Veranstaltungsrückblick: Rassismus in Hamburg

Wie in jedem Jahr fanden auch im März 2026 in Wandsbek die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Für uns ein wichtiger Anlass, den aktuellen Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa) vorzustellen und gemeinsam darüber ins Gespräch zu kommen.

Der jährlich vom Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) veröffentlichte Monitor untersucht die Ursachen, das Ausmaß und die Folgen von Rassismus in Deutschland. Die diesjährige Ausgabe mit dem Titel „Verfestigte Abwertungen, fragiles Vertrauen“ wurde erst einen Tag vor unserer Veranstaltung auf der Landespressekonferenz in Berlin präsentiert.

Die zentralen Ergebnisse sind alarmierend: Bei rund einem Drittel der Befragten zeigen sich verfestigte rassistische Einstellungen – und das unabhängig von sozialer Lage oder Bildungsabschluss. Gleichzeitig berichten immer mehr Menschen von Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen, während das Vertrauen in staatliche Institutionen und die Politik deutlich abnimmt.

Im Anschluss an die Vorstellung diskutierten wir gemeinsam mit Parica Partoshoar, Fachsprecherin für Integration und Migration der Hamburgischen Bürgerschaft, und Tae Jun Kim, einem der Autoren des NaDiRa, welche Konsequenzen sich aus diesen Erkenntnissen ergeben.

Deutlich wurde: Es braucht mehr Sichtbarkeit und ein klares Benennen von Rassismus. Ebenso wichtig sind Solidarität und aktives Allyship, das Bewusstsein für eigene Privilegien sowie die konsequente Förderung von Diversität.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden für den offenen Austausch und die spannende Diskussion!