12.12.2014

Neue Bäume mit mehr Pflege

Dr. Ursula Martin setzt sich für Wandsbeks Bäume als Vertreterin der GRÜNEN im Umweltausschuss ein

In der Vergangenheit wurden im Bezirk Wandsbek deutlich mehr Bäume gefällt als nachgepflanzt. Im Koalitionsvertrag haben GRÜNE und SPD deshalb beschlossen, eine Trendumkehr anzustoßen und möglichst für jeden gefällten Baum einen neuen nachzupflanzen. Als ersten Schritt will die Rot-Grüne Koalition einmalig 100.000 Euro aus dem Haushaltstitel „Maßnahmen zur Gestaltung des öffentlichen Raumes (Haushaltstitel 52905) für Nachpflanzungen bereit stellen.

Auch auf Landesebene wurde die Problematik erkannt und der Senat strebt jetzt ebenfalls eine höhere Nachpflanz-Quote an. So sagte der Senat der Hamburgischen Bürgerschaft am 7. Oktober in seiner Drucksache 20/13271 zu, 1,3 Millionen Euro für die Nachpflanzung von rund 1.000 Bäumen im Rahmen eines Sonderinvestitionsprogramms bereitzustellen. Der Anteil für Wandsbeker Baumpflanzungen soll von der Verwaltung zügig abgerufen werden, so dass die Trendumkehr bereits mit der nächsten Pflanzsaison im Frühjahr 2015 sichtbar werden kann.

Aber viele Bäume in der Stadt haben es schwer: Meist ist nur unzureichender Wurzelraum vorhanden, der Boden ist verdichtet oder gar versiegelt. Dazu kommt die Stau- und Strahlungswärme von Asphaltflächen und Hauswänden, Schäden durch Abgase, Streusalz und Hunde-Urin und mechanische Schäden durch uneinsichtige Autofahrer. Viele dieser Belastungen sind vermeidbar oder können zumindest reduziert werden – indem an geeigneten Standorten gepflanzt wird, die Pflanzgruben optimal vorbereitet und die Baumscheiben bepflanzt und ggfs. abgesichert werden. Das kostet zwar zunächst mehr Geld, ist aber letztlich kostengünstiger, weil später weniger Pflege nötig ist und der Baum eine längere Lebenserwartung hat, sind die GRÜNEN überzeugt.

Den Antrag von GRÜNEN und SPD finden Sie unter Anträge und Anfragen