Wie gelingt die Wärmewende in Wandsbek?

Die Stadt Hamburg hat sich verpflichtet, bis 2045 CO2-neutral zu sein. Einen wichtigen Teil hierzu leistet die Wärmeversorgung von Gebäuden. Mit dem Inkrafttreten des Wärmeplanungsgesetzes (WPG) zum 01. Januar 2024 wurde Hamburg verpflichtet, bis spätestens Mitte 2026 eine Wärmeplanung vorzulegen. Bereits weit früher als vom WPG vorgeschrieben hat Hamburg sich auf den Weg gemacht, eine Wärmeplanung zu erarbeiten. Somit liegt seit Februar bereits eine erst Potentialkarte vor. Vielen wurde hier die Dringlichkeit nun deutlich: Lohnt sich eine Wärmepumpe energetisch und wie funktioniert diese überhaupt? Kann mein Haus an das Fernwärmenetz angeschlossen werden? Werde ich mit den Kosten allein gelassen?

Diese und andere Fragen zum Anlass nehmend haben wir in den letzten neun Monaten unsere Veranstaltungsreihe „Wie gelingt die Wärmewende in Wandsbek?“ in den Regionalbereichen durchgeführt. Die durchwegs gut besuchten Veranstaltungen ermöglichten einen regen Austausch zu den Möglichkeiten der Wärmewende hier bei uns im Bezirk. So konnte zum Beispiel auf unserer letzten Veranstaltung in Rahlstedt anhand der erst kürzlich veröffentlichten Wärmenetzeignungskarte herausgearbeitet werden, dass ein Anschluss an eines der bestehenden Fernwärmenetze vorwiegend in den dicht besiedelten Gebieten der Stadt mit vielen Mehrfamilienhäusern möglich ist. In den äußeren Stadtteilen mit ihren vielen Einfamilienhausgebieten wird ein Anschluss an das Fernwärmenetz eher nicht realisiert werden können. Auch für die anschließenden Fragen nach den hier notwendigen individuellen Lösungs- und Fördermöglichkeiten gab es ausreichend Raum und Zeit. 

Die Bezirksabgeordneten Katja Rosenbohm und Jan-Hendrik Blumenthal während der Veranstaltung am 07.03. in Rahlstedt.
Die Bezirksabgeordneten Katja Rosenbohm und Jan-Hendrik Blumenthal während der Veranstaltung am 07.03. in Rahlstedt.

Hintergrund

Weitere Informationen zur Hamburger Wärmeplanung finden Sie auf hamburg.de/kommunale-waermeplanung. Anhand der Wärmenetzeignungskarte (https://www.hamburg.de/energiewende/waermekataster/) können Gebäudeigentümer*innen herausfinden, ob es möglich ist, zukünftig an eines der bestehenden Fernwärmenetze angeschlossen zu werden. 

Weiterhin steht unter der Telefonnummer 040 24832 255 eine Hotline für Fragen zur Wärmeplanung der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft bereit. Hier können sich Eigentümer*innen darüber informieren welche Optionen zur Wärmeversorgung ihrer Gebäude zur Verfügung stehen. Grundsätzlich gilt, dass in dicht besiedelten Stadtteilen die Versorgung durch Wärmenetze ermöglicht werden soll, während in Reihen- und Einfamilienhaussiedlungen eher gebäudenahe Wärmeversorgungsoptionen, beispielsweise Wärmepumpe oder Pelletkessel, geeignet sind.