Bezirkswahl

Kneipengespräch in Rahlstedt

Die ZEIT und die Körberstiftung hatten zu Kneipengesprächen eingeladen, insgesamt 36 sollen in Hamburg in den unterschiedlichsten Stadtteilen stattfinden, das dritte davon in Rahlstedt. Am 13.2. trafen sich deshalb 12 Rahlstedter*innen im Café Olé, um gemeinsam zu überlegen, wie man Hamburg besser machen kann – so das Motto. Themeninteressen waren vorher abgefragt worden, ich hatte mich für „Mobilität“ angemeldet,  Julia Chiandone für „Kultur“. Alle Gäste waren entsprechend nach Gruppen eingeteilt und saßen an Extra-Tischen.

Zu Anfang sollten wir Königin oder König spielen und sagen, was wir verändern würden, wenn wir die Macht dazu hätten. Meine Mobilitäts-Gruppe – obwohl aus Mitgliedern dreier verschiedener demokratischer Parteien zusammengesetzt – war sich schnell einig: Das Wichtigste ist die Durchmischung der Stadtteile. Keine Nobel-Gebiete, keine Schmuddel-Ecken, besonders abgehängte Stadtteile müssten so viel Geld zur eigenen Verfügung haben, dass sie tolle Stadtplanungskonzepte entwickeln könnten, um das eigene Viertel aufzuwerten. Das hat dann Auswirkung auf das soziale Miteinander, auch in den Schulen. Die Identifikation mit dem Umfeld wäre viel größer, die Sorge um den Stadtteil würde mitwachsen.

Aber auch beim Thema Radfahren waren wir einer Meinung: Mehr Protected Bikelanes, genug Platz für Fußgänger*innen und Räder, weniger Autos; z.B. auf der Wandsbeker Chaussee könnte man gut auf Fahrspuren verzichten und stattdessen auf einer Seite einen breiten Radstreifen anlegen mit Rad-Gegenverkehr.

Die, die sich nicht an Regeln halten, sollten stärker bestraft werden. Und wir brauchen sichere Räume, in denen man sich angstfrei bewegen kann.

Die angesetzten zwei Stunden reichten bei Weitem nicht für die intensiven Gespräche, die an allen Tischen geführt wurden und einige blieben auch noch länger.

Alle Ideen wurden protokolliert und gesammelt. In einem zweiten Schritt wird es neue Workshops geben mit den Leuten, die Lust haben, weiterzumachen.

Tolle Initiative. In einigen Stadtteilen ist das Interesse so groß, dass gar nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden können, die Aufnahmegrenze liegt bei 25. In Rahlstedt hatte es allerdings noch freie Plätze gegeben.

 

Schülerfragen zur Bezirkswahl

Schokokekse kamen eindeutig besser an als Salzbrezeln

Die ersten Anfragen an die Kandidat*innen zur Bezirkswahl kommen rein. In der Geschäftsstelle waren am Dienstag z.B. vier Schüler*innen einer Wandsbeker 9. Klasse zu Besuch.

Die Klasse hatte sich aufgeteilt, eine Gruppe ging zur CDU gegenüber, die anderen verteilten sich auf die restlichen Parteien – bei der AFD war die Lehrerin dabei.

Es gab Brezeln und Kekse und Maryam Blumenthal und ich beantworteten abwechselnd die vorbereiteten Fragen: Wie lange seid ihr schon in der Partei, glaubt ihr, dass Trump wiedergewählt wird und wie findet ihr das? Wie sprecht ihr mehr Frauen an, was tut ihr gegen den Klimawandel?

Nach 45 Minuten waren alle Fragen beantwortet, die Schokokekse aufgegessen und die Gruppe machte sich wieder auf den Weg zurück in die Schule.

Richtig gut, dass das Thema Bezirkswahlen so aktiv aufgegriffen wird. Der Unterschied zwischen Bezirks- und Bundespolitik ist hoffentlich ein bisschen klarer geworden. Und wir wären gern dabei gewesen, wenn alle Infos im Klassenraum zusammengetragen und diskutiert wurden.

[2018:42] Bezirkswahl Wandsbek 2019

Am 26. Mai 2019 finden zusammen mit der Europawahl die Bezirkswahlen in den sieben Hamburger Bezirken statt – natürlich auch im Bezirk Wandsbek. Die GRÜNEN Wandsbek wollen nicht nur ihre erfolgreiche Arbeit in der Bezirkskoalition fortsetzen, sondern möglichst gestärkt aus diesen Wahlen hervorgehen – für ein grünes Wandsbek. Schon bei der Wahlvorbereitung macht GRÜN den Unterschied: In einem mehrmonatigen Programmprozess entsteht unter Beteiligung der GRÜNEN Basis und der interessierten Öffentlichkeit das neue Bezirkswahlprogramm. Und weil das natürlich auch jemand umsetzen muss, werden in allen neun Wandsbeker Wahlkreisen und für den Gesamtbezirk die Wahllisten aufgestellt. Jetzt ist die Bezirkswahl-Seite der GRÜNEN Wandsbek online gegangen – mit allen wichtigen Details zum Programm- und Listenprozess. Mehr Infos >