Die Wandsbek-Koalition (SPD/Grüne/FDP) hat im Ausschuss für Klima-, Umwelt- und Verbraucherschutz der Bezirksversammlung Wandsbek am 17. Februar zentrale Maßnahmen des Arbeitsprogramms Wasserwirtschaft 2026/2027 beschlossen. Damit werden in den nächsten beiden Jahre konkrete Maßnahmen zur ökologischen Entwicklung der Gewässer, zur Verkehrssicherung sowie zur Klimaanpassung im Bezirk umgesetzt.
Die laufenden Maßnahmen der Gewässerbewirtschaftung leisten einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Stabilisierung und zur sicheren Unterhaltung der Gewässer im Bezirk. Das zuständige Fachamt im Bezirksamt Wandsbek setzt dabei auf kontinuierliche Pflege, ökologische Aufwertung und gezielte Schutzmaßnahmen.
Die Baumkontrollen an Bezirksgewässern und -wegen dienen in erster Linie der Verkehrssicherheit sowie der frühzeitigen Erkennung von Schäden oder Krankheitsbefall an gewässernahen Bäumen. Notwendige Pflegemaßnahmen können dadurch rechtzeitig durchgeführt werden, ohne den ökologischen Wert der Uferbereiche zu beeinträchtigen.
Mit der Herstellung und Verbesserung ökologischer Kleinstrukturen an Gewässern werden gezielt Lebensräume für Fische, Amphibien und wirbellose Tiere geschaffen. Strukturreiche Uferzonen, Totholz-Elemente oder flache Randbereiche verbessern die biologische Vielfalt und tragen zur Erreichung der ökologischen Ziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie bei.
Die Jahresausschreibung der Mäharbeiten an Gewässern stellt eine regelmäßige und fachgerechte Unterhaltung der Gewässer sicher. Durch abgestimmte Mähkonzepte wird ein Gleichgewicht zwischen notwendiger Pflege, Abflussfunktion und ökologischen Anforderungen gewährleistet.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Beseitigung invasiver Pflanzen, insbesondere von Riesenbärenklau und Drüsigem Springkraut. Diese Arten verdrängen heimische Vegetation und können ökologische Schäden verursachen. Durch systematische Bekämpfung wird die Ausbreitung eingedämmt und die Entwicklung standortgerechter Ufervegetation gefördert.
„Mit diesem Beschluss bringen wir konkrete Verbesserungen an unseren Gewässern auf den Weg, von ökologischen Strukturmaßnahmen bis zur Sicherung wichtiger wasserwirtschaftlicher Anlagen. Denn Gewässerschutz, Hochwasservorsorge und Klimaanpassungsmaßnahmen sind zentrale Zukunftsaufgaben für unseren Bezirk.”

Katja Rosenbohm
Fraktionsvorsitzende der Grünen Fraktion
Hintergrund
Die wichtigsten Maßnahmen in den jeweiligen Regionalbereichen sind:
Walddörfer:
Erlengraben/Vorflutsituation Perlbergweg: Erhöhung der hydraulischen Leistungsfähigkeit (Planung)
Mesterbrooksgraben/Vorflutleitung (Kakenhahner Weg bis Mesterbrooksgraben): Neuherstellung der Vorflutleitung
Wasserwirtschaftlicher Wegebau Specksaalredder
Wohldorfer Schleuse Durchgängigkeit Fischaufstieg, Erneuerung Wehr
Alstertal:
Grundinstandsetzung der Mellingburger Schleuse (Holzbau und Mauerwerk)
Planung zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit an der Mellingburger Schleuse (Umlaufgewässer/Fischtreppe)
Planung zur Erneuerung der Kanustege sowie der Slipanlage an der Mellingburger Schleuse
Berner Au – Hochwasserrückhaltebecken Sasel: Vergrößerung des Retentionsraums und Optimierung der Steuerung (Hochwasserschutz)
Wasserwirtschaftlicher Wegebau Jaspersdiek
Rahlstedt:
Stellau/Öffnung im ehemaligen Freibad Wiesenredder: Öffnung zur Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit
Stellau/Rückhaltebecken: Neubau eines Ablaufbauwerks (Planung)
Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne:
Wasserwirtschaftlicher Wegebau Moorgrund
Kerngebiet Wandsbek:
Klimapark Eichtalpark: Herstellung der Durchgängigkeit und Laufentwicklung der Wannsee (Projektabschluss/Dokumentation)
