gut auf Fahrspuren verzichten und stattdessen auf einer Seite einen breiten Radstreifen anlegen mit Rad-Gegenverkehr.

Die, die sich nicht an Regeln halten, sollten stärker bestraft werden. Und wir brauchen sichere Räume, in denen man sich angstfrei bewegen kann.

Die angesetzten zwei Stunden reichten bei Weitem nicht für die intensiven Gespräche, die an allen Tischen geführt wurden und einige blieben auch noch länger.

Alle Ideen wurden protokolliert und gesammelt. In einem zweiten Schritt wird es neue Workshops geben mit den Leuten, die Lust haben, weiterzumachen.

Tolle Initiative. In einigen Stadtteilen ist das Interesse so groß, dass gar nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden können, die Aufnahmegrenze liegt bei 25. In Rahlstedt hatte es allerdings noch freie Plätze gegeben.

 

Gründungstreffen der neuen Stadtteilgruppe Rahlstedt

Die Rahstedter Stadtteilgruppe traf sich am 15.2. zum ersten Mal seit langer Zeit, diesmal im Clubraum des Café Olé in der Schweriner Straße.

 

12 Leute waren wir insgesamt und saßen fast drei Stunden zusammen – obwohl wir eigentlich beschlossen hatten, nach zwei Stunden aufzuhören.

Festgelegt haben wir, dass wir unsere Sitzungen in Zukunft zweiteilen wollen, wir beginnen mit einem allgemeinen politischen Teil, der von einem von uns vorbereitet wird. In der zweiten Stunde beschäftigen wir uns dann mit lokalen Themen. Da scheint es in Rahlstedt einen ziemlichen Gesprächsbedarf zu geben. Einige Rahlstedter*innen fühlen sich auch ein wenig im Stich gelassen von den Grünen, die man gar nicht wahrgenommen hatte im Stadtteil.

Unbedingt reden müssen wir z.B. über die S4, die Trassen-Alternativen und die Auswirkungen. Da gibt es offenbar auch bei den Schleswig-Holsteiner und Hamburger Grünen unterschiedliche Einschätzungen. Ein anderes wichtiges Thema ist z.B. die geplante Klärschlammverbrennungsanlage, die Schlamm aus ganz Norddeutschland aufnehmen will.

Die nächste Sitzung am 15.3. soll mit einer Einführung von Rainder zur Zukunft der Demokratie und Risikofaktoren von KI (Künstliche Intelligenz) bis Gentechnik beginnen.

Außerdem würden wir gern eine Veranstaltung machen zum Thema gesunde Ernährung und Gefahren durch Zucker.

Am 17.5. ist eine Radtour mit unserem grünen Verkehrsexperten der Hamburger Bürgerschaft, Martin Bill, geplant, die Route wollen wir gemeinsam festlegen. Über Vorschläge mit positiven und negativen Beispielen freuen wir uns.

Den Start für unsere Treffen haben wir um eine halbe Stunde nach hinten verlegt, damit auch berufstätige Mütter und Väter den Abend organisiert bekommen. Und wir suchen noch nach einem anderen Raum: im Clubraum vom Café Olé war es sehr kalt. Besser ist es oben im Restaurant – Rainder und Katja sehen sich nach weiteren Alternativen um. Wir sagen rechtzeitig Bescheid.

Auch drei weitere Stadtteilgruppen trafen sich zur gleichen Zeit mit neuen Mitgliedern und spannenden Gesprächen!

 

Grüne Herzensthemen

In den Walddörfern (siehe Foto), in Rahlstedt, in Bramfeld und im Wandsbeker Kerngebiet wurden die Stadtteilgruppen plakatiert

Am 15. Februar treffen sich gleich alle vier Stadtteilgruppen im Wandsbeker Bezirk, die Plakate sind jetzt überall zu sehen. Wir hoffen auf regen Zulauf, besonders auch von den neuen Mitgliedern, die noch einmal extra eingeladen wurden.

Die Rahlstedter Stadtteilgruppe trifft sich zum ersten Mal seit langer Zeit, im Café Olé, um 18 Uhr. Über künftige Termine werden wir bei der Gründungssitzung reden.

Wir wollen in den unterschiedlichen Stadtteilen über grüne Herzensthemen reden, die uns beschäftigen: Was ist gerade los in Hamburg? Wie können wir globale Themen in lokale Politik umsetzen?  Was kann jede*r von uns tun, um grüne Ideen voranzubringen? Wie kann ich mich aktiv einbringen? Wie können wir unseren Stadtteil schöner und grüner machen?

Alle Orte und Uhrzeiten findet ihr auf der grünen Wandsbeker Homepage unter Termine. Wir freuen uns auf euch!

Social Media – so geht’s!

Gelungenes Instagramposting der Polizei

Der Landesvorstand bietet super Workshops an, um die Kreisverbände auf die Bezirkswahlen vorzubereiten – zum Beispiel in Sachen Social Media.

Dabei erfahren wir viel Neues über Facebook (bei aller Kritik immer noch sehr relevant für uns), Instagram (jünger als Facebook mit Schwerpunkt: Gefühle, Gefühle…) und Twitter (erreicht Profis, z.B. Journalisten).

Ein Posting bekommt im Schnitt 1,5 Sekunden Aufmerksamkeit, d.h. Ansprache, Bild und Text müssen sitzen. Ganz wichtig: Teilt bitte gelungene Posts, damit sie mehr Reichweite bekommen.

Wir haben viel über Hatespeech und Shitstorms erfahren und werden zukünftig besser damit umgehen können.

Alle Kreisverbände haben sich zusammengetan und Geld und Energien gebündelt. Tolle Initiative!

Und es gibt noch mehr spannende Coachings für Aktive: Am 28.3. zum Europawahlkampf, am 5.4. zum Haustürwahlkampf, am 5.4. zum Straßenwahlkampf, am 13.4. zu Powertools!

Kreuzotter und Kranichbeere

Duvenstedter Brook – Brook ist plattdeutsch und bedeutet sumpfiges Wiesenland

Jeder hat vermutlich ein Bild vom Moor im Kopf: Nebelschwaden, dunkle Gewässer, unheimliche Wege oder sogar Moorleichen. Heute sind Moore für uns nicht mehr gefährlich – und sind ohnehin viel mehr als diese Vorstellungen. Vom Nieder- zum Hochmoor gibt es unterschiedlichste Ausprägungen und Lebensräume für eine Fülle seltener Pflanzen und Tiere, auch in Hamburg.

Moore entstehen durch einen konstanten Wasserüberschuss in der Landschaft. Unter diesen sauerstofffreien Bedingungen werden Pflanzen nicht vollständig abgebaut, und es bildet sich Torf. Die kontinuierlich und sehr langsam nach oben wachsende Torfschicht ist das Geheimnis der Moore und macht sie zu einem speziellen und faszinierenden Ökosystem. Circa 3,1 % der Gesamtfläche Hamburgs ist von Moorböden bedeckt. Entwässerung, Landwirtschaft, Siedlungsentwicklung und nicht zuletzt der industrielle Torfabbau haben die meisten Hamburger Moore zerstört. Aber es gibt noch welche! Fast überall in der Stadt können größere und kleinere Moorflächen entdeckt werden.
Kurzzeitig rückte der durch die Bundeswehr verursachte Moorbrand im Emsland die immense Bedeutung des Moorschutzes in Bezug auf den Klimaschutz in die Presse. Tatsächlich leisten intakte Moore für uns wichtige Dienste: Sie schützen nicht nur das Klima, sondern reinigen und speichern auch Wasser. Der Wasserüberschuss unserer Moore muss, allein für das Erreichen der Klimaschutzziele, oberstes Gebot sein, denn Moore binden auf gleicher Fläche bis zu sechsmal mehr CO2 als ein Wald. Die NABU-Aktiven setzen sich seit Jahrzehnten für den Schutz der Hamburger Moore ein und arbeiten dabei eng mit anderen Naturschutzverbänden sowie den zuständigen Behörden zusammen. Im Fokus der Arbeit steht der praktische Moorschutz in den Betreuungsgebieten. Mit der Moor-Aktionswoche soll nun auch in der Öffentlichkeit Verständnis und Begeisterung für diesen außerordentlichen Lebensraum geweckt werden. Die Vielzahl an Veranstaltungen in der Aktionswoche versprechen schöne Erlebnisse und viel Wissenswertes rund ums Moor.

Anlässlich des Welttags der Feuchtgebiete am 2. Februar bietet der NABU eine ganze Woche lang ein buntes Programm aus Führungen, Aktionstagen, Kinderangeboten sowie Vortrags- und Fachveranstaltungen an – alles zum Thema Moor und Moorschutz.

Am Mittwoch, den 6.2., 19-20.30 Uhr startet z.B. ein Bildervortrag: Die Moore der Walddörfer
Kreuzotter und Kranichbeere – Fauna und Flora unserer Moore. Im Wittmoor und im Duvenstedter Brook gibt es noch naturnahe Moorflächen. Der Bildervortrag stellt die typischen und seltenen Moorbewohner vor und erläutert Entstehung, Gefährdung und Schutz unserer Moore.
Referent: Jens-Peter Stödter (NABU Hamburg)
Ort: BrookHus, Duvenstedter Triftweg 140

Ein Überblick über alle Veranstaltungen findet sich hier – sie sind in der Regel kostenlos. Über eine Spende für die Moorschutz-Aktivitäten freut sich der NABU Hamburg.

Quelle: NABU Hamburg

Schülerfragen zur Bezirkswahl

Schokokekse kamen eindeutig besser an als Salzbrezeln

Die ersten Anfragen an die Kandidat*innen zur Bezirkswahl kommen rein. In der Geschäftsstelle waren am Dienstag z.B. vier Schüler*innen einer Wandsbeker 9. Klasse zu Besuch.

Die Klasse hatte sich aufgeteilt, eine Gruppe ging zur CDU gegenüber, die anderen verteilten sich auf die restlichen Parteien – bei der AFD war die Lehrerin dabei.

Es gab Brezeln und Kekse und Maryam Blumenthal und ich beantworteten abwechselnd die vorbereiteten Fragen: Wie lange seid ihr schon in der Partei, glaubt ihr, dass Trump wiedergewählt wird und wie findet ihr das? Wie sprecht ihr mehr Frauen an, was tut ihr gegen den Klimawandel?

Nach 45 Minuten waren alle Fragen beantwortet, die Schokokekse aufgegessen und die Gruppe machte sich wieder auf den Weg zurück in die Schule.

Richtig gut, dass das Thema Bezirkswahlen so aktiv aufgegriffen wird. Der Unterschied zwischen Bezirks- und Bundespolitik ist hoffentlich ein bisschen klarer geworden. Und wir wären gern dabei gewesen, wenn alle Infos im Klassenraum zusammengetragen und diskutiert wurden.

Vorstandssitzung mit spannenden grünen Daten

Die Vorstandssitzung war sehr gut besucht, mit vielen Gästen. Es gab viel zu beschließen: wieviele Plakate wollen wir für den Bezirkswahlkampf aufstellen, wer nimmt am Coaching teil, wie verfahren wir mit unserer Social Media Kampagne…

Alice Buxton und ich waren in der Wahlkampf-Kommission und hatten viel Input mitgebracht. Alice hatte eine Präsentation dazu vorbereitet.

Nach der Sitzung kam unser Landesschatzmeister Karl-Heinz Karch zu uns in die Geschäftsstelle und präsentierte über eine Stunde lang die Ergebnisse von vier spannenden Studien zur grünen Partei, die zwischen 2015 und 2018 erstellt worden waren. Er hatte sogar konkrete Zahlen zu Wandsbek dabei. Und hat uns angeboten, gemeinsam mit uns noch tiefer einzusteigen, wenn wir Interesse haben. Das sollten wir unbedingt wahrnehmen, ist alles sehr hilfreich für den beginnenden Wahlkampf!

Wie sicher ist Deutschland digital?

Aufrüttelnde Antworten auf diese Frage gab es von Konstantin von Notz, der uns am Mittwochabend in Wandsbek besucht hat. Konstantin ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag und innenpolitischer Sprecher mit dem Arbeitsschwerpunkt Datenschutz, der in seinen Augen dringend einer Modernisierung bedarf. Als Koordinator des Arbeitskreises III der grünen Bundestagsfraktion verantwortet Konstantin außerdem federführend unter anderem die Themenbereiche der Rechts- und Justizpolitik.

Das Sicherheits-Thema stieß auf jeden Fall auf großes Interesse in Wandsbek, etwa 40 Besucher*innen sind der Einladung des Wandsbeker Kreisvorstands gefolgt.

Da Konstantin seit 25 Jahren Mitglied der Grünen ist, hat er selbst erleben können, wie Netzpolitik vom Nischenthema zu einem Thema mit extrem hoher Relevanz wurde. Als Wendepunkt in der öffentlichen Beachtung nennt er die Enthüllungen von Edward Snowdon – auf den Punkt gebracht sei das im ARD-Sommerinterview mit Angela Merkel, das für sie ein besonders unangenehmes Interview war und dass man auf you tube noch finden könne.

Seit der Verwendung von Glasfaserkabeln, könnten Nachrichtendienste Emails, Filme, Finanzbankdatenströme in unglaublicher Menge einfach abschnorcheln. Was sie auch täten. Snowdon hätte damals den Vorhang beiseite gezogen. Damit wurde z.B. Unternehmen klar, dass es keine Betriebsgeheimnisse mehr gäbe.

Die Grünen sehen den Staat in der Pflicht, er hätte eine Schutzverantwortung, müsse aktiv eintreten. Bisher hätten grüne Sicherheitsforderungen jedoch kein Gehör gefunden.

2010 hätte sich die Regierung bei der Einführung des E-Postbriefs entscheiden können: soll es generell eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geben? Rechtsanwälte, Notare, Ärzte waren dafür, aber die Bundesregierung wollte die Verschlüsselung nicht. Der Post war es zu teuer, und Sicherheitsbehörden hätten nicht mehr mitlesen können.

Konstantin geht davon aus, dass das die schlimmste Fehlentscheidung war, das Verschlüsselungskonzept wäre sonst wohl ein Erfolgsmodell geworden, weltweit.

Dazu kam es aber nicht, und so haben wir immer noch Probleme z.B. mit der Gesundheitskarte – und haben inzwischen sogar einen Handel mit Sicherheitslücken! Auf dem Schwarzmarkt würden diese Lücken aufgekauft, um Leute zu überwachen und nicht um die Lücken zu schließen, daran sei niemand interessiert. Und das sei Wahnsinn: Um eine Handvoll Firmen oder Leute zu überwachen würden 80 Millionen ohne Sicherheit zurückgelassen. Bei der Stromversorgung, auf Finanzmärkten, Smart Home oder Haushaltsgeräten. In 5 Jahren hinge vermutlich unser Kühlschrank am Netz, so dass wir beim Einkaufen direkt checken könnten, was fehlt. Oder gleich nach dem Job von unterwegs bestellen könnten und REWE liefere ins Haus.

Daten seien für Unternehmen heute das Rohöl von früher. Deshalb bräuchten wir unbedingt Transparenz, das dürfe kein „nerdiges“ Thema mehr sein. Z.B. müsse man wissen: welche Rooter sind wirklich sicher? Es gäbe aber keinerlei Gütesiegel, keinen Wettbewerb diesbezüglich. Wir bräuchten eine funktionierende Grundverordnung.

Die Behauptung: „Die Leute sind selbst Schuld, wenn sie bei Facebook sind“, sei falsch. Es gibt Unternehmen, die bei Einstellungen sagten: „Wenn ich den Bewerber nicht auf Facebook finde, stelle ich ihn nicht ein. Ich brauche Leute, die sich präsentieren können.“ Und die Nicht-Mitgliedschaft bei Facebook sei letztendlich auch eine Information über einen Menschen.

Künstliche Intelligenz (KI) würde bei Bewerbungen längst eingesetzt.

In Berlin fand man es aus all diesen Gründen völlig unverständlich, dass Robert Habeck aus Twitter und Facebook ausgestiegen sei. Außerhalb Berlins würde man das durchaus differenzierter sehen.

Aber klar ist: Konstantin würde selbst niemanden einstellen, der kein Smartphone habe und einen pünktlichen Feierabend um 17 Uhr wolle. Das passe einfach nicht zu seinem politischen Arbeitsfeld.

Und er ist überzeugt, dass Digitalisierung unsere Gesellschaft  mehr verändern werde als die Industrialisierung. Entscheidend sei dabei, dass wir es schaffen, den Rechtsstaat mitzunehmen. Es gäbe inzwischen genügend Alternativmodelle zur Demokratie. In China z.B. sei man zwar unfrei, aber satt. Das sei ein entscheidendes Argument. Hinzu käme, dass Rechtstendenzen aktuell ja relativ en vogue seien.

Eine Frage sei deshalb: Wie gehen wir mit Staaten, wie Saudi Arabien, China, Russland um? In Konstantins Augen geht es allein um Werte – und die hingen nicht mit der Größe eines Landes zusammen. „Wir haben uns unsere individuelle Freiheit kaputt quatschen lassen.“ Das sollten wir nicht länger hinnehmen.

China erprobt längst ein Social Scoring System. D.h. mit Gesichtserkennung, Mobiltelefonüberwachung, Scannen von Bewegungsabläufen wisse man genau, wer gerade was wann wo mache. Die Trefferquote sei enorm. Dieses System wird zur Zeit in Testgebieten erprobt und soll dann ausgeweitet werden. Dann könne man Menschen, die z.B. älteren Damen über die Straße helfen, aufmerksam dem Unterricht folgen, nicht auf die Straße spucken, früh ins Bett gehen, um am nächsten Morgen ausgeschlafen zu sein, keine Widerworte ihrem Arbeitgeber gegenüber haben und ihre Eltern regelmäßig besuchen mehr soziale Punkte geben als anderen. Damit verbunden könnte dann sein, dass man einen besseren Job bekommt oder eine größere Wohnung etc. China-Korrespondent Kai Strittmatter hat mehrfach darüber berichtet. Orwell lässt grüßen!

Deshalb müssten wir Grünen jetzt für Freiheit und Werte kämpfen. Er diskutiere oft mit Grünen, für die der Klimawandel das entscheidende Thema zur Zeit ist. „Wenn wir aber den Kampf um unsere Werte verlieren, können wir nicht mal mehr auf die Straße gehen, um gegen den Klimawandel zu protestieren!“

Eine Frage sei z.B. ob wir chinesische Firmen beim Ausbau des neuen Mobilfunknetzes 5G zulassen sollten.

Und wir müssten auf den Datenschutz achten. Das häufigste Passwort in Deutschland sei z.B. 1234. Es könne nicht sein, dass Unternehmen solche Passwörter akzeptierten. Der Staat hätte die Verantwortung dafür, dass Regeln eingehalten würden. Kosten seien kein Argument. Ein Airbag sei auch teuer, trotzdem müssen Hersteller ihn verpflichtend einbauen. Das Regelungsbedürfnis des Staates fehle aber im digitalen Bereich, das müsse sich ändern.

Wir hätten längst eine digitale Kriegsführung. Bevor es zu großen digitalen Kriegen käme, müssten wir viel besser aufgestellt sein. Wir bauen coole Maschinen, die weltweit gekauft würden, weil sie zwar nicht die günstigsten, aber einfach gut seien. Das müssten wir auch bei der Digitalisierung erreichen. Für guten Datenschutz gäbe es einen guten Markt. Heute müsse man keine Bomben mehr auf ein E-Werk abwerfen, man könne es hacken.

Guter Vortrag, spannende Diskussion, viele Denkanstöße, souveräne Gesprächsleitung von Rainder Steenblock, leckeres Catering von Eckhard Heumeyer mit Obst, Kaffee und Keksen. Sehr gute Veranstaltung!

Neumitgliedertreffen

Brechend voll ist unser Konferenzraum, die Falttür zum K2 ist geöffnet, überall sitzen Menschen, die seit kurzem Mitglied bei den Grünen sind. Wie praktisch, dass man den ovalen Konferenztisch zu kleineren Tischen umbauen kann. Anna Gallina und Miriam Block vom Landesvorstand (LaVo) übernehmen Begrüßung und Einleitung, dann geht es gleich in die Unter-Gruppen: in einer wird erzählt, was der LaVo macht, in anderen, wie Grüne Alte – die jetzt Grüne 60plus heißen – und Grüne Jugend arbeiten, was Kreisverband und Kreisvorstand bedeuten und wie die Landesarbeitsgemeinschaften (LAG) aufgebaut sind. In jeder Gruppe werden reichlich Fragen gestellt: wieviel Arbeit investiert ihr, was kann man tun, wenn man nicht regelmäßig Zeit hat, welches Thema liegt euch am Herzen, sucht ihr auch den Kontakt mit Menschen, die bisher nicht grün wählen… An jedem Tisch sitzen etwa 20 Neumitglieder, viele wollen sich gern engagieren.

Ein Pfleger ist dabei, der sich freut, dass die Grünen 60plus eine Veranstaltung zum Thema Pflege durchführen wollen. Obwohl er noch keine 60 ist, will er unbedingt zu einem der nächsten Treffen kommen. Eine Wandsbekerin möchte in den Aktivenverteiler aufgenommen werden.

Adressen werden ausgetauscht, auch nach dem offiziellen Ende des Treffens nach zwei Stunden wird noch in kleinen Grüppchen geredet. Eine tolle Energie, die mitreißt und motiviert.

Besuch der Gedenkstätte Neuengamme

Steine kennzeichnen die Barackenstandorte im ehemaligen Häftlingslager. Foto: Michael Kottmeier, 2005. (ANg 2014-479)

Die Bezirksversammlung Wandsbek lädt zu einer öffentlichen Veranstaltung am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ein.

Gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern wird die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Jean- Dolidier-Weg 75, 21039 Hamburg am 27. Januar 2019 um 12 Uhr besichtigt.

Als zusätzlichen Service bietet die Bezirksversammlung an, gemeinsam per Bus anzureisen. Der Treffpunkt hierfür ist spätestens um 11 Uhr an der Bus-Haltespur am Wandsbeker Markt (Puvogelgarten), direkt gegenüber der Christuskirche. Anmeldungen für die Besichtigung sowie die Anreise nimmt die Geschäftsstelle der Bezirksversammlung bis 18. Januar 2019, montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 040 428 81 3611 entgegen.

Die dreistündige Besichtigung findet hauptsächlich in den Ausstellungsgebäuden beim Haupteingang der KZ-Gedenkstätte Neuengamme statt. Es wird je nach Witterung zusätzlich die Möglichkeit geben, auch über das freie Gelände geführt zu werden. Hierfür sollte warme Kleidung und festes Schuhwerk eingeplant werden. Natürlich ist es ebenfalls möglich, auf eine Geländeführung zu verzichten. Im Anschluss an die Besichtigung findet eine Kranzniederlegung statt und ein kleiner Imbiss wird angeboten.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, teilzunehmen.  Bis spätestens 18. Januar 2019 sollte eine entsprechende Rückmeldung gegeben werden.

Im Südosten von Hamburg befand sich von 1938 bis 1945 das größte Konzentrationslager Nordwest- deutschlands, das KZ Neuengamme. Mehr als 100.000 Häftlinge aus ganz Europa waren im Hauptlager und den 86 Außenlagern inhaftiert. Insgesamt starben im Neuengammer Lagerkomplex mindestens 42.900 Menschen.

Seit Oktober 1981 informiert die KZ-Gedenkstätte Neuengamme am historischen Ort in verschiedenen Ausstellungen über die Geschichte des Lagers. Im Mai 2005 wurde die Gedenkstätte in erweiterter Form als Ausstellungs-, Begegnungs- und Studienzentrum wiedereröffnet.

Quelle: Bezirksamt Wandsbek Pressestelle