Zu viele Radverkehrsunfälle in Wandsbek

Von solchen Radwegen wie hier in Eilbek…

Der Abgeordnete Dennis Thering (CDU) hatte zu Verkehrsunfallzahlen in Hamburg mit Radfahrern eine kleine Anfrage gestellt – und die Ergebnisse sehen für Wandsbek nicht so gut aus.

Die Zahl der Verkehrsunfälle in ganz Hamburg stagnierte im vergangenen Jahr auf hohem Niveau. Insgesamt ereigneten sich 67.881 Unfälle, die Zahl der Verkehrstoten blieb unverändert bei 28 – darunter 13 Fußgänger*innen.

Da das Wetter im Sommer 2018 ungewöhnlich trocken und warm war, waren vermutlich besonders viele Radfahrer unterwegs, schickte der Senat bei der Beantwortung der Anfrage vorweg.

In Wandsbek gab es den größten Anstieg aller Rad-Verkehrsunfälle von ganz Hamburg. Insgesamt waren das 1523, Unfälle das sind 1 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2017. In Wandsbek betrug der Anstieg fast 10 Prozent.

…oder dieser Fahrradstraße träumen wir noch in Rahlstedt, Bramfeld oder im Kerngebiet

Während sich auf abgetrennten Radwegen 102 (ganz Hamburg: 98) Unfälle ereigneten, waren es auf den Radverkehrsstreifen nur 23 (Hamburg: 31). Das spricht für das neue Radfahrkonzept!

Hauptverursacher der Unfälle waren Autos (133), gleich danach kommen aber Fahrräder und Pedelecs (104).  Die meisten Unfälle passierten beim Abbiegen (50). Zu den 10 Stadtteilen mit den meisten Unfällen gehören Rahlstedt und Bramfeld.

In Wandsbek verunglückten 212 Radfahrer*innen, 183 davon waren leichtverletzt, 28 schwerverletzt, 1 ist gestorben. Mehr Unfälle gab es nur noch in Hamburg-Nord (220).

Der ADFC macht übrigens wieder den großen Fahrradklima-Test 2018 und fragt: ”Macht das Radfahren Spaß oder ist es Stress? In etwa zehn Minuten kannst Du Deine Heimatstadt aus Sicht der Rad fahrenden Menschen beurteilen. Ob Du jung bist oder schon älter, selten aufs Rad steigst oder täglich zur Arbeit, Schule oder Uni fährst – das Feedback von allen ist wichtig.“ Wer mitmachen will, kann das hier tun. Noch bis zum 30. November.

Verwandte Artikel