Für Vielfalt und Gerechtigkeit: 3 Fragen an Dennis Paustian-Döscher

Dennis (rechts) zusammen mit weiteren Vertreter*innen der Wandsbeker Bezirksfraktion zu Besuch bei unserem Bundespräsidenten in Berlin

Dennis, wie bist Du zu den Grünen gekommen?

Zu den Grünen bin ich 2002 gekommen, direkt nach der Bundestagswahl. Mein erster Kreisverband war Ostholstein, ich wohnte in Oldenburg/Holstein. Anlass war neben dem klaren Bekenntnis zur Eingetragenen Lebenspartnerschaft auch ein konkretes Ereignis in meiner Heimatstadt: nur die Grünen wollten eine Gegendemo zur NPD in meiner Stadt organisieren, die Stadt wollte „nur“ ein Bürgerfest. Ich habe gegen alle Widerstände damals zusammen mit den Grünen diese Demo mitorganisiert. Seit 2010 bin ich in Hamburg bei den Wandsbeker Grünen.

Woran arbeitest Du, was ist Dein größtes Interesse bei den Grünen?

Dennis erzählt von den Aktivitäten in Bramfeld während unserer grünen politischen Radtour

Ich habe zwei Themenschwer-punkte: das eine ist das Thema „Vielfalt“ in der Gesellschaft: Schutz von Minderheiten, Ehe für Alle, modernes Staatsbürgerschafts-recht. Weiterhin auch eine gerechte Steuerpolitik. Wir müssen den OECD-Durchschnitt erreichen; dieses geht vor allem durch eine gerechte Erbschaftsteuer. Wichtig dabei: die Haushalte müssen ausgeglichen und Schulden getilgt werden. Das ist aus Gerechtigkeitsgründen unerlässlich

Dennis Paustian-Döscher ist 36 Jahre alt, arbeitet in einem Steuerbüro, hat eine eingetragene Lebenspartnerschaft und steht kurz vor dem Studienabschluss der Betriebswirtschaftslehre. Er ist seit 2014 Vorsitzender der Bezirksfraktion Wandsbek und Kandidat für die Bundestagswahl 2017, Mitglied beim FC St. Pauli, bei der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), bei Ver.di, bei der Kulturinsel Bramfeld und beim Lesben- und Schwulenverband (LSVD). Wer wie Dennis lieber selbst mitbestimmen als zugucken möchte, ist bei uns, den GRÜNEN, genau richtig. Mehr Infos:
http://www.gruene-wandsbek.de/eintreten

Was war Dein größter Frust bisher als politisch aktiver Mensch?

Der größte Frust in der Hamburger Politik war der Volksentscheid zur Primarschule. Frustrierend vor allem deswegen, weil gerade die Stadtteile, die davon profitiert hätten, entweder nicht zur Wahl gegangen sind oder dagegen gestimmt haben.  Und aktuell war ich sehr frustriert über die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten. Ich war und bin ein großer Anhänger von Hillary Clinton und wollte, dass die USA die liberale Gesellschaft verteidigt. Trump steht für alles, was ich zutiefst ablehne. Und ich bin bis heute gefrustet, dass seine Wahl möglich war.