Im Gespräch mit unserem Fraktionsvorsitzenden und Fachsprecher für Soziales Justin Orbán

Justin Orbán ist 28 Jahre alt, in Hamburg geboren, hat Politikwissenschaften studiert und wohnt im Bezirk und Stadtteil Wandsbek. Er ist seit 2019 Mitglied der Grünen, war von 2021 bis 2025 Kreisvorsitzender der Grünen in Wandsbek und ist aktuell Fraktionsvorsitzender der Grünen Bezirksfraktion Wandsbek sowie Mitglied im Landesvorstand der Hamburger Grünen. 


Wenn du dir eine Superkraft aussuchen könntest: Welche wäre das und warum?
Wahrscheinlich Gedankenlesen – stelle ich mir für den politischen Alltag als ziemlich hilfreich vor.

Was machst du in deiner Freizeit am liebsten?
Fußball gucken, Videospiele spielen, kochen, backen und Doomscrolling durch TikTok und Instagram.

Was ist dein ultimativer Serien- oder Filmtipp?
Jede Form von Science-Fiction.

Was war dein Traumberuf als Kind?
Verschiedenes – vom ICE-Zugführer bis zum Erzbischof. Kommunalpolitiker stand aber nicht auf der Agenda.

Was ist dein Lieblingsort in Wandsbek?
Der Wandsepark von Tonndorf bis Eilbek.

Was hast du dir schon oft vorgenommen, aber noch nie gemacht?
Mich dauerhaft gesund zu ernähren.

Wenn du eine Sache in Wandsbek alleine entscheiden dürftest, was wäre das?
Wahrscheinlich die bezirkliche Verkehrsplanung.

Was sind deine Aufgaben als Fachsprecher für Soziales der Grünen Fraktion Wandsbek?
Als Fachsprecher für Soziales ist es meine Aufgabe, die Sitzungen des Sozialausschusses in Wandsbek vorzubereiten und aktiv mitzugestalten. Darüber hinaus koordiniere ich die sozialpolitischen Positionen der Fraktion, rede zu sozialpolitischen Debatten in der Bezirksversammlung, bringe eigene Anträge ein und begleite Vorlagen der Verwaltung.

Wo siehst du aktuell die größten sozialen Ungleichheiten in Wandsbek, und welche Maßnahmen plant die Koalition, um sie zu verringern?
In Wandsbek haben wir Stadtteile mit sehr unterschiedlichen Förderbedarfen und strukturellen Herausforderungen, etwa geringeren Einkommen, weniger wohnortnahen Dienstleistungen, schwierigen Wohnsituationen und sozialer Segregation.

Das spiegelt sich auch in Unterschieden beim Zugang zu Mobilität, sozialen Angeboten und Gesundheitsversorgung wider.

Bei all diesen Themen bleibt der bezirkliche Wohnungsbau das zentrale Thema und unser größter Hebel. In Wandsbek werden weiterhin in hoher Zahl neue Wohnungen gebaut, wobei besonders günstiger Wohnraum und der Ausbau der sozialen Infrastruktur berücksichtigt werden.

Als Bezirksfraktionen setzen wir uns für die finanzielle und strukturelle Stärkung von Sportangeboten, Stadtteilkulturzentren, Seniorennetzwerken, Kinder- und Jugendarbeit und sozialen Projekten ein. Darüber hinaus fördern wir mit Programmen wie etwa dem Rahmenprogramm für integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) gezielt Maßnahmen für benachteiligte Quartiere, um nachhaltige Entwicklung und soziale Teilhabe zu unterstützen.

Welche Rolle spielt Lokalpolitik für mehr soziale Gerechtigkeit?
Lokalpolitik ist zentral für soziale Gerechtigkeit, weil sie direkt Entscheidungen über Wohnungsbau, soziale Infrastruktur, Bildungseinrichtungen und Mobilität trifft oder maßgeblich beeinflusst. Darüber hinaus kann die Bezirksversammlung Fördermittel, Quartiersfonds und politische Sondermittel einsetzen, um Vereine, Ehrenamtliche und private Initiativen zu fördern. Durch verschiedene Beteiligungsverfahren im Bezirk und in den Gremien der Bezirksversammlung werden die Bewohner*innen vor Ort außerdem aktiv eingebunden, um ihre Perspektiven und Bedürfnisse ins politische Handeln einzubringen.