Die Wandsbek-Koalition (SPD/Grüne/FDP) hat in der Sitzung des Ausschusses für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz am 05. Mai die diesjährigen NaturCent-Projekte beschlossen. Damit werden wichtige Projekte zur Förderung der Grün- und Lebensqualität umgesetzt. Mit der Umsetzung ist ab dem Beginn der Pflanzperiode im Herbst diesen Jahres zu rechnen.
Im Bezirk sind in fünf Grünanlagen in den Stadtteilen Bramfeld, Eilbek, Steilshoop, Rahlstedt und Wandsbek naturnahe Staudenflächen geplant. Durch die Auswahl der heimischen, spätblühenden Arten entsteht ein Paradies für Insekten und Kleintiere. Gleichzeitig wird die biologische Vielfalt gefördert und die Aufenthaltsqualität der Grünanlagen deutlich gesteigert.
In Wohldorf-Ohlstedt soll auf einer Fläche von etwa 5.000m² eine Streuobstwiese entstehen. In dem artenreichen Lebensraum finden Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge ideale Lebensbedingungen vor. Die Biodiversität wird auch durch die Pflanzung alter, regionaler Obstsorten gestärkt. Die Aufenthaltsqualität wird unter anderem durch naturnahe Spiel- und Sitzbereiche gesteigert.
Der See in einer Grünanlage an der Schöneberger Straße in Rahlstedt soll nachhaltig an ökologischer Qualität gewinnen und so wichtige Lebensräume für heimische Tier- und Pflanzenarten schaffen. Hierfür sollen die Bestände der sich stark ausbreitenden armenischen Brombeere außerhalb der Brutzeit entfernt werden und naturnah, arten- und strukturreich überpflanzt werden.
„Aus einfachen Grünflächen sollen wieder dringend benötigte Lebensräume für heimische Tier- und Pflanzenarten entstehen. Mit heimischen Pflanzen, einer neuen Streuobstwiese und der ökologischen Aufwertung bestehender Anlagen schaffen wir konkrete Verbesserungen für Artenvielfalt und Klima direkt im Bezirk Wandsbek. Das ist kein Symbolprojekt, sondern sichtbar wirksamer Naturschutz im Alltag der Menschen.”

Katja Rosenbohm
Fraktionsvorsitzende der Grünen Fraktion
Hintergrund
Beim NaturCent handelt es sich um ein bundesweit einmaliges, von der FHH finanziertes Sonderprojekt. Das Projekt ist eine Art ökologischer Finanzausgleich: Nach Bebauung einer bisherigen Freifläche fließen Finanzmittel als Ausgleich für den Grünflächenverlust in das Sondervermögen „Naturschutz und Landschaftspflege“, aus welchem die Bezirke Geld für geplante Projekte beantragen können. Es setzt es sich zum Ziel, die Grün- und Lebensqualität in einer wachsenden Stadt zu erhalten und zu verbessern. In Wandsbek werden mögliche Vorschläge in den Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz eingebracht und dort beschlossen. Über die Förderung möglicher Maßnahmen aus Mitteln des NaturCents entscheidet letztlich die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA).
