Zugang zu E-Ladesäulen vereinfachen – Pilotprojekt für Wandsbek

Hamburg hat sich ambitionierte Klimaziele gesetzt, um die zu erreichen, spielen der Ausbau der E-Mobilität und die verstärkte Nutzung von Car-Sharing-Angeboten eine wichtige Rolle. Bis 2027 soll die Zahl der Ladesäulen mehr als verdoppelt werden und auf 7000 ausgebaut werden. Doch der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist nur eine Facette, es passiert häufig, dass die Lade-Parkplätze von Verbrennungsfahrzeugen blockiert werden. Hier möchte die Wandsbek-Koalition jetzt Abhilfe schaffen, indem Möglichkeiten geprüft werden, die Parkplätze an den Ladesäulen zu überwachen.

Die Parkplätze könnten mithilfe schon vorhandener Bodensensoren, die mit den Informationen, ob die Ladesäule gerade benutzt wird, gekoppelt werden, gut überwacht werden. Dazu hat es in Berlin einen Pilotversuch[1] gegeben, der gezeigt hat, dass sich das Verfahren bewährt. Ein solcher Pilotversuch könnte nach dem Wunsch der Wandsbek-Koalition nach einer eingehenden Prüfung auch für Wandsbek eingerichtet werden.

Weiterhin könnte für die Fahrzeuge der Car-Sharing-Anbieter, die noch mit Verbrennungsmotor betrieben werden, durch eine Softwareanpassung verhindert werden, dass diese Fahrzeuge an Ladesäulen geparkt werden. Hier könnte ein ähnliches Verfahren wie das für das Abstellen von E-Scootern bewährte Vorgehen gewählt werden.

„Moderne Verkehrspolitik heißt nicht, immer neue Flächen zu schaffen, sondern vorhandene intelligent zu nutzen. Das heißt: E-Ladesäulen müssen auch für Elektrofahrzeuge nutzbar sein. Dies ist momentan nicht immer möglich. Wir wollen prüfen lassen, wie dies am besten umzusetzen ist. Denn: Jede blockierte Ladesäule blockiert auch die Mobilitätswende.”

Conny Poltersdorf

Conny Poltersdorf

Mitglied der Grünen Fraktion

Der Antrag