GRÜNES Umweltprogramm für Wandsbek

Klar ist Umwelt Top-Thema im GRÜNEN Bezirkswahlkampf. Aber was bedeutet Umwelt im Bezirk? Welche Handlungsoptionen und Erfordernisse gibt es überhaupt auf der bezirklichen Ebene? Diesem Themenfeld widmet sich das erste Kapitel im GRÜNEN Bezirkswahlprogramm, in dem es außerdem auch um Gesundheit geht. Wichtig ist den GRÜNEN eine schlagkräftige Bezirksverwaltung. Denn ohne eine engagierte und gut ausgestattete Verwaltung lassen sich auch die besten Ideen nicht umsetzen. Viele Jahre wurde die Bezirksverwaltung kaputtgespart und kann jetzt die Anliegen der Menschen im Bezirk oft nicht mehr hinreichen bearbeiten.

Klar leben wir in einer Stadt – aber auch Städte können viele unterschiedliche Biotope und damit vielfältige Lebensräume für Tiere bieten, wenn sie entsprechend gestaltet werden. Wir stehen für einen größtmöglichen Erhalt des Grüns in unserem Bezirk. Wir brauchen mehr Natur in Parks und auf Spielplätzen, mehr bürgerliches Engagement für öffentliches Grün, müssen Biotopverbünde fördern und vieles mehr.

Klar kann nicht immer jeder einzelne Baum vor einer Fällung gerettet werden. Aber Wandsbek muss baumreich bleiben! Also müssen Straßenbäume verpflichtend mindestens 1:1 nachgepflanzt werden. Die Standortbedingungen müssen optimiert und die Bäume vor parkenden Autos geschützt werden. Und schon bei der Planung von Bauvorhaben brauchen wir Baumbilanzen und Benennung von Ersatzstandorten in räumlicher Nähe.

Klar kann die Welt nicht von Wandsbek allein vorm Klimatod gerettet werden. Aber auch die Wandsbeker Kommunalpolitik muss mit umfassenden Ideen und differenzierten Maßnahmen auf den Klimawandel reagieren. Neben der Reduzierung des CO2–Ausstoßes sind hier besonders Maßnahmen zur Abkühlung des Stadtklimas wichtig sowie weitere Strategien und Maßnahmen, um die Folgen des Klimawandels zu mindern.

Klar betrifft der Verbraucherschutz uns alle. Aber was können wir im Bezirk dazu leisten? Wir wollen eine professionelle Verbraucherberatung sowohl telefonisch als auch persönlich und die Durchführung von Angeboten zusammen mit der Verbraucherzentrale. In den öffentlichen Einrichtungen des Bezirks sollen die Anteile von Bio-Lebensmitteln und Fairtrade-Produkten im Essen kontinuierlich steigen und wir brauchen auch klimafreundliche Menüs im Kantinen-Angebot.

Klar ist Gesundheit für uns alle total wichtig und jeder weiß, dass wir neben Gesundheitsaufklärung dazu dringend saubere Luft und Schutz vor Lärm brauchen. Aber wir müssen auch konkret werden: Wir brauchen eine Stärkung des Radverkehrs und des öffentlichen Nahverkehrs sowie eine gezielte Ausweisung von Tempo 30-Bereichen, insbesondere nächtliche Geschwindigkeitsreduzierungen. Und gegen den Fluglärm müssen nach 23 Uhr Starts grundsäzlich verboten sein und die Verspätungen deutlich verringert werden. Wir pochen auf konsequente Einhaltung der Regeln und machen weitere konkrete Vorschläge.

Mehr Infos in unserem Wahlprogramm, Kapitel1: Intakte Umwelt und gesunde Menschen im Bezirk >

Fotos: Pixabay, Privat

Gutes Klima für Wandsbek – das Projektteam tingelt durch den Bezirk

Mitteilung der Pressestelle des Bezirksamtes Wandsbek

(wir haben hier bereits am 31.3. darüber berichtet)

Unter dem Motto „Klimaschutz in Wandsbeker Nachbarschaften aktiv gestalten“ fand am 27.03.2019 im Kulturschloss Wandsbek die Auftaktveranstaltung zur Entwicklung des Integrierten Klimaschutzkonzepts für den Bezirk Wandsbek statt. Auf Einladung des Bezirksamtes Wandsbek haben rund 45 Teilnehmende aus Politik und Verwaltung, Unternehmen, Initiativen und Bevölkerung Chancen und Möglichkeiten, aber auch Hindernisse und Herausforderungen für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im Bezirk Wandsbek gesammelt und diskutiert. Mit Unternehmer Wolfgang W. Springer (Springer Bio-Backwerk GmbH & Co. KG) und dem Klimaschutzreferent Michael Liebert (Umweltzentrum Gut Karlshöhe) haben zwei in Wandsbek Aktive ihre Erfahrungen und Perspektiven ihrer Klimaschutzbemühungen dargestellt.

Die Teilnehmenden sammelten und diskutierten erste Ideen und Themenkomplexe. So z.B. verschiedene Maßnahmen und Möglichkeiten zur Stärkung des Radverkehrs, der Förderung privaten Car Sharings, klimafreundliche Energieversorgungstechnologien im Gebäudeneubau oder den Umgang mit der zunehmenden Versiegelung von Flächen. Zudem wurde gewünscht, Sport- und Bürgervereine im Bezirk sowie Initiativen, die sich bereits aktiv für den Klimaschutz einsetzen im weiteren Prozess zu beteiligen. Aber auch die Grenzen der Möglichkeiten des bezirklichen Klimaschutzes wurden angesprochen: Um Klimaschutzziele zu erreichen seien gravierende Weichenstellungen auf internationaler sowie Bundes- und Landesebene erforderlich.

Nach dem Auftakt geht es nun weiter: Zur Entwicklung des Integrierten Klimaschutzkonzepts werden jetzt die Stadtteile des Bezirks auf der Suche nach Klimaschutzpotentialen unter folgenden Fragestellungen analysiert:

–      Wo ergeben sich Möglichkeiten, im Rahmen von Neuplanungen, Sanierung und Konversion Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen?

–      Wo und in welchen Bereichen sind die Wandsbekerinnen und Wandsbeker in Sachen Klimaschutz bereits aktiv und wie können sie unterstützt werden?

–      Wo und wie kann im Kleinen klimafreundliche Mobilität einfacher werden?

Um diese und weitere Fragen zu beantworten, wird das Bearbeitungsteam in den nächsten Monaten in den Wandsbeker Stadtteilen vor Ort aktiv sein. In Zusammenarbeit mit Stadtteil- und Kultureinrichtungen, Vereinen und Verbänden werden Möglichkeiten für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in Wandsbeker Nachbarschaften gesucht und entwickelt. Ideen und Vorschläge, aber auch Hinweise zu Herausforderungen und Stolpersteinen sind dem Projektteam herzlich willkommen.

Das Projektteam freut sich über Kontaktaufnahme telefonisch unter 040 / 4664-2440 oder per E-Mail:gutesklima.wandsbek@ocfc.de. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseitewww.hamburg.de/wandsbek/klimaschutz.

Gut leben im Alter – haben wir alles falsch gemacht?

130 Gäste waren da, darunter auch zahlreiche Wandsbeker*innen

Begrüßung bei der gemeinsamen Veranstaltung von Grünen 60plus und der Heinrich-Böll-Stiftung

Wow, es war einfach überwältigend: Für unsere Veranstaltung „Gut leben im Alter – mit neuen Quartierskonzepten“ hatten die Grünen 60plus einen Raum für 80 Leute gebucht. Der war zehn Minuten vor Veranstaltungsbeginn rappeldicke voll. Und draußen stand immer noch eine lange Schlange vor dem Eingang zum Campus Uhlenhorst*!

Eigentlich hätte ich die Veranstaltung natürlich total gern in Wandsbek gemacht. Aber alle größeren, stadtnahen Räume, die wir anfragten, waren 2 Monate vor dem Termin ausgebucht!

Also gingen wir auf die Uhlenhorst, und fanden dort einen wunderbaren Raum, der zum Glück erweitert werden konnte. 130 Gäste waren schließlich da! In der Elbvertiefung war die Veranstaltung angekündigt und Tide Radio nahm alles auf.

Neue Quartierskonzepte auch für Ältere scheint sehr viele Menschen zu interessieren.  Schließlich wollen alle in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Wir haben deshalb nach neuen Ansätzen im Quartier gesucht – und sie auch gefunden. Wie zum Beispiel den ambulanten Pflegedienst Buurtzorg (sprich: Bürtsorg), deren Gründer zu Beginn ihrer Arbeit sagten: Alles, was wir tun, ist komplett falsch – und dann das System völlig umgekrempelt haben. Aber davon später mehr.

Der Abend begann mit einem Vortrag von Mathilde Hackmann, Studiengruppenleiterin an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit&Diakonie. Sie erklärte, warum das Quartier gerade für ältere Menschen so wichtig sei und dass wir unseren Blickwinkel ändern müssen: Weg vom alleinigen Blick auf Ältere als Umsorgte, hin zur Sichtweise als Sorgeleistende. Denn jeder Mensch hat das Bedürfnis für andere eine Bedeutung zu haben. Im siebten Altenbericht** der Bundesregierung werden die Kommunen deshalb aufgefordert, Aufgaben der Pflegekassen zu übernehmen. Das wäre doch auch ein interessanter Ansatz für uns!

Selbstständigkeit fördern will auch die neue Initiative Sozialraumorientierung QplusAlter***. Sogenannte Quartiers-Llots*innen sollen ältere Menschen unterstützen, zurechtzukommen, auch im höheren Alter. Sie sollen Hilfe zur Selbsthilfe geben, besprechen, wen man ansprechen kann – aber z.B. nicht selber die kaputte Glühbirne auswechseln.

Beklagt wurde während der Diskussion, dass es zwar offenbar bereits Quartierskonzepte in einigen Stadtteilen gäbe, aber die Menschen vor Ort viel zu wenig darüber wüssten. Das hören wir auch in Wandsbek immer wieder.

Grüne Seniorensprecherin der Hamburger Bürgerschaft erzählt von tollen Projekten, die es schon gibt – die aber viele nicht kennen

Souveräne Moderation durch unseren Profi Gabriele Heise, früher NDR info

In Altona ist das Problem schon ganz gut gelöst, dort wurde altonavi gegründet, das Infozentrum und Freiwilligenagentur zugleich ist. Alle Aktivitäten werden dort gebündelt und können in einem Ladenlokal mitten im Quartier nachgefragt werden, ganz einfach, ohne Anmeldung. Das wird auch von vielen älteren Menschen mit Migrationshintergrund wahrgenommen.

Unsere grüne Seniorensprecherin in der Hamburger Bürgerschaft, Christiane Blömeke ergänzte und erzählte u.a. von LeNa, einer Abkürzung für lebendige Nachbarschaft. Das Modellprojekt der SAGA gibt es bisher in Steilshoop, Horn und Barmbek und will selbstbestimmtes Wohnen in der eigenen Mietwohnung gewährleisten. Zentrale Anlaufstellen sind ein Nachbarschaftstreff, ein Nachbarschaftsbüro und ein Quartiersbüro. AniTa eine online-Plattform, macht den Austausch zwischen pflegenden Angehörigen möglich. Knapp 30% aller erwachsenen Kinder wohnen mehr als 100 Kilometer von ihren Eltern entfernt und könnten sich nicht regelmäßig kümmern. Pflegestützpunkte unterstützen in allen Fragen rund um das Thema Pflege – unabhängig von der Kassenzugehörigkeit oder dem Bezug von Sozialleistungen. Mehrgenerationenhäuser sind Treffpunkte für Jung und Alt im Stadtteil. Besuchspatenschaften werden u.a. von Freunde alter Menschen angeboten. Kulturisten-hoch2 lädt Seniorinnen und Senioren mit kleiner Rente ein, regelmäßig und kostenlos, gemeinsam mit einem jungen Menschen aus dem gleichen Stadtteil, die kulturelle Vielfalt Hamburgs zu nutzen. Der Verein Wege aus der Einsamkeit bietet gratis digitale Seminare speziell für Menschen 65plus an. Und organisiert in Hamburg mit anderen Gruppen (die GRÜNEN 60plus sind auch dabei) den Weltseniorentag am 1. Oktober in einem coolen Club.

Dieser Teil war schon höchst spannend und trotz Enge und Wärme waren alle voll dabei. Das Highlight des Abends kam dann natürlich mit Johannes Technau von Buurtzorg: ein ambulanter Pflegedienst aus den Niederlanden, der übersetzt Nachbarschaftshilfe bedeutet und gerade weltweit den Pflegemarkt umkrempelt. Auch in Deutschland gibt es inzwischen vier Pilotprojekte.

Johannes Technau von Buurtzorg aus Münster

Alle Referenti*nnen, die Moderatorin und die Drahtzieher*innen

„Der Unterschied zum herkömmlichen System ist die Abkehr vom Abarbeiten vorgegebener Pflegestandards, alle Hilfe ist ausgerichtet am autonomen Leben, das ist das Ziel“, sagt Johannes Technau. „Der große Unterschied in der Organisation sind die hierarchiefreien Teams, die gemeinsam für gute Pflege verantwortlich sind. Für uns Deutsche ist das nicht einfach, in den Niederlanden gibt es generell weniger Hierarchien als hier.“

Bei uns kommt das Geld vor allem von den klammen Pflegekassen, die für Pflegeleistungen der Versicherten – je nach Pflegegrad – aufkommen. Um Geld zu verdienen, muss man also möglichst viele Leistungen in möglichst kurzer Zeit erbringen, so Technau. Deshalb sparen viele Pflegedienste bei den Personalkosten. Mit dem Ergebnis, dass Pfleger*innen und Gepflegte gleichermaßen frustriert sind. Das ist beim Non-Profit-Pflegedienst Buurtzorg anders. Und unter dem Strich auch nicht teurer, da die Honorare für die Profis zwar höher sind, die Patient*innen aber zu mehr Selbstständigkeit angeregt werden. Also mehr selber machen können.

Und dickes Plus: In den Niederlanden waren bei 10.000 Pflegekräften nur 50 Mitarbeiter*innen in der Verwaltung notwendig für Miete, Verträge, Lohnbuchhaltung (siehe Bild links, das Verhältnis zwischen Pflegekräften=grün und Verwaltung=gelb). Das meiste organisieren die Teams selbst. Maximal 12 Pflegekräfte sind in einem Team organisiert in einem begrenzten Umfeld. Vorbild war die Gemeindeschwester, die es früher auch bei uns gab. Bei Konflikten helfen Teambegleiter, aber nur im Notfall. In der Regel kriegen die Teams alles allein hin.

Beim Come together gab Wein, Saft und Wasser und ganz viel Knabberzeug

Inzwischen hat Buurtzorg in den Niederlanden 14.000 Mitglieder und Modellprojekte überall auf der Welt. So einfach kann es also sein!

Grün sind die Pfleger*innen, ganz rechts außen die Verwaltung als gelber Strich. Beeindruckend, das Verhältnis, oder?

Nach der Diskussion ging es weiter mit kleinen Gesprächen beim Come together mit Wein, Saft oder Wasser und Knabberzeug. Viele Gäste hatten sich in Listen eingetragen, um eine schriftliche Zusammenfassung der Veranstaltung und Adressen zu bekommen. Alle Grünen 60plus gingen am Ende beseelt nach Hause. Ein Ansatz für grüne Pflege, der sich hoffentlich bald durchsetzen wird!

 

Aktives grünes Wandsbek

Das Wetter passt zum Plakatieren!

Zunächst dreimal wollen wir Plastikmüll sammeln

Das Gehummel, wie Harry es so schön genannt hat, geht weiter! Überall wird plakatiert, die nächste Veranstaltung ist die von Europakandidat Sergey Ladoginsky am Dienstag, den 16. April um 19 Uhr im Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Alte Schilder werden überklebt und wieder schön gemacht, es kommen immer mehr Veranstaltungen dazu. Am 18. April wollen wir in der Rahlstedter Stadtteilgruppe über Plastik und Plogging (Joggen und Plastikmüllsammeln) diskutieren, am 26. April startet unsere erste Plogging-Aktion, wir treffen uns um 18 Uhr in der Mecklenburger Straße am Rahlstedt Center. Am 18. und 25. Mai geht es dann weiter, die Sammelstrecken werden wir gemeinsam beschließen.

Gestern war unser Landesschatzmeister zum zweiten Mal in der Geschäftsstelle, um uns zu erzählen, wo es sich lohnt, Stände aufzustellen und aktiv zu werden. War spannend.

Die Kandidaten Uwe Halpap und Jan-Otto Witt mit unserem Landesschatzmeister Karl-Heinz Karch

Wahlkampfleiter Wilhelm Bauch und Kreisgeschäftsführerin Katja Rosenbohm bei der Kandidaten-Besprechung

Es gibt zahlreiche Einladungen zu Podiums­diskussionen und am Montag startet nun unsere grüne Kampagne auf Facebook. So aktiv waren die Grünen in Wandsbek noch nie!

Für ein GRÜNES Wandsbek – weil wir hier leben

GRÜNER Kreisverband stellt Wahlprogramm vor
Maryam Blumenthal, Kreisvorsitzende und Spitzenkandidatin der GRÜNEN in Wandsbek: „Am 26. Mai 2019 ist es soweit: Wir wählen unsere neue Bezirksversammlung. Um möglichst viel von unserem Programm auch umsetzen zu können, brauchen wir viele GRÜNE Stimmen in Wandsbek – nicht nur auf der Bezirksliste, auch in den Wahlkreisen. Wie werden an unsere Politik aus den vergangenen Jahren anknüpfen und können uns mit einem guten GRÜNEN Ergebnis noch stärker für einen Bezirk einsetzen, in dem jeder Mensch seinen Platz findet. Wir engagieren uns für eine intakte Umwelt, für sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft und wir stehen für eine nachhaltige und ökologische Stadtplanung, dazu gehört auch eine umweltschonende und zeitgemäße Mobilität.“

Schwerpunkte des Programms sind eine grünes Wandsbek, der Schutz und die Förderung der Grünflächen, mehr Baumschutz und Klimagerechtigkeit. Aber auch der Verbraucherschutz und die Gesundheit der BürgerInnen liegt den GRÜNEN am Herzen.

Ein zweiter Schwerpunkt ist der soziale Zusammenhalt im Bezirk. Wichtig ist den GRÜNEN ein generationsgerechtes Wandsbek, auch für Kinder, Jugendliche und SeniorInnen sowie ein buntes Wandsbek, in dem Integration und Inklusion keine Schlagworte bleiben. Bei der Inklusion ist der Bezirk durch unsere Anstöße schon jetzt federführend in Hamburg. Auch der Sport und die Kultur liegt den GRÜNEN am Herzen mit vielfältigen und flächendeckenden Angeboten.

Ein dritter Schwerpunkt liegt in der nachhaltigen Stadtplanung. Wohnen in Wandsbek muss ökologisch und bezahlbar sein. Wir sind jetzt schon federführend in Hamburg mit hohen Energiestandards beim Bauen sowie bei der Umsetzung von Gründächern und Solaranlagen in vielen Bebauungsplänen. Bei der Mobilität wollen wir in Zukunft noch mehr umweltschonende und zeitgemäße Planungen umsetzen. Dazu gehört der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und die Förderung des Fuß- und Radverkehrs.

„Wir GRÜNE stellen den Menschen in den Mittelpunkt unseres Handelns. Wir wollen Hamburgs Charakter und Charme erhalten und die Stadt sozial, grün und nachhaltig weiterentwickeln. Es ist dabei unser Anspruch, den Boom in Hamburg im Interesse aller Menschen so zu gestalten, dass man sich auch ohne großes Einkommen das Leben in der Stadt leisten kann. Nur mit weitsichtiger Politik und gemeinsam kommen wir zu guten Lösungen für unsere Zukunft. Als starke GRÜNE in der Bezirksversammlung haben wir die Chance, noch mehr von unseren grünen Ideen auch umzusetzen“, ist Maryam Blumenthal überzeugt.

Hier gibt es unser Wahlprogramm, online und als Download >

Premiere für Hamburg: Grüne 60plus stellen Nachbar­schaftshilfe vor!

Zu der Veranstaltung „Gut leben im Alter – mit neuen Quartierskonzepten”, laden am am 8.4. von 17.30 Uhr bis ca. 19.30 Uhr die Grünen 60plus zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung auf den Campus Uhlenhorst, Heinrich-Hertz-Straße 72, mit anschließendem Come together ein.

Zum ersten Mal wird Johannes Technau von Buurtzorg (=Nachbarschaftshilfe) in Hamburg sein wird. Sein Team hat das niederländische Buurtzorg-Modell ambulanter Pflege nach Deutschland geholt und wird uns erzählen, wie das System ganz ohne Hierarchien zur Zufriedenheit aller bestens funktioniert. Buurtzorg wird auch in der deutschen Pflegeszene bereits diskutiert, in der ZEIT gab es kürzlich einen sehr schönen Artikel dazu.

Außerdem mit dabei: altonavi und Q8 Sozialraumorientierung, beide ebenfalls mit neuem Quartiersansatz. Und unsere grüne Seniorensprecherin in der Bürgerschaft, Christiane Blömeke sowie eine Vertreterin der Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie.

Also hochkarätige Referent*innen, die über moderne Quartierskonzepte sprechen und mit Sicherheit viele Menschen ansprechen werden.

Moderieren wird Gabriele Heise von den Grünen 60plus, Ex-Moderatorin von NDR info.

Klimaschutz im Doppelpack

Klimaschutz im Café Tschai

…mit Lisa Schneider, Manuel Sarrazin und Eckhard Heumeyer

Gleich zwei Klimaschutz­veran­staltungen in einer Woche in Wandsbek – und eine interessanter als die andere! Und beide sehr gut besucht.

Zuerst hatte Eckhard Heumeyer ins Café Tschai geladen, um Lisa Schneider von Adelphi, einer Agentur, die u.a. Kommunen bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen berät und Manuel Sarrazin, grünes Mitglied des deutschen Bundestages, zum Thema „Kommunaler Klimaschutz in Deutschland und Europa – neuer Antrieb für die europäische Integration?“ zu hören. Eine spannende Veranstaltung mit etwa 30 Gästen. Lisa sagte, dass der Begriff Klimaschutz für viele Bürger*innen viel zu abstrakt sei, er müsse runtergebrochen und an lokale Themen angepasst werden. Viele Bürger*innen würden beim Klimaschutz nämlich nur an zusätzliche Kosten denken. Besser sei es, damit zu werben, dass man saubere Luft wolle, sichere Fuß- und Radwege, Geldsparen durch energiebewusstes Bauen etc.

Besonders Menschen mit niedrigem Einkommen und Bildungsstand würden Klimaschutz pauschal eher ablehnen. Hätten aber gleichzeitig einen sehr hohen Energieverbrauch, könnten also tatsächlich durch anderes Verhalten Geld und Energie sparen.

Eine gute Beratung bieten z.B. der Stromspar-Check der Caritas, Schulprojekte, Aufklärung während der europäischen Mobilitätswoche, Angebote für Energieberatungen vor Ort.

Manuel berichtete u.a. aus Polen und meinte, dass dort sehr viel z.B. in neue Radwege investiert würde, und diese Radwege in jedem Dorf besser seien als unsere in Hamburg. Alles, was in Polen dreckig sei, sei meist mit Korruption verbunden. Saubere Luft ist deshalb zum großen Thema in der Politik geworden.

Wolfgang W. Springer hat seinen Betrieb vor ca. 10 Jahren auf 100 % Bio umgestellt

Viele Grüne waren zur Veranstaltung gekommen, auch Eva Kuczewski-Anderson und Wilhelm Bauch

Zwei Tage später ging es dann im Wandsbeker Kulturschloss weiter mit der Veranstaltung „Klimaschutz in Wandsbeker Nachbarschaften aktiv gestalten“ .

Dieses Konzept hatte viele Wandsbeker*innen interessiert, der Saal war voll, auch viele grüne Mitglieder waren gekommen.

Schließlich war das Konzept mit einem grün-roten Debattenantrag auf der Bezirksversammlung im Sommer 2016 gestartet, einstimmig mit allen Fraktionen verabschiedet: wir wollen ein Integriertes Klimaschutzkonzept für Wandsbek! Die lange Vorbereitungszeit lag an den langen Bearbeitungszeiten zur Bewilligung für die Fördergelder vom Bund. Schließlich konnte das Bezirksamt die Betreuung des Projektes an das Beratungsteam OFC Consultung geben.  Und jetzt geht es endlich öffentlich an den Start mit der Auftaktveranstaltung!

Manuel Gottschick, Geschäftsführer des beauftragten Büros, übernahm Begrüßung und Moderation.

Zu Beginn erzählten zwei Wandsbeker, wie ihre Firma bzw. Stiftung Nachhaltigkeit umsetzt.

Die Bäckerei von Wolfgang W. Springer hatte zunächst ein konventionelles Angebot und biomäßig nur kleine Brötchen gebacken. Tschernobyl hatte Springer zum Grübeln gebracht, dann die Diskussion um das Waldsterben. Und als seine Frau schwanger wurde, dachte er immer häufiger an die Zukunft seiner Kinder. Und fing an, seinen gesamten Betrieb auf 100 Prozent Bio umzustellen. Das hatte zur Folge, dass 2 Millionen Quadratmeter Ackerboden zu Bioland wurden – was ihn mächtig stolz machte. Nach 60 Jahren als Mieter im Rauhen Haus musste er nun den Betrieb vergrößern, umziehen, und begann nach neuen Energiestandards zu bauen, er nutzte die Abwärme, verbesserte die Kühltechnik,  setzte LED-Licht ein. Heute versorgt er bei gleichem Energieeinsatz wie früher eine doppelt so große Arbeits-Fläche. Die nächste Investition wird Solarenergie sein, dafür hatte es zunächst nicht mehr gereicht.

Im Anschluss fragte Klimareferent Michael Liebert vom Gut Karlshöhe die Zuhörer*innen, wer schon einmal dort gewesen war – und fast alle Hände schnellten in die Höhe. Was ihn richtig freute. Das Umweltzentrum  Gut Karlsruhe wird von der Hamburger Klimaschutzstiftung betrieben und versteht sich als „Lern- und Erlebnisort, an dem alle Menschen von klein auf bis ins hohe Alter erfahren, wie „einfach gut leben“ im Rahmen der natürlichen Ressourcen gelingt.“ Daneben hat er mitten in Wandsbek eine grüne Oase geschaffen, die allen Menschen hilft, runterzukommen. Ganz ohne Top Down Ansatz, die Menschen kommen mit neuen Ideen, die er gern aufnimmt; zuletzt war es das Repair-Cafè, das inzwischen hervorragend funktioniert.

Michael Liebert (links) und Manuel Gottschick im Kulturschloss Wandsbek

Dann stellte Manuel Gottschick sich und seinen Ansatz vor: Er selbst habe ein gut gedämmtes Haus, kein Auto und lebe sehr nachhaltig. Aber alles, was wir privat machten, sagt er, würde nicht im Entferntesten ausreichen, die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Auch wenn alle eine Pellet-Heizung hätten, mehr Biomasse anbauten, seien die Effizienzsteigerungen begrenzt. Nur auf den technischen Fortschritt zu setzen, sei zur Zeit jedenfalls ein Trugschluss. Auch wenn wir bei Neubauten Parkplätze unbequemer machten (z.B. sie nicht mehr direkt vor der Haustür hätten), Fahrradplätze angenehmer (ebenerdig, und trocken) , die Windkraft steigerten, schaffen wir damit nicht die erforderliche CO2-Reduktion bis 2050. Das ginge nur, wenn wir wirklich keine einzige Möglichkeit, CO2 einzusparen, auslassen würden.

Deshalb seien die kommunalen Konzepte so wichtig. Sie werden vom Bund und vom Land gefördert, die Bezirksämter müssten zunächst nur eine*n Mitarbeiter*in als Ansprechpartner für das beantragte Büro stellen. Gefordert sind u.a. eine Ist-Analyse, eine Potential-Analyse und ein Maßnahmen-Katalog.

Beim Projektteam können Vorschläge für Wandsbek eingereicht werden

Heute würde er deshalb unsere Vorschläge sammeln, die wir in der Pause an die vorbereiteten Wände pinnen könnten. Vorgeschlagen wurden u.a. mehr und breitere Radwege, einen grünen Radweg bis in die Stadt hinein, eine große Zahl an Wasserspendern, damit man keine Plastik-Wasserflaschen mehr braucht… Nach dieser Auftaktveranstaltung wird es ähnliche Einladungen in mehreren Stadtteilen geben.  Am Ende wird die Agentur dann mit Beteiligung der Bezirksversammlung entscheiden, welche Maßnahmen sinnvoll und machbar wären.

Gottschick hat dieses Procedere auch schon für Bergedorf gemacht, die Ergebnisse findet man online. In Bergedorf sei es am Ende leider eher dürftig gewesen, was aus den vielen Vorschlägen tatsächlich in den Bezirk hineingetröpfelt sei. Unsere grüne Bezirksabgeordnete Dr. Ulla Martin meinte dazu, leider fehle halt oft das Geld, deshalb sei es wichtig, entsprechende Gelder zu akquirieren, um möglichst viele Maßnahmen umsetzen zu können. Das ließen einige Umweltaktivisten nicht als Argument gelten. Die Meinungen im Publikum gingen weit auseinander – bei der Sammlung der Vorschläge waren aber alle motiviert dabei. Guter Ansatz, hoffen wir mal, dass wir in Wandsbek viel erreichen werden.

Link für mehr Info

 

 

 

 

 

 

 

Gehummel in Wandsbek

Mann, ist das gerade ein Gehummel bei den GRÜNEN Wandsbek. Nachdem wir für die bevorstehenden Bezirkswahlen unser Programm aufgestellt und unsere Kandidatinnen und Kandidaten benannt haben, stehen jetzt alle in den Startlöchern.

Nein, falsches Bild: Sie stehen nicht still, sondern sind eher wie die unruhigen Pferde in der Startbox vorm Start eines Galopprennens oder genauer noch, wie Pferde hinter dem Startwagen eines fliegenden Starts beim Trabrennen. Denn noch ist der Wahlkampf nicht eröffnet. Aber wer in diesen Tagen durch die Straßen Hamburgs geht, sieht schon die ersten Spuren: Überall stehen Plakate, die zu Veranstaltungen einladen – Vorwahlkampf eben. Auch wir sind kräftig dabei. Am Montag zum Beispiel bieten wir wieder eine Top-Veranstaltung zum Thema Klimaschutz Top-Veranstaltung zum Thema Klimaschutz. Lisa Schneider und Manuel Sarrazin diskutieren mit uns, was wir in Hamburg und Wandsbek konkret anschieben können.

Für den eigentlichen Wahlkampf laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Plakate bestellen, Kampagnen und Veranstaltungen planen, Einsatzpläne machen – Wahlkampfleiter Wilhelm Bauch ist mit seinem Team voll dabei. Wer mitmachen oder aber auch nur ein defektes Plakat melden möchte, wende sich bitte an wahlkampf❀gruene-partei-wandsbek.de. Die Grundlagen für einen Erfolg bei den Bezirkswahlen und bei der eigentlich noch viel wichtigeren Europawahl sind gut: In der letzten Umfrage für Hamburg liegen die GRÜNEN bei 29% im geräumigen Nebenbau mit gutem Verhältnis zu unserem Koalitionpartner SPD (35%), für die Bundestagswahl sind die Hamburger Zahlen mit 32% (GRÜNE), 24% (SPD) und 20% (CDU) sogar noch besser (Details). Realer als diese Zahlen sind nur noch die Zahlen unserer Mitgliederentwicklung: Der Zustrom hält ungebrochen an, in jeder Vorstandssitzung nehmen wir ungefähr ein halbes Dutzend neue Mitglieder auf.

Am erfreulichsten ist es jedoch, dass unsere Neumitglieder nicht nur in die Kartei wandern – nein, sie mischen sich aktiv ein! Am Freitag der vorverangenen Woche traten wieder alle vier Stadtteilgruppen zusammen. In Rahlstedt haben wir beispielsweise mit vierzehn an grüner Politik interessierten Leuten über die S4 und neue Technologien wie Künstliche Intelligenz diskutiert. Auch in Bramfeld, Walddörfer und Wandsbek waren die Treffen wieder gut besucht. So kann das gerne weitergehen – ich hoffe, wir sehen uns bald!

Grau, bunt und großartig – die neuen Altersbilder

Am 1. April – kein Scherz – findet eine spannende Diskussionsveranstaltung im Wandsbeker Bürgersaal statt. Wir wollen reden über die neuen Altersbilder, ehrlich gesagt, eins meiner Lieblingsthemen wenn es um ältere Menschen geht.

Beim Gedanken an die Generation Ü 60 haben viele noch beige gekleideten Rentner*innen im Kopf, die gern im Supermarkt an der Kasse im Weg stehen und alle aufhalten. Die Altersbilder haben sich aber extrem gewandelt. Mitra Kassai zum Beispiel, auch bekannt als DJ Rita, lädt Senioren und Senioritas zu Treffen in coolen Clubs ein und sagt: „ Die neuen Alten sind mit Wirtschaftswunder, Rock ’n‘ Roll und der Studentenbewegung aufgewachsen. Sie haben den Wandel vom ersten Farbfernseher bis zum neuesten Smartphone mitgemacht. Sie diskutieren, lachen und tanzen gern… und sind ganz anders gealtert als ihre Eltern.“

Das bezirkliche Forum „Generationenfreundliches Wandsbek“ hat deshalb Vertreter*innen verschiedener Generationen eingeladen, um über die Folgen des demografischen Wandels für unsere Gesellschaft und unseren Bezirk zu diskutieren:

„Babyboomer gehen vermehrt in Rente, Lebensformen verändern sich zusehends: Das bedeutet spürbaren Wandel für alle Generationen und bringt Chancen wie auch Herausforderungen mit sich. Welche Strategien benötigt man dafür im Bezirk Wandsbek, welche guten Ansätze gibt es bereits, was soll noch getan werden? Wie wird es von Vertreter*innen unterschiedlicher Generationen gesehen und gewichtet: Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede? Welcher Handlungsauftrag ergibt sich daraus?

Diese und andere Aspekte werden im Rahmen der Veranstaltung beleuchtet. Impulse werden in einem Eröffnungsvortrag von Barbara Wackernagel-Jacobs, saarländische Sozialministerin a.D., gesetzt. In einer anschließenden Podiumsdiskussion diskutieren Expert*innen verschiedener Professionen und Generationen über den Wandel der Altersbilder, die Generationengerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie über weitere spannende Fragen.“

Diskutieren werden im Anschluss

  • Mitra Kassai (u.a. Projekt OLL INKLUSIV)
  • Christa Möller (Bezirks-Seniorenbeirat Wandsbek)
  • Barbara Wackernagel-Jacobs (saarländische Sozialministerin a.D., Filmproduzentin)
  • Ulrich Kluge (Leitung Seniorenbüro Hamburg e.V.)
  • Patrick Orth (u.a. Vorstand Hamburg Pride e.V.)
  • Jan Hochthurn (Sozialpädagoge, junger Familienvater)Moderation: Alexander Scheuerer

 

Danach sollen alle Gäste ihre Meinung äußern und auch an der Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die Bezirks-Verwaltung aktiv mitwirken.

Wann: Montag, den 1. April 2019 17.00 bis 19.30 Uhr

Wo: Bürgersaal Wandsbek, Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg

Veranstalter: Bezirksamt Wandsbek, Fachamt Sozialraummanagement, Forum „Generationenfreundliches Wandsbek“

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und beinhaltet auch den Snack und die Getränke.

 

 

Demo gegen die Urheber-Rechtsreform der EU

Unser Wandsbeker Bezirkswahlkandidat Linus Jünemann (links im Bild) bereitet gemeinsam mit Moritz Duge ein Treffen zur EU-Urheber*innenrechtsreform am 23.3. in der Landesgeschäftsstelle vor. Unterstützt werden die beiden dabei von der Grünen Jugend und vom Landesvorstand.  Linus sagt dazu:

„Die EU-Urheber*innenrechtsreform bringt, wenn auch der Anspruch eine gerechtere Vergütung für Urheber*innen bei Verbreitung im Internet zu ermöglichen, gut und richtig ist, unter anderem mit den Artikeln 11 und 13 schwerwiegende Änderungen mit sich, die das Internet in seiner Struktur nachhaltig zum Negativen verändern werden. Wir erkennen daher den beispiellosen europaweiten Protest an und rufen ebenfalls zu den europaweiten Demonstrationen am 23.03.2019 auf. Für Hamburg bieten wir dazu am 23.3. ab 11 Uhr in der Landesgeschäftsstelle die Möglichkeit, sich zu den kritischen Artikeln zu informieren und auszutauschen. Zudem besteht das Angebot, gemeinsam Materialien für die Demo zu gestalten und diese ab 13 Uhr zu besuchen. Wir freuen uns über reges Interesse und einen vielfältigen Diskurs über das Urheber*innenrecht mit euch.“

Die meisten Deutschen stehen hinter den Klimaschutz-Protesten

Klar, die Grünen 60plus unterstützen die Schüler*innen

Auch wenn FDP-Chef Christian Lindner gegenüber der „Bild am Sonntag“ meint, Klimaschutz sei „eine Sache für Profis“ und nichts für Kinder und Jugendliche zeigt eine deutschlandweite Umfrage des ZDF Politbarometers,  dass die Mehrheit der Deutschen die Schülerproteste gut finden, das sagten immerhin 61 Prozent der Befragten. Nur 38 Prozent fanden sie „nicht gut“, wie die Statista-Grafik zeigt. Für die Umfrage wurden 1.285 Personen ab 18 Jahren deutschlandweit befragt.

Quelle: Statista_com und ZDF Politbarometer, Basis 1285 Befragte in Deutschland ab 18 Jahren, 22.-24. Januar 2019

Bezirkswahlen – die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren!

Die ersten Fotos sind fertig, von Maryam Blumenthal, Jan Otto Witt und mir

Ausgesucht wurde natürlich gemeinsam

Unter der U-Bahnbrücke waren wir einigermaßen regensicher

Bei schönstem Hamburger Schietwetter hatten wir heute unseren Fototermin für den Bezirks-Wahlkampf. So gut wie alle Kandidat*innen waren dabei, die Fotos sollen auf Kandidaten-Karte, die wir im Wahlkreis verteilen können – zum Beispiel beim Haustürwahlkampf. Fotografin Elfriede Liebenow aus Volksdorf hat sich sehr ins Zeug gelegt, um die Atmosphäre im Studio aufzulockern. Ist gar nicht so einfach, gefühlte Stunden entspannt in die Kamera zu lächeln, ohne die Schultern hochzuziehen, den Kopf in einem bestimmten Winkel zu neigen, die Hände am Körper locker abzulegen,  und dabei möglichst auch noch tatkräftig und durchsetzungsfähig auszusehen. Und das nicht nur warm und gemütlich im Studio, sondern bei Sturm und Wind in T-Shirt, Hemd oder leichtem Blazer unter der U-Bahnbrücke in Volksdorf. Schweinekalt war’s! Mit Elfies Hilfe hat am Ende aber alles ganz gut geklappt. Sobald die Karten fertig sind, geht der Haustürwahlkampf los!

#FridaysForFuture – Greta Thunberg in Hamburg

Immer wieder Freitags demonstrieren auch in Hamburg Schülerinnen und Schüler für ihre und unsere Zukunft. Diesmal war Greta Thunberg da und insgesamt waren ca. 10.000 Menschen anwesend. „Niemand verbessert die Welt, indem er die Schule schwänzt“, meinte dazu Schulsenator Ties Rabe. Das ärgert Jim Martens von den GRÜNEN Eimsbüttel. Solche Äußerungen findet er „hochproblematisch“ und hält dagegen: „Es wird Zeit Ties Rabe und all den anderen realitsfernen Politiker*innen mal klarzumachen, dass es verdammt nochmal die Aufgabe der Politik ist den Handlungsrahmen vorzugeben und etwas gegen Klimawandel zu tun und die Verantwortung nicht diffus auf andere abzuschieben.“

Außerdem: „Diese Demos sind was Politikverständnis und Demokratieerfahrung angeht weitaus praktischer, als jede Stunde Theorie in der Schule. Denn bei den Demos geht es nicht um Noten und darum für andere Leistung zu erbringen bzw. weil es im Lehrplan steht, sondern um das eigene Leben. Daher sollten Schulen nicht nur Kinder dafür befreien dürfen, vielmehr sollte das von der Politik aktiv unterstützt werden.“

Im Interview mit der tagesschau sagt Jim dann auch, es sei „ein blödes Argument“ von den Schülern zu fordern, für Ihre Zukunft in die Schule zu gehen, „wenn die Zukunft gerade kaputt gemacht wird“. Mehr Infos für Mitglieder >

Hamburg feiert Loki Schmidt

Am Sonntag wäre Loki Schmidt 100 geworden, an ihrem Geburtstag gab es ihr zu Ehren im Botanischen Garten  eine Matinee, allerdings nur für geladene Gäste. Am 25. März errichtet die Deutsche Post im Museum für Hamburgische Geschichte ein Sonderpostamt, und es wird eine Sonderbriefmarke geben. Ab 30. August wird im  Museum die Ausstellung mit Loki in die Welt zu sehen sein. Einen Überblick über alle Veranstaltungen, vom Schulgarten-Wettbewerb bis zum Konzert, findet man online auf der Website der Helmut und Loki Schmidt Stiftung.

 

Offen für alle sind auf jeden Fall die 90 Loki-Schmidt-Beete, die vor 10 Jahren zu ihrem 90. Geburtstag bundesweit angelegt wurden von der Loki-Schmidt-Stiftung Naturschutz Hamburg. Eins davon findet sich auf der Streuobstwiese in der Berner Au, ich komm morgens beim Joggen oft daran vorbei. Hier schon mal ein kleiner Einblick aus den letzten beiden Jahren – ich kann es jedenfalls kaum erwarten,  dass Schwertlilien, Klee, Nelken, Glockenblumen, Gräser, Rainfarn aus ihrem Winterschlaf erwachen, und es wieder jeden Tag dort etwas Neues zu entdecken gibt!

 

Grüne Sprechstunde

Das Podiums-Team: Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink, Bürgerschaftsabgeordnete Christiane Blömeke, Frank Liedtke von der Barmer

Das Podium war mit der Bundestagsabgeordneten und gesundheitspolitischen Sprecherin Maria Klein-Schmeink, unserer Bürgerschaftsabgeordneten Christiane Blömeke und dem Landesgeschäftsführer der Barmer hochkarätig besetzt, die Ohlendorff’sche Villa bestens präpariert: Alle Tische waren zur Seite geräumt, die Stühle gruppierten sich im Halbkreis um unsere Wahlkampfstehtische, frische Blumen steckten in den mitgebrachten Vasen, im Empfangsraum lagen Flyer und Buttons aus und Wasser und Gläser standen bereit. Unser Vorstandsmitglied Alice Buxton hatte zur grünen Sprechstunde geladen und wollte gern in einer offenen Diskussionsrunde wichtige gesundheitspolitische Themen ansprechen wie z.B.: Was für eine Gesundheitsversorgung brauchen wir? Wofür steht grüneGesundheitspolitik – in Hamburg und im Bund? Was hilft uns eigentlich dabei, gesund zu bleiben? Und was hat das Präventionsgesetz bisher gebracht? Mit welchen Kompetenzen kommen die Patient*innen in das Gesundheitssystem und wie ist das System darauf eingestellt? Wie kann man Patient*innen in ihrer Gesundheitskompetenz stärken und die Professionellen besser für den Patientenkontakt schulen und ausrüsten? Wie können wir die Fachkräftegewinnung im Gesundheitsbereich stärken?

Vorstandsmitglied Alice Buxton, rechts, hatte zur Sprechstunde eingeladen und stellte zunächst die Podiumsteilnehmer*innen vor

Maria Klein-Schmeink erklärte gleich zu Beginn, dass Deutschland zwar weltweit an 5.Stelle mit den Ausgaben für unser Gesundheitssystem liegt – aber leider würde viel zu wenig bei den Menschen ankommen. Patienten würden sich im Dschungel der Möglichkeiten oft nur schwer zurecht finden. Ginge es einem richtig schlecht, brauche man meist Angehörige, die laut Forderungen stellten.

Unser System sei zu ärztelästig, Pflegekräfte würden zuwenig eingebunden. Das sei in Skandinavien ganz anders. Prävention und Reha, beides müsse vor der Pflege stehen. Das wäre auch viel preiswerter.

Christiane stellte fest, dass wir in Hamburg natürlich viel besser dastünden als Flächenländer. Im Prinzip sind wir als Region gesehen sogar überversorgt. Allerdings nur theoretisch, praktisch sähe das meist anders aus. Da gäbe es einen Aufnahmestopp bei Kinderärzten z.B. in Volksdorf. Oft verstehen die Patient*innen auch gar nicht, was die Ärzte sagen. Gut sei deshalb ein Modell wie der Gesundheitskiosk in Billstedt, wo medizinisch ausgebildetes Personal kostenlos berät und den wir für alle Stadtteile bräuchten, genauso wie Nachbarschaftsstrukturen. Und wichtig sei generell Prävention, z.B. die Fitnesss-Aktion „Mach mit, bleib fit“.

Flyer und Buttons lagen bereit zum Mitnehmen

Auch Frank Liedtke beklagte, dass man auf einen Facharzt meist 6 bis 12 Wochen warten müsse und in der Zwischenzeit keiner fragt, wie es einem geht. In seinen Augen dauert alles so lange, weil wir keine vernetzten Strukturen hätten, sondern jeder nur für seinen Sektor denken würde. „Ich brauche ein System, das vernetzt denkt und handelt. Wir werden die Kohle, die wir haben, oft gar nicht los.“ Für gute Konzepte sei Luft da. Maria hatte allerdings den Eindruck, dass man von guten Konzepten immer mehr wegkomme, dass alles im System zunehmend schlanker würde.

Das läge daran, so Liedtke, dass junge Leute mit 25 schauen müssten, wo finde ich eine gute Kasse, für die ich nicht so viel bezahlen muss. In dem Alter würde man Ärzte eben in der Regel noch nicht wirklich brauchen.

Die Diskussion wurde dann richtig lebendig, Linus Jünemann von der Grünen Jugend, der selbst im Pflegebereich arbeitet, hat zwar viel über Prävention gelernt, aber keine Zeit, das Gelernte anzuwenden. Andere kritisierten, dass der Pflegeberuf viel zu unattraktiv sei, und es gäbe nicht mal eine eigene Gewerkschaft, viele störten sich an der Privatisierung der Krankenhäuser.

Auch Christiane bedauerte, dass dem Senat und der Bürgerschaft nach dem Verkauf der Krankenhäuser durch den CDU-Senat im Jahr 2005 die Einflussmöglichkeiten auf die nunmehr privatisierten Krankenhäuser genommen wurde.  Erschwerend kommt hinzu, dass vor einigen Jahren auf Bundesebene sogenannte Fallpauschalen für Krankheitsbilder eingeführt wurden und dadurch die Behandlungen von Krankenhausführungen eher wirtschaftlich statt medizinisch gedacht werden.

So ist beispielsweise eine natürliche Geburt von 15 Stunden für Geburtshilfestationen viel aufwändiger und teurer als ein Kaiserschnitt. Die Folgen sind gestiegene Kaiserschnittraten.

Und stand knackiges Obst bereit

Maria ergänzte, dass die Verdichtung der Arbeit ständig zugenommen habe seit 10 Jahren, die Arzthonorare seien kontinuierlich angepasst worden, die Gehälter der Pflegeberufe dagegen nicht. Zur Zeit fehlten 5 Milliarden für Pflegekräfte. Krankenhäuser hätten lieber Ärzte als Pflegekräfte eingestellt, letztere fehlten jetzt. Da es zu einer Halbierung der Aufenthaltsdauer gekommen sei, seien die wenigen Pflegekräfte ständig gefordert, weil sie fast nur noch für sehr kranke Menschen zuständig seien.

Das Problem: Die ganze Situation geht zu Lasten der Alterspflege.

Nach zwei Stunden lebhaftesten Austausches waren sich alle einig: Es gibt noch so viel zu diskutieren, es hätte eigentlich eine Fortsetzung zum Thema geben müssen. Zumal heute Ferienanfang war und nur etwa 22 Gäste den Weg zur O-Villa gefunden hatten.

Deshalb schon mal ein kleiner Hinweis: Am Montag, den 8. April geht es auf dem Campus Uhlenhorst um die Diskussion von neuen Pflegekonzepten. Ein Vertreter des niederländischen ambulanten Pflege-Modells Buurtzorg (=Nachbarschaftshilfe) wird erzählen, was die Holländer besser machen und wie man das Konzept auch bei uns in Deutschland umsetzen kann. Nach dem Vorbild der Gemeindeschwestern gibt es dort einen Non-Profit-Pflegedienst mit einer modernen Struktur, die Kosten spart, auf Hierarchien verzichtet und mit dem alle Beteiligten höchst zufrieden sind. Veranstaltung von Grüne 60plus, 8.4., 17.30 mit anschließendem Come together für Fragen und Gespräche.