Landesmitgliederversammlung

[2018:45] Rückblick: LMV wählt Katharina Fegebank zur Spitzenkandidatin

Katharina Fegebank wurde auf der jüngsten Landesmitgliederversammlung der GRÜNEN Hamburg mit fast 92% zur Spitzenkandidatin gewählt. Die mit Zwillingen hochschwangere Zweite Bürgermeisterin war bei ihrer Bewerbungsrede etwas kurzatmig und nicht sicher, ob ihre Stimme durchhalten würde. Katha beklagte einen Vertrauensverlust in die Politik. Amazon und Co. würden weniger Steuern als jede Pommes-Bude bezahlen. Die GRÜNEN müssten die Herausforderung eines Wertewahlkampfes annehmen. Die freie Gesellschaft müsse verteidigt werden, indem man leidenschaftlich für sie eintrete. Sie freute sich, dass der Migrantenanteil in öffentlichen Bücherhallen auf 40% gestiegen sei. Für viele sei es der einzige Ort, wo sie Ruhe fänden. Auch dass Planten un Blomen erweitert würde, sei ein großer Erfolg. Topdown-Regieren sei gestern, heute sei die Bürgergesellschaft angesagt. Die Politik des Gehörtwerdens sei angekommen. Mehr Infos >

Rückblick: LMV wählt Katharina Fegebank zur Spitzenkandidatin

Katharina Fegebank freute sich, dass sie „ihre Kugel“ noch einmal zu den grünen Mitgliedern schieben konnte, bevor sie in den Mutterschutz ging

Katharina wurde mit fast 92% zur Spitzenkandidatin gewählt, Gegenkandidat Felix Meier erhielt 4 Stimmen. Er kandidierte aus Prinzip, denn Wahlkampf ohne Gegenkandidaten sei langweilig. Er ist erst seit kurzem in der Partei und möchte gern erster grüner Kanzler werden.

Die mit Zwillingen hochschwangere Katharina war bei ihrer Bewerbungsrede etwas kurzatmig und nicht sicher, ob ihre Stimme durchhalten würde. Das klappte aber gut, und sie freute sich, dass sie ihre Kugel noch einmal zu den grünen Mitgliedern schieben konnte. Damit spielte sie auf eine Bemerkung eines Redakteurs an, der meinte, sie werde ja bald „ne ruhige Kugel schieben“. Daraus wird natürlich gar nichts und Katharina empfahl dem Redakteur, sich mal einen Tag lang einen 15 kg Kürbis vor den Bauch zu schnallen, dann könnten sie sich gern noch einmal unterhalten. „Wenn so eine Kugel erst einmal richtig ins Rollen kommt, ist sie nicht mehr zu bremsen!“

Sie beklagte, dass Deutschland einen Vertrauensverlust vieler Bürger*innen erlebe in die Politik. Amazon und Co. würden weniger Steuern als jede Pommes-Bude bezahlen. Die Grünen müssten die Herausforderung eines Wertewahlkampfes annehmen. Die freie Gesellschaft müsse verteidigt werden, indem man leidenschaftlich für sie eintrete. Sie freute sich, dass der Migrantenanteil in öffentlichen Bücherhallen auf 40% gestiegen sei. Für viele sei es der einzige Ort, wo sie Ruhe fänden. Auch dass Planten un Blomen erweitert würde, sei ein großer Erfolge. Topdown-Regieren sei gestern, heute sei die Bürgergesellschaft angesagt. Die Politik des Gehörtwerdens sei angekommen.

Die Präambel für das Bezirkswahlprogramm wurde von allen Kreisverbänden verabschiedet

Die Präambel wurde von allen Kreisverbänden angenommen und kann jetzt in unser Wandsbeker Wahlprogramm übernommen werden.

Steffi von Berg hatte Tränen in den Augen bei ihrer Verabschiedung

Stefanie von Berg, bisherige schul- und religionspolitische Sprecherin, hatte ihr Mandat aufgrund der doppelten Belastung, die Führungsposition im Beruf und Mandat mit sich bringen, zurückgegeben und wurde von allen anwesenden Grünen mit Standing Ovations verabschiedet. Martin Bill und Anjes Tjarks hoben hervor, dass Steffi mit der Primarschule, der guten Inklusion und dem guten Ganztag drei wichtige Volksinitiativen begleitet habe. Sie habe mit der Einführung von Gebärdensprache als Wahlpflichtfach an Hamburger Schulen und mit der Reform der Lehrerbildung wichtige Punkte gemacht, um Hamburgs Schulen zukunftsfest zu machen. Ihr Nachfolger, Dominik Lorenzen, ist Unternehmer (u.a. Stückgut, der Unverpacktladen) und wird für die Grünen deswegen in Zukunft die Bereiche Wirtschaft und Hafen betreuen und sich mittelfristig auch im Haushaltsbereich engagieren.

Die CDU hat ihre ablehnende Haltung zu der von Steffi angestoßenen Debatte um das Thema Vollzeit-Parlament aufgegeben und will jetzt ergebnisoffen in einer Enquete-Kommission über die Weiterentwicklung des Parlamentarismus in Hamburg diskutieren. „Das wollen wir auch“, schreibt Anjes in seiner letzten Rundmail, „aber da das Brett ziemlich dick ist, das wir dazu bohren müssen, ist das wohl leider erst ein Thema für die nächste Legislaturperiode.“

Katharina Fegebank hat sich inzwischen in den Mutterschutz verabschiedet und wird im Frühjahr zurückkommen.

Eine persönliche Einschätzung der LMV aus Sicht unseres Neumitgliedes Alice Buxton gibt es hier.

Alice, wie war deine erste LMV?

Alice Buxton auf ihrer ersten Landesmitgliederversammlung (LMV)

Alice, du bist seit relativ kurzer Zeit Mitglied der Grünen, bist auf einer Kreismitgliederversammlung (KMV) in den Wandsbeker Kreisvorstand gewählt und warst nun auf  deiner ersten Landesmitgliederversammlung (LMV) – wie war das heute für dich?
Ich hatte im Vorwege keine konkreten Vorstellungen, wie eine LMV sein würde. Und dennoch war ich angenehm überrascht. Vielleicht hatte ich unbewusst hitzigere Diskussionen oder ausuferndere Selbstdarstellungen erwartet. Doch die Veranstaltung war toll organisiert, straff geführt und in den Beiträgen durchweg konstruktiv. Auch wenn es ein anstrengender und langer Tag war, hat es sich für mich gelohnt, durchzuhalten. Durch die Teilnahme an der LMV fühle ich mich nun inhaltlich besser informiert und auf wichtige Themen – auch für die kommenden Wahlkampagnen – vorbereitet!
Was war für dich ein Highlight? Was ist dir besonders aufgefallen?
Ich kann nicht sagen, dass es für mich ein inhaltliches Highlight gab – für mich war das Schönste, mich als Teil einer Bewegung, einer Gruppe von Menschen mit ähnlichen Idealen zu fühlen. Mein emotionales Highlight ist also eher, dabei gewesen zu sein und an etwas Wichtigem mitzuarbeiten! Solche Veranstaltungen bestätigen mich in meinen Wertevorstellungen und festigen meine Identität als überzeugte Grüne. Mir gefällt besonders gut, dass wir Grünen ein Frauenstatut haben und die Förderung der Frauen ernst nehmen. Das Schließen der Redelisten, wenn es keine weiblichen Beiträge mehr gibt, ist für mich nur ein Beispiel dieser gelebten Werte. Positiv aufgefallen ist mir auch, dass viele Neumitglieder dabei waren, die von Mitgliedern des Landesvorstandes vor Beginn in die Abläufe der LMV eingeführt wurden. Außerdem wurde vor der LMV von Miriam Block und Mareike Engels ein frauenpolitisches Frühstück angeboten, was ich persönlich ebenfalls bereichernd fand und mir eine gute Gelegenheit bot, mich mit anderen Frauen in der Partei zu vernetzen.
Würdest du etwas an den Abläufen verändern wollen?
Die Diskussionen und Beiträge fand ich sehr konstruktiv. Insgesamt fand ich die Debatten um die gestellten Anträge inhaltlich spannend, auf den Punkt und gut gemacht. Einzig die Gesamtlänge der Veranstaltung fand ich zu lang, doch ich verstehe die Planungshintergründe und habe keine Idee, wie die Abstimmung der Anträge und die notwendigen Wahlen noch effizienter gestaltet werden könnten.
Mein Fazit: eine gelungene Veranstaltung. Ich werde sicher auch an der nächsten LMV teilnehmen!

[2017:51] GRÜNE Landesmitgliederversammlung

Von rund 200 Wandsbeker Parteimitgliedern sind auf der Landesmitgliederversammlung in der Louise Schroeder Schule immerhin 24 Mitglieder aus Wandsbek. Aber es sollen in Zukunft mehr Parteimitglieder die Möglichkeit haben, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen: Ende 2016 haben die Grünen Hamburg 1621 Mitglieder. Nur rund ein Drittel davon sind Frauen! Um die Parteimitgliedschaft für Frauen attraktiver zu machen, ist es sehr wichtig, ihnen eine aktive Teilhabe zu ermöglichen. Ein Hauptgrund dafür, dass Frauen weniger politisch aktiv sind, ist die Nichtvereinbarkeit von Familie mit politischer Aktivität. Mehr Infos >

[2017:50] Jamaika-Aus, Vielfalt und 219a

Auf der Landesmitgliederversammlung haben die Hamburger GRÜNEN am Sonnabend über den Ausgang der Bundestagswahl und das Jamaika-Aus diskutiert, den Leitantrag zum Thema Vielfalt beschlossen, die Landesarbeitsgemeinschaft Tierpolitik anerkannt und sich für die Streichung von Paragraph 219a ausgesprochen. Grüne Themen waren vor und nach der Wahl extrem präsent, oft hieß es, auch die anderen Parteien hätten alles Nötige im Programm. „Das hat sich in den letzten Wochen mal wieder als kompletter Blödsinn rausgestellt“, sagt die Landesvorsitzende Anna Gallina. „Wir sind die einzigen, die sich tatsächlich für Kohleausstieg, Klimaschutz und Verkehrswende einsetzen.“ Weiteres Alleinstellungsmerkmal: „Wir werden im Bundestag die einzige Oppositionspartei sein, die nicht auf Populismus setzt.“ Mehr Infos >

[2017:26] Democracy first: Landesmitgliederversammlung in Wilhelmsburg

Die LMV startete im Bürgerhaus in Wilhelmsburg mit Besuch aus Berlin: Katrin Göring-Eckhardt stimmte die Hamburger Grünen mit ihrer Rede auf den Wahlkampf ein: „Donald Trump hat der Erde den Kampf angesagt als er den Klimavertrag von Paris gekündigt hat. Den Kampf nehmen wir gerne an! Der Ausstieg aus dem Weltklimavertrag ist unverantwortlich, historisch dumm. Aber dieser Planet kann nicht warten bis das Wasser im Keller des Trump-Towers steht. Jetzt muss es eine globale Bewegung für den Klimaschutz geben. Ich erwarte von Angela Merkel als Gastgeberin beim G20-Gipfel, dass sie hier in Hamburg ein klares Signal für den Klimaschutz aussendet.“ Großer Beifall – und viele waren angenehm überrascht von ihrem motivierenden Redebeitrag. Mehr Infos >

[2016:47] Im Zeichen der Bundestagswahl

Die nächste Landesmitgliederversammlung der Hamburger GRÜNEN findet am 26. November von 10 bis 20 Uhr im Bürgerhaus Wilhelmsburg statt. Auf der Versammlung wird die Landesliste der GRÜNEN für die Bundestagswahl 2017 aufgestellt. Außerdem geht es um Natur und Lebensqualität in der Stadt, Datenschutz und den Umgang mit Vertragspartnern der Stadt. Mehr Infos >

[2016:08] Sonnabend auf der LMV

Gähnende Leere, als die Versammlung beginnt. Als uns die türkische HDP besucht, um einen kurzen Gastredebeitrag zu halten, füllen sich die Reihen schon etwas. Dann ist unsere grüne Bundesvorsitzende Simone Peter dran, und der Raum ist voll, etwa 180 Mitglieder sind dabei – darunter auch 25 aus Wandsbek. Simone erklärt, dass sie nächste Woche nach Lampedusa fährt, um sich dort die zivile Seenot-Rettungsstation anzusehen. Etwa zwei Stunden wird dann über die flüchtlingspolitische Situation geredet. Viel Bekanntes ist zu hören, Kritik an den Großunterkünften kommt auch von grüner Seite – und zum ersten Mal ist auf einer Mitgliederversammlung ein Erzbischof zu hören: Dr. Stefan Heße, Flüchtlingsbeauftragter der katholischen Kirche. Mehr Infos >

[2015:09] Einstimmig angenommen!

Grüne Landesmitgliederversammlung am Mittwoch nach der Wahl – das waren Geburtstagsgeschenke für Jens Kerstan: ein Notfall-Grappa von Katharina („Den wirst du in  nächster Zeit mit Sicherheit brauchen!“), ein grünes Happy-Birthday-Ständchen von den Mitgliedern – und das einstimmige Votum für die Aufnahme der Koalitions-Verhandlungen mit der SPD! Mehr Infos >

[2014:41] Keine Sättigungsbeilage

Die Landesmitgliederversammlung hat Katharina Fegebank zur Spitzenkandidatin gewählt. Ihr Ziel sei es auf jeden Fall, die absolute Mehrheit der SPD zu knacken: “wir wollen keine Sättigungsbeilage der SPD auf dem Koalitionsteller sein!“ Mehr Infos >