Wahlprogramm

GRÜNES Planungsprogramm für Wandsbek

Hamburg ist eine wachsende Stadt, die immer mehr Menschen anzieht. Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum wächst. Gewerbe, Verkehr und Freizeit fordern mehr Platz im begrenzten städtischen Raum. Aber Hamburgs grüner Charakter muss geschützt werden. Stadtentwicklung sichert unsere Zukunft nur, wenn sowohl ökologische als auch soziale und wirtschaftliche Belange gleichermaßen berücksichtigt werden. Die GRÜNEN haben in den letzten Jahren im gesamten Bezirk durch gezielte Wohnungsbauprojekte, insbesondere durch Nachverdichtung und Aufstockung in bestehenden Quartieren, dem Wohnraummangel entgegengewirkt – und dabei das Augenmerk auf die Nachhaltigkeit der Vorhaben gerichtet.

Wohnen in Wandsbek muss ökologisch und bezahlbar sein. Gerade jetzt müssen wir so bauen, dass wenig Energie verbraucht wird – dann sinken die Nebenkosten. Weiteres Gebot der Stunde: Energie muss aus erneuerbaren Quellen kommen. Immer mehr Wohnungen fallen aus der Sozialbindung – diesen Trend müssen wir stoppen. Wir setzen auf Nachverdichtung statt auf Grünflächenverbrauch, wir wollen Altlastenflächen sanieren und bebauen, wie im Neusurenland.

Mobilität in Wandsbek muss umweltschonend und zeitgemäß sein. Wir brauchen eine hohe Verkehrsleistung, der Autoverkehr und seine Staus wachsen aus Konzepten von gestern. Fuß-, Rad- und öffentlicher Verkehr sind die umweltschonenden Alternativen, die es heute schon gibt und die wir ausbauen müssen, um unsere Zukunft zu sichern. Deswegen wollen wir mehr Wander- und Verbindungswege. Fußwege müssen ausreichend breit und barrierefrei sein. Wir brauchen mehr Stadtrad-Stationen, gute Radwege, Radschnellstraßen, Radfernwege und ein verstärktes Bike&Ride-Angebot. Wir brauchen ÖPNV-Querverbindungen, die S4 und die U5. Die Wandsbeker Buslinien müssen unter Einbeziehung der Fahrgäste überplant werden.

Gewerbe in Wandsbek soll wirtschaftlich und attraktiv sein. Die Wandsbeker Unternehmen brauchen attraktive Standortbedingungen, eine serviceorientierte Verwaltung und Planungssicherheit. Dabei müssen wir die Bedürfnisse der Menschen in den Quartieren im Blick haben. Wir brauchen Stadtteilzentren, die für den täglichen Einkauf wichtig sind sowie Ortsnahes Gewerbe für kurze Wege zwischen Arbeit und Wohnen. Wir wollen gezielt kleinere und mittlere Unternehmen mit vielen Arbeitsplätzen bei gleichzeitig geringem Flächenbedarf ansiedeln, für die unternehmerisches, soziales und ökologisches Handeln zusammengehört. Arbeiten und Wohnen soll nah beieinander sein, Kleingewerbe wollen wir bei neuen Wohnungsbauprojekten fördern.

Mehr Infos in unserem Wahlprogramm, Kapitel 3: Nachhaltig geplanter Bezirk >

GRÜNES Sozialprogramm für Wandsbek

Mehr als 435 Tausend Menschen wohnen in Wandsbek – mehr als in jedem anderen Hamburger Bezirk. Mit 22% über 60 sind wir auch der Top-Senioren-Bezirk. Aber auch immer mehr junge Familien kommen nach Wandsbek: Wir sind vielfältig und bunt und das ist eine Herausforderung an die Bezirkspolitik. Deswegen haben wir uns in den letzten Jahren stark für Teilhabe von Behinderten und Alten, von Kindern, Jugendlichen und Flüchtlingen eingesetzt.

Generationengerechtigkeit – das ist bei uns mehr als nur ein Schlagwort. Den Belangen von Kindern und Jugendlichen sowie von älteren Menschen gleichermaßen gerecht zu werden – das steht im Mittelpunkt unserer Debatte und unserer politischen Praxis. Wir setzen uns ein für gemeinschaftliches Wohnen von Jung und Alt, wollen solche Projekte flächendeckend vorhalten und Begegnungsstätten für alle schaffen. Wir wollen den Bezirksseniorenbeirat weiter unterstützen und Seniorentreffs und Seniorenberatungsstellen erhalten – mit freiem WLAN in Senioreneinrichtungen. Wir brauchen mehr gemeinsame Aktivitäten von Jung und Alt zum Beispiel durch Kooperation von Kindertagesstätten und Senioreneinrichtungen – gut auch, wenn das baulich verknüpft werden kann. In den Quartieren brauchen wir die bestmögliche Versorgung für Familien durch gut erreichbare Beratungsangebote, Kindertagesstätten und Angebote für junge Menschen.

Integration und Inklusion von Behinderten, Flüchtlingen und anderen Menschen, die ohne Hilfe allein am Rand oder außerhalb unserer Gesellschaft stehen würden – das bedeutet, ein soziales Wandsbek für alle zu schaffen. Ganz praktisch wollen wir in Wandsbek die Arbeit des Inklusionsbeirates, der Vereine, Verbände und Stiftungen stärken, mehr Mittel im Inklusionsfonds bereitstellen, für Barrierefreiheit sorgen und in neuen Wohnprojekten Menschen mit Behinderungen besser berücksichtigen.

Wir wollen ein soziales Wandsbek für alle! Ein gutes Leben in Wandsbek darf nicht vom Einkommen abhängig sein. Deswegen brauchen wir weiterhin ausreichende Plätze für Obdachlose, gerade auch spezielle Anlaufstellen für obdachlose Frauen. Für Menschen in  Ausbildung brauchen wir spezielle Wohnprojekte.

Der Sport wird immer wichtiger: Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe werden gefördert – Sport verbindet! Deswegen stehen wir zum Ausbau und zur Sanierung von Sportstätten und wollen eine optimale Kooperation zwischen Schulen und Vereinen. Vielfalt wird auch hier gebraucht: Behindertensport, Parksport, öffentliche Kindersportgeräte, Schwimmsport, Frauensport und auch kleine Quartierssportstätten – all dies ist uns wichtig!

Die Kultur müssen wir im gesamten Bezirk stärken. Vielfältige kulturelle Angebote und Treffpunkte sind wichtig, damit sich Menschen in ihrem Bezirk wohlfühlen. Hier sind gerade die Stadtteilkulturzentren von besonderer Bedeutung. Das wollen wir weiter unterstützen und ein neues Stadtteilkulturzentrum in Rahlstedt aufbauen. Wir brauchen mehr kulturelle Angebote im gesamten Bezirk und müssen kulturelle Infos und Ankündigungen flächendeckend bereitstellen.

Mehr Infos in unserem Wahlprogramm, Kapitel2: Sozialer Zusammenhang im Bezirk >

Fotos: Pixabay, Privat

Kreismitgliederversammlung im Café Tschai

Fast 40 Mitglieder waren gekommen, für Neumitglieder wie Monika (vorne rechts) war es ihre erste KMV

Die Wahldrucke für die Vorstandswahl kommen frisch aus dem Drucker

Eigentlich sollte die Kreismitgliederversammlung (KMV) nur ganz kurz sein und hauptsächlich die Nachwahl eines neuen Vorstandsmitglieds zum Thema haben, bevor die Wahlen der Bezirks-Kandidat*innen für die Wahlkreise starten. Aber, shit happens: aufgrund einer fehlerhaften Liste waren leider nicht alle Mitglieder ordnungsgemäß eingeladen worden. Hätten wir die Wahl trotzdem gemacht, wäre sie juristisch angreifbar gewesen. Dieses Risiko wollte der geschäftsführende Vorstand nicht eingehen und sagte sie kurzentschlossen am Samstagmorgen ab.

Also hatten wir mehr Zeit, um schon mal die organisatorischen Abläufe kennenzulernen, die uns bei den Wahlen erwarten werden. Und wir können am 1.12. mit voller Kraft und Konzentration unsere beiden noch offenen Wahlprogramm-Schwerpunkte diskutieren und verabschieden (Umweltschutz und Stadtplanung), da nicht nur die Wahlkreis-Wahl, sondern auch die für diesen Tag ursprünglich geplante Listenwahl aus den gleichen Gründen verschoben werden muss.

Gabriela, 27 Jahre, vor 5 1/2 Jahren aus Spanien nach Deutschland gekommen, seit August grünes Mitglied, möchte sich um Umweltschutz, bezahlbares Wohnen und für Europa einsetzen.

Apropos Wahlprogramm: Bitte reicht eure Änderungsanträge hierfür online ein.

Yasha – auf dem Schoß von Papa Jan Blumenthal – war wieder äußerst kooperativ

Die Wahlen werden für Wahlkreise und Bezirksliste nun an einem Sonnabend im Januar stattfinden – und zwar an einem einzigen Tag. Das hat den Vorteil, dass sich die Kandidat*innen, die für Wahlkreise und Bezirksliste kandidieren,  nicht doppelt vorstellen müssen. Der genaue Wahltermin wird noch bekanntgegeben.

Noch mehr Infos zu den Wahlen und die bisher eingegangenen Bewerbungen findet ihr hier.

Ach ja, und Gabriela ist mit 33 Stimmen bei 34 abgegebenen Stimmen fast einstimmig gewählt. Herzlichen Glückwunsch, Gabriela!

 

Kreismitgliederversammlung zum Bezirkswahlprogramm

Bei der letzten KMV noch im Bauch, diesmal schon dabei: Maryams und Jans Baby hat die Sitzung – abgesehen von kurzen Trinkpausen – einfach verschlafen

Die Sitzungsleitung mit Moderator Rainder Steenblock, Alice Buxton, die protokolliert und Kreisgeschäftsführer Eckhard Heumeyer, der Änderungsvorschläge gleich in den Text einpflegt

Diese Kreismitgliederversammlung (KMV) hatte es in sich: Punkt für Punkt wurde der Textentwurf „Sozialer Zusammenhalt im Bezirk“ für das neue Bezirkswahlprogramm durchgegangen, den die Schreibgruppe verfasst hatte. Das ursprüngliche Konzept hatte Maryam Blumenthal, Kreisvorstands-Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der Bezirksfraktion, auf der Grundlage der öffentlichen Workshops im Bezirk entworfen. Ich habe es anschließend redaktionell überarbeitet und noch den einen oder anderen Vorschlag speziell für ältere Menschen hinzugefügt, und anschließend ging der Entwurf an die Fachsprecher*innen der Fraktion.

 

Etwa 30 grüne Mitglieder waren gekommen, darunter viele neue Gesichter

Der Programmteil „Soziales“ wurde verabschiedet, „Umwelt und Verbraucherschutz“ andiskutiert

Alles zusammen lag nun also der KMV vor, die etwa dreieinhalb Stunden brauchte, um diesen  Programmteil Absatz für Absatz durchzugehen. Abschließend wurde der gesamte Text verabschiedet und der zweite Programmteil, „Natürlicher und gesunder Bezirk“ andiskutiert. Konkret sollen die Änderungsanträge auf der nächsten KMV diskutiert und beschlossen werden.

Moderator der Sitzung, Rainder Steenblock vom Kreisvorstand, gab noch kurz einige Informationen zur Bundesdelegiertenkonferenz im November in Leipzig, auf der die Kandidaten für das Europaparlament gewählt werden.

Vor der KMV  hatte es noch ein Neuentreff gegeben, zu dem wieder viele neue grüne Mitglieder aus Wandsbek erschienen sind, um ihre Fragen zur möglichen Mitarbeit loszuwerden.

Alice, die bei einer der der letzten KMVs auch zum Neuentreff gekommen war, ist übrigens inzwischen Mitglied im Kreisvorstand und hat während der KMV Protokoll geführt.

Die Programmtexte stehen jetzt auf der Webseite bezirkswahl-wandsbek.antragsgruen.de, auf der auch Änderungsanträge gestellt werden können.