
Conny Poltersdorf ist gebürtige Leipzigerin und zog 2018 für den Job nach Hamburg. Sie hat in Eilbek ihre Wahlheimat gefunden und ist nach eigenen Angaben für den feministischen Aspekt in die Partei eingetreten. Seit ihrer Wahl in die Bezirksversammlung Wandsbek 2024 ist sie Fachsprecherin für Digitalisierung und Katastrophenschutz. Außerdem sitzt sie im Mobilitäts- und Kerngebietsausschuss. Beruflich ist sie als Videojournalistin tätig.
Wenn du dir eine Superkraft aussuchen könntest: Welche wäre das und warum?
Auf jeden Fall fliegen. Ich liebe einfach die Möglichkeit der Freiheit und des schnellen Reisens!
Was machst du in deiner Freizeit am liebsten?
Kommt immer auf meine aktuelle Stimmung an: zur Zeit zocke ich sehr viel. Meine 600 Bücher brauchen aber auch viel Aufmerksamkeit und hatte ich noch meine vier Streamingdienste erwähnt als Serienjunkie? Current Hyperfixation: ich bin stark im Sauerteiggame drin und Sticken ist nett für nebenher.
Was ist dein ultimativer Serien- oder Filmtipp?
Sense8 – hier habe ich mir zur Liebe sogar ein Tattoo stechen lassen.
Was war dein Traumberuf als Kind?
Ich hatte nie so einen richtigen Traumberuf als Kind, wenn ich mich recht erinnere. Meine Berufsplanung Stand 11/12 Klasse war dann Musiktherapeutin oder Lehramt.
Was ist dein Lieblingsort in Wandsbek?
Ich bin schon sehr glücklich in Eilbek, weil es für mich alles bietet, was ich als urbanes Menschlein benötige: nah genug an der Innenstadt, egal ob per Öffis oder Rad. Aber auch sehr grün und parkig. Und die Nähe zum Wandsbeker Quarree gibt mir die Möglichkeit “schnell” mal noch was zu shoppen.
Was hast du dir schon oft vorgenommen, aber noch nie gemacht?
Jetzt muss ich mich selbst outcallen, aber ich war noch nie auf einer 8. März Demo um für MEINE Rechte zu demonstrieren? Andere Demos, natürlich. Aber auch in diesem Jahr bin ich nicht in der Stadt oder in der Nähe einer Demo. 🙁
Wenn du eine Sache in Wandsbek alleine entscheiden dürftest, was wäre das?
Kostenlose Periodenprodukte. Im Kerngebiet würde ich gerne mehr Plätze für Jugendliche haben wollen.
Wofür gehst du am 08. März, dem Internationalen Frauentag, auf die Straße?
Für the bare minimum: gleiche Rechte für Frauen. Equal Pay, kein Sexismus, den gleichen Respekt, den Männer schon per Default erhalten. Aber eigentlich, um meiner Wut eine Möglichkeit zu geben, ihr Gehör zu verschaffen.
Welche Rolle spielt Lokalpolitik dabei, die Gleichberechtigung von Frauen in Hamburg konkret zu stärken?
Ich glaube, das muss ich zum Teil selbst noch herausfinden. Ich finde, viele Dinge müssten wir Gesamtgesellschaftliches lösen, da fühle ich mich lokal manchmal selbst sehr hilflos. Wichtig aber: Wir sollten (Frauen-)Schutzräume schaffen. Barrieren abbauen und ich plädiere immer noch für die kostenlosen Periodenprodukte und öffentliche Toiletten. Die Stadt der kurzen Wege supporten, grüne Verkehrspolitik ist zum großen Teil auch feministische Verkehrspolitik!
Gibt es ein besonderes Projekt, eine Initiative oder Veranstaltung in Wandsbek, auf die du aufmerksam machen willst?
Ich liebe die Bastel- und Kunstmäuse im Wandsbeker Quaree!
Was wünschst du dir für die nächste Generation von Mädchen?
Weniger “…. für ein Mädchen”. Weniger Pink-Tax. Weniger “wie viele Kinder willst Du”, mehr “Du hast alle Möglichkeiten, die du dir nur vorstellen kannst”. Beim Arzt ernst genommen zu werden.
