Rahlstedt

Für einen gesunden Mix aus Leben, Arbeiten und Natur

Julia Chiandone findet man in der Natur, beim Kochen für Freunde und Familie, bei Kultur- und Sportveranstaltungen und auch in der Kirche – und nicht selten mit der Nase in einem Buch oder in einen Klönschnack vertieft über dies und das, aber immer auch über eines: Die Gestaltung unseres Europas! Jetzt kandidiert Julia in Rahlstedt-Süd für die Bezirksversammlung. Sie will im Bezirk Wandsbek und speziell in Rahlstedt mehr Räume für Begegnungen schaffen und so gute Kontakte im Quartier ermöglichen, dabei die Aufwertung von vorhandenen Grünflächen vorantreiben und schöne und moderne Sport- und Spielplätze ausbauen.

Mehr Infos >

#bvwahl2019: Zu viel Plastik und neues zum grünen Grundsatzprogramm

Was können wir tun gegen zu viel Plastik? Die Stadtteilgruppe Rahlstedt diskutiert

Mein Impulsvortrag mit Beamer und Leinwand – ein Glück, alle Anschlüsse haben gepasst!

Gründonnerstag bei schönstem Osterwetter, 18.30 Uhr und wir wollen heute in der Rahlstedter Stadtteilgruppe über Plastik und Plogging (Plastikmüllsammeln beim Laufen) reden. Das Thema war in ganz Rahlstedt plakatiert, aber ob so kurz vor Ostern jemand kommt? Oh ja,  unser Tisch im Café Olé ist tatsächlich wieder voll besetzt, das Interesse groß. Ich hab gerade für eine Zeitschrift zwei große Geschichten über Plastik gemacht und erzähle von meinen Recherche-Ergebnissen.

Die Deutschen sind Weltmeister im Wegwerfen, etwa 220 Kilo Verpackungen wirft jede*r im Schnitt im Laufe eines Jahres auf den Müll, knapp ein Vierteil davon aus Plastik. Und nur jede 2. wird recycelt. Oft sind Shampooflaschen oder Käseverpackungen Plastikgemische, recyceln lassen sich aber nur reine Sorten. Die Müllmenge wächst weiter durch Versandhandel und Einmalportionen. Papiertüten, Aludosen oder auch Glasflaschen sind keine Alternativen, da ihre Ökobilanz in der Regel noch schlechter als beim Plastik ausfällt. Auch sogenanntes Bio-Plastik ist nicht besser, der NABU spricht sogar von Verbrauchertäuschung.

Beach-Clean-Up in Hongkong, das meiste Plastik im Meer kommt aus China

Über Flüsse gelangt Plastik ins Meer, schlimm besonders dort, wo es keine funktionierende Müllabfuhr gibt, wie z.B. an vielen Orten in Asien.

Aber auch bei uns gibt es reichlich vermüllte Plätze, auf denen wir nun in Rahlstedt Plastik einsammeln wollen. Das erste Treffen zum Mülljoggen findet am Freitag, den 26.April statt, Treffpunkt Mecklenburger Straße am Rahlstedt Center. Wer mitmachen will, kann einfach vorbeikommen, Müllsäcke und Handschuhe haben wir dabei. Über weitere Sammelvorschläge für Meiendorf und Oldenfelde freu ich mich!

Mathias (Mitte) berichtet vom Grundkonvent in Berlin, Tanja will über sogenannte schwärmende Märkte bloggen – ein Konzept für Meiendorf?

Joschka und Johanna werden sich weiter um das Thema gesundes Essen kümmern, vielleicht können wir im Juli oder August darüber reden.

Anschließend berichtete Mathias vom grünen Berliner Grundkonvent und einem spannenden neuen Format, Open Space, bei dem sich alle 600 Grüne, die dabei waren, mit Ideen und Vorschlägen einbringen konnten! Den Zwischenbericht zum Grundsatzprogramm findet ihr hier.

Das von mir als Mitglied im KV-Wandsbek eingereichte Begehren zum Grundsatzprogramm für eine neue Bewertung von Arbeit ist übrigens eingeflossen. Danke noch einmal für eure Unterstützung, 50 Unterschriften waren notwendig. Aus Berlin kam folgende Antwort:

„Vielen Dank für euer Begehren und für den Input für die Diskussion um einen modernen Arbeitsbegriff. Ihr habt Recht, das Bild von Arbeit hat sich gewandelt. Wir haben intensiv in zwei Impulsgruppen diskutiert, wie ein moderner Arbeitsbegriff aussieht, der nicht nur die klassische Lohnarbeit mit einbezieht und Freiheit vom traditionellen Bild der lebenslangen Erwerbsarbeit ermöglicht. Gleichzeitig wirkt Arbeit integrierend und
sinnstiftend. Das wollen wir nicht aufgeben. Deshalb diskutieren wir im Grundsatzprogramm,
wie wir Unterbrechungen der Lohnarbeit oder gesellschaftlich sinnvolle Tätigkeiten, wie das
Ehrenamt anerkennen, Bildungsphasen auch während eines Berufsleben ermöglichen und für einen
neuen Arbeitsbegriff einbeziehen können. Wir wollen weg vom klassischen Modell. Dazu gehört auch Arbeitszeitreduzierung und die Entwicklung von mehr Möglichkeiten das ganze Leben etwas dazuzulernen. Deshalb freuen wir uns sehr über eure Vorschläge…“

Schöner erster Schritt für das neue Programm! Und ein gelungener Abend in Rahlstedt!

 

Kneipengespräch in Rahlstedt

Die ZEIT und die Körberstiftung hatten zu Kneipengesprächen eingeladen, insgesamt 36 sollen in Hamburg in den unterschiedlichsten Stadtteilen stattfinden, das dritte davon in Rahlstedt. Am 13.2. trafen sich deshalb 12 Rahlstedter*innen im Café Olé, um gemeinsam zu überlegen, wie man Hamburg besser machen kann – so das Motto. Themeninteressen waren vorher abgefragt worden, ich hatte mich für „Mobilität“ angemeldet,  Julia Chiandone für „Kultur“. Alle Gäste waren entsprechend nach Gruppen eingeteilt und saßen an Extra-Tischen.

Zu Anfang sollten wir Königin oder König spielen und sagen, was wir verändern würden, wenn wir die Macht dazu hätten. Meine Mobilitäts-Gruppe – obwohl aus Mitgliedern dreier verschiedener demokratischer Parteien zusammengesetzt – war sich schnell einig: Das Wichtigste ist die Durchmischung der Stadtteile. Keine Nobel-Gebiete, keine Schmuddel-Ecken, besonders abgehängte Stadtteile müssten so viel Geld zur eigenen Verfügung haben, dass sie tolle Stadtplanungskonzepte entwickeln könnten, um das eigene Viertel aufzuwerten. Das hat dann Auswirkung auf das soziale Miteinander, auch in den Schulen. Die Identifikation mit dem Umfeld wäre viel größer, die Sorge um den Stadtteil würde mitwachsen.

Aber auch beim Thema Radfahren waren wir einer Meinung: Mehr Protected Bikelanes, genug Platz für Fußgänger*innen und Räder, weniger Autos; z.B. auf der Wandsbeker Chaussee könnte man gut auf Fahrspuren verzichten und stattdessen auf einer Seite einen breiten Radstreifen anlegen mit Rad-Gegenverkehr.

Die, die sich nicht an Regeln halten, sollten stärker bestraft werden. Und wir brauchen sichere Räume, in denen man sich angstfrei bewegen kann.

Die angesetzten zwei Stunden reichten bei Weitem nicht für die intensiven Gespräche, die an allen Tischen geführt wurden und einige blieben auch noch länger.

Alle Ideen wurden protokolliert und gesammelt. In einem zweiten Schritt wird es neue Workshops geben mit den Leuten, die Lust haben, weiterzumachen.

Tolle Initiative. In einigen Stadtteilen ist das Interesse so groß, dass gar nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden können, die Aufnahmegrenze liegt bei 25. In Rahlstedt hatte es allerdings noch freie Plätze gegeben.