Die Wandsbek-Koalition setzt sich für die sinnvolle Entsiegelung öffentlicher Flächen im Bezirk ein. Entsiegelte Flächen wirken sogenannten Hitzeinseln entgegen und lassen Regenwasser besser versickern und bereiten so den Bezirk auf die Folgen des Klimawandels vor. Das Projekt „Partnerschaftlich abpflastern“ des BUND stellt hier eine sinnvolle Verbindung zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft her. Der Bezirk identifiziert geeignete Flächen, der BUND übernimmt die anfallende Entsiegelungsarbeit und der Bauhof den Materialtransport. Im Juni 2026 wurde bereits ein entsprechendes Pilotprojekt im Bezirk Eimsbüttel erfolgreich durchgeführt. Der BUND signalisierte schon die Bereitschaft, auch in Wandsbek solch ein mögliches Projekt umsetzen zu können.
Hierfür wird das Bezirksamt gebeten, gemeinsam mit dem BUND die Voraussetzungen für eine mögliche Umsetzung des Projekts „Partnerschaftlich abpflastern“ in Wandsbek zu prüfen. Insbesondere sollen fachlich sinnvolle Flächen unter Berücksichtigung von Aspekten wie Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit identifiziert werden. Auf dieser Grundlage soll eine mögliche erste Maßnahme gemeinsam mit dem BUND umgesetzt werden. Anschließend soll über die Ergebnisse der Prüfung und der erfolgten Maßnahme im Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz berichtet werden.
„Besonders in der jetzigen schwierigen Haushaltslage muss die Verwaltung sinnvoll entlastet werden. Mit dem Projekt Partnerschaftlich abpflastern können wir solchen Synergieeffekte nutzen. Wir freuen uns, unseren Bezirk zusammen mit dem BUND weiter an die Folgen des Klimawandels anzupassen und weitere Flächen in unserem Bezirk zu entsiegeln. Denn auch hier gilt: Unnötig versiegelte Flächen müssen konsequent entsiegelt werden.”

Katja Rosenbohm
Fraktionsvorsitzende der Grünen Fraktion
Hintergrund
Die Wandsbek-Koalition ist auf dem Weg, den Bezirk Wandsbek an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen. Immer wieder auftretende Starkregen- und Hochwasserereignisse verdeutlichen die Notwendigkeit, möglichst viele bereits versiegelte Flächen zu entsiegeln. Die Umsetzung von solchen Entsiegelungsprojekten gestaltet sich in der momentanen Haushaltslage jedoch schwierig.
Mit dem Projekt „Partnerschaftlich abpflastern“ bietet der BUND Hamburg im Rahmen der Initiative „Hamburg Abpflastern“ hier eine unkomplizierte und kostengünstige Lösung an. Im Juni 2026 wurde das Konzept erstmals im Bezirk Eimsbüttel am Wiesingerweg erfolgreich erprobt. Dort hatte eine Platane aufgrund ihrer zu kleinen Baumscheibe mit Wassermangel zu kämpfen, während ihre Wurzeln bereits Gehwegplatten anhoben und damit Stolperfallen verursachten.
Bei der gemeinsamen Aktion stellte der Bezirk die Fläche bereit, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des BUND entfernten die Pflastersteine und brachten wasserdurchlässiges Granulat auf, während der Bauhof den Materialtransport übernahm. Die gesamte Maßnahme wurde innerhalb von nur zwölf Tagen vom Ortstermin bis zur Abholung der Pflastersteine umgesetzt. Der personelle und finanzielle Aufwand für das Bezirksamt blieb dabei überschaubar.
Dieses erfolgreiche Modell soll nun auch für Wandsbek geprüft werden.
