Informationen, Mitmachen und neue Patenschaften rund um Wandsbeker Entwässerungsgräben

Am vergangenen Freitag war das Team aus dem Bereich Management des Öffentlichen Raumes des Bezirksamtes mit Infostand und Spaten am Graben in der Straße „Am Knill“. Mit dieser reich an Informationen und Mitmach-Aktionen ausgestatteten Veranstaltung hat das Wandsbeker Bezirksamt den in der Bezirksversammlung beschlossenen Antrag der Wandsbek-Koalition, die Wassergräben in den Blickpunkt der Bevölkerung zu stellen, umgesetzt. Das Angebot, rund um den Wassergraben vor der Tür an das Fachteam aus dem Bezirksamt Fragen zu stellen, wurde von der Nachbarschaft intensiv angenommen. Soll man selbst mähen? Nein, zweimal im Jahr erfolgt dies durch das Bezirksamt und das reicht in der Regel, denn auch kleine Grünflächen mit lebendiger Artenvielfalt verbessern das Klima in der Stadt. Bei über 180 Kilometer Wassergräben-Länge im Bezirk kommt da einiges zusammen. 

Auch ein oft gefragtes Thema: Was tun, wenn Sträucher in den Graben wachsen? Dazu gab es nicht nur gute Tipps, sondern auch einen Spaten in die Hand: Es gibt „Gestrüpp“ rund um die Gräben, aber auch anderswo, das in unseren Breitengraden unerwünscht ist und eliminiert werden muss, beispielsweise der Japanische Knöterich. Die eingewanderte Staude breitet sich über Rhizome unterirdisch aus, und alle einheimischen Pflanzen unter diesem Knöterich sterben ab. Dagegen sollten kleinere heimische Sträucher, die attraktiv für Vögel und Insekten sind, erhalten bleiben, solange sie die Aufgabe der Wassergräben nicht behindern. Dabei sind diese Gräben nicht nur zur Entwässerung wertvoll, wie Annette Glowania von der Abteilung Stadtgrün, Naturschutz und Wasser berichtete: Wenn dort eine Zeitlang Wasser steht, sickert es hinunter ins Grundwasser und füllt es auf. 

Für alle, die mehr wissen und vor allem gezielt mithelfen wollen, die Gräben intakt zu halten und sachgerecht zu pflegen, hatte das Bezirksamt eine Neuerung mitgebracht: Ab jetzt gibt es neben der seit 40 Jahren erfolgreichen „Bachpatenschaft“ auch eine „Wassergräben-Patenschaft“. Im Austausch mit der Fachabteilung des Bezirksamtes bekommt man Hinweise und Empfehlungen zum Einsatz vor Ort. 

Ein schönes Informationsfaltblatt ist, ebenfalls basierend auf den Antrag der Wandsbek-Koalition, bereits seit Frühjahr 2026 online (hier: https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/bezirke/wandsbek/themen/umwelt-natur-und-klimaschutz/strassen-und-entwaesserungsgraeben-faltblatt-1175344). Wer sich für eine Wassergraben-Partnerschaft interessiert, wendet sich bitte schriftlich an: mr@wandsbek.hamburg.de.

„Entwässerungsgräben leisten einen wichtigen Beitrag zur Anpassung unseres Bezirks an die Folgen des Klimawandels, wie z.B. Starkregen und Hitzeperioden. Das können die Gräben allerdings nur, wenn sie gesund sind und richtig funktionieren. Auf dem Aktionsnachmittag des Bezirksamts Wandsbek konnten Interessierte die Bedeutung unserer Wassergräben hautnah erleben. Es freut mich besonders, dass hieraus bereits erste Wassergräben-Patenschaften vereinbart wurden. Ein ganz großes Dankeschön an das Bezirksamt für diese gelungene Veranstaltung.”

Katja Rosenbohm, Spitzenkandidatin

Katja Rosenbohm

Fraktionsvorsitzende der Grünen Fraktion