Plastik

Rahlstedt räumt auf!

Ankündigung unserer Jogging-Aktion im Hamburger Abendblatt

Unser Plogging Flyer, mit schönem Layout von unserer Kandidatin Julia Chiandone

Am Freitag, den 26. April geht es los, die Rahlstedter Stadtteilgruppe der GRÜNEN startet ihr erstes Plastikmüll-Jogging.

Plastik wird zu viel produziert und zu wenig recycelt, landet in Flüssen und Meeren, als Mikroplastik auf unseren Tellern – und findet sich auch auf Rahlstedter Straßen und Wegen.

Wir wollen nicht länger nur zuschauen, sondern in unserem direkten Umfeld aktiv werden und  hier in Rahlstedt beim Laufen Müll sammeln. Wer mitmachen will, kann einfach vorbeikommen, Müllsäcke und Baumwollhandschuhe werden gestellt.

Müll-Jogging kommt ursprünglich aus Schweden und heißt dort Plogging: Das setzt sich zusammen aus Jogging und „plocka“ (schwedisch = pflücken, sammeln) und ist ein gutes Fitness-Training für Jung und Alt. Man läuft und bückt sich, trainiert Beine und Arme – und das alles schön langsam.

Wo? Treffpunkt Mecklenburger Straße am Rahlstedt Center

Wann? Freitag, den 26. April von 18 Uhr bis 19.30 Uhr

Weitere Läufe sind für Sonnabend, den 18. und 25. Mai geplant. Routenvorschläge können gern abgegeben werden (christa.moeller@hamburg.gruene.de)

Ich habe gerade zwei große Plastikgeschichten geschrieben, deshalb möchte ich gern zum Auftakt der Aktionen beim Treffen der Stadtteilgruppe am 18.4. im Café Olé um 18.30 Uhr etwas zur aktuellen Situation in Sachen Plastikmüll und Mikroplastik, weltweit und bei uns sagen und anschließend soll darüber diskutiert werden. Ich komme mit dem Thema auch gern in andere Stadtteile!

Aktives grünes Wandsbek

Das Wetter passt zum Plakatieren!

Zunächst dreimal wollen wir Plastikmüll sammeln

Das Gehummel, wie Harry es so schön genannt hat, geht weiter! Überall wird plakatiert, die nächste Veranstaltung ist die von Europakandidat Sergey Ladoginsky am Dienstag, den 16. April um 19 Uhr im Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Alte Schilder werden überklebt und wieder schön gemacht, es kommen immer mehr Veranstaltungen dazu. Am 18. April wollen wir in der Rahlstedter Stadtteilgruppe über Plastik und Plogging (Joggen und Plastikmüllsammeln) diskutieren, am 26. April startet unsere erste Plogging-Aktion, wir treffen uns um 18 Uhr in der Mecklenburger Straße am Rahlstedt Center. Am 18. und 25. Mai geht es dann weiter, die Sammelstrecken werden wir gemeinsam beschließen.

Gestern war unser Landesschatzmeister zum zweiten Mal in der Geschäftsstelle, um uns zu erzählen, wo es sich lohnt, Stände aufzustellen und aktiv zu werden. War spannend.

Die Kandidaten Uwe Halpap und Jan-Otto Witt mit unserem Landesschatzmeister Karl-Heinz Karch

Wahlkampfleiter Wilhelm Bauch und Kreisgeschäftsführerin Katja Rosenbohm bei der Kandidaten-Besprechung

Es gibt zahlreiche Einladungen zu Podiums­diskussionen und am Montag startet nun unsere grüne Kampagne auf Facebook. So aktiv waren die Grünen in Wandsbek noch nie!

Müllabfuhr für die Meere

Mit dem Müllfischer Günther Bonin vor der „Seekuh“ in Hongkong

Verlorene Transport-Kisten  schwimmen zahlreich in den Gewässern rings um Hongkong

Günther Bonin ist ein beeindruckender Mann und ein Macher.

Er spricht unglaublich schnell, als hätte er keine Zeit zu verlieren, weil er so viel sagen möchte. Zum Beispiel, dass über 300 Millionen Tonnen Plastik weltweit pro Jahr produziert werden und bis zu 13 Millionen Tonnen davon im Meer landen. Und dass Kunststoffe 85% der Meeresabfälle ausmachen.

Plastik wird zu Mikroplastik, wird von Fischen und Seevögeln mit Plankton verwechselt und gefressen oder sinkt auf den Meeresgrund – und „da kriegen wir es mit aktuellen Technologien  nicht wieder hoch“, so Günther.

Sein Schlüsselerlebnis: Er war mit einem Segelboot in einer stürmischen Nacht zwischen Seattle und San Francisco unterwegs und hat nach dem Sturm zahlreiche Plastiktüten auf dem Wasser schwimmen gesehen. Die Müllspur eines Frachters, nichts Besonderes, wie er sagt.

Die Seekuh im Hafen von Hongkong

Die meisten Menschen in Hongkong lieben Plastik – mit diesen Netzen ist jede größere Frucht umhüllt

An diesem Morgen vor 10 Jahren ist ihm aber klargeworden, dass es nicht nur ein einziger Frachter war, der unterwegs war und seinen Müll ins Meer geworfen hatte, sondern möglicherweise Tausende von Booten auf allen Ozeanen. Und er hat den Entschluss gefasst, etwas dagegen zu tun. Hat seinen Job aufgegeben, den Verein „One Earth One Ocean“ gegründet und Pläne entwickelt, wie man den Müll wieder aus dem Meer rausholen kann – und für sein Projekt Sponsoren gesucht.

Inzwischen hat er in Lübeck einen Katamaran bauen lassen, der mit Hilfe eines Netzes Plastik aus vier Meter Tiefe herausfischt. Den hat er zunächst auf der Ostsee getestet und dann nach Hongkong gebracht. Hotspot der Vermüllung ist nämlich Asien. Der gelbe Fluss zum Beispiel ist einer der schmutzigsten Flüsse der Welt. Acht Flüsse transportieren den meisten Müll, sechs davon in China und zwei in Afrika.

Beach Clean up mit Mimi Law von „Plastic free Seas“. Sie klärt Schulkinder über Plastik auf

Deshalb ist er nach Asien aufgebrochen, um den großen Hafenstädten seine Hilfe anzubieten. Seine Vision: Ganze Flotten ferngesteuerter Katamarane sollen mit Hilfe von Wind- und Solarenergie die Küstenlinien „abgrasen“. Sind die Netze voll, werden sie verschlossen und mit Bojen und Peilsendern versehen. Ihre Positition wird an den Seefarmer,  einen Trawler, übertragen, der die vollen Netze einsammelt und sie zum Recyclingschiff, dem Seeelefanten, bringt. Dort wird das gesammelte Plastik sortiert und zu schwefelfreiem Heizöl verarbeitet. Schon heute können Seen und Flüsse von kleinen, vier mal zwei Meter großen Seehamstern gereinigt werden, beispielsweise in Kambodscha.

Von Fischen angeknabberte Plastikteile, die an den Strand geschwemmt wurden

Cem Özdemir war schon zu Besuch auf der Seekuh und ganz begeistert von dem Konzept. Ich hab Günther in Hongkong kennengelernt, um über ihn und sein Engagement eine Geschichte zu schreiben. Die ist jetzt in der aktuellen Brigitte (Nr. 22) zu lesen.

„Eine Müllabfuhr für die Meere“ in Brigitte Heft Nr. 22

Mehr Infos unter http://oneearth-oneocean.com/die-loesung/