Kreismitgliederversammlung mit Neuentreff

Maryam Blumenthal erklärt beim Neuentreff vor der Mitgliederversammlung die Parteistruktur

Vor der KMV mussten erstmal Stühle her, 21 Mitglieder waren gekommen

LaVo (Landesvorstand) – Büscha (Bürgerschaft) – Bezirksfraktion – Kreisverband… unsere Kreisvorstandsvorsitzende Maryam Blumenthal erklärt den neuen Mitgliedern unsere Partei-Struktur. Sechs „Neue“ sind gekommen zu unserem Neuentreffen, das wir direkt vor die Wandsbeker Mitgliederversammlung gelegt haben. Alice war auch schon beim Neuentreffen in der Landesgeschäftsstelle und fand es toll, mit Farid Müller und Katharina Fegebank beim CSD (Christopher Street Day) am Stand zu quatschen. Die anderen waren zum ersten Mal bei einer grünen Veranstaltung. Für Julia ist unsere Anfangszeit (17 Uhr) zu früh, sie ist direkt vom Job aus der Stadt hergeradelt und musste ziemlich hetzen.

Auf dem Programm standen viele Wahlen

Um 18 Uhr ging es dann gleich mit der Kreismitgliederversammlung (KMV) weiter. Auch hier kamen viele Neumitglieder dazu. Unser Kreisgeschäftsführer Eckhard Heumeyer musste erstmal mehr Stühle besorgen, damit alle sitzen konnten.

Diesmal stand viel Organisatorisches auf dem Plan. Zunächst mussten zwei Kreisvorstandsmitglieder nachgewählt werden. Khosrow Haidari ist zurückgetreten, weil er im Moment zu viel zu tun hat und Eckhard konnte nicht mehr Schatzmeister sein, da er die Geschäftsführung übernommen hat. Unser neuer Schatzmeister heißt nun Rian van Haeften und Beisitzerin im Vorstand ist jetzt Alice Buxton. Schön, dass wir wieder vollständig sind, wir haben ja viel vor in nächster Zeit.

Unser straffer Zeitplan wurde denn auch von einem Mitglied kritisiert – aber wir haben uns wirklich alle Mühe gegeben, um die Termine so zu verteilen, dass bis Ende des Jahres unser Wandsbeker Bezirks-Wahlprogramm steht und auch die Aufstellung der Kandidaten klappt. Im Mai nächsten Jahres ist es ja schon soweit, und es wird gewählt!

Alle Termine zur Vorbereitung der Wahlen findet ihr auf der Homepage (unter Partei/Termine).

Oliver Schweim fasst zusammen, was die Fraktion in den letzten Monaten angepackt hatte

Unser Fraktionsvorsitzender Oliver Schweim gab einen Überblick über die Schwerpunkte der Arbeit seit der letzten KMV.  Und erklärte vorweg, dass man in einer Koalition ja nie grüne Politik 1:1 umsetzen könne, sondern immer Kompromisse mache. Aber die Grünen hätten sich zur Mitgestaltung entschieden und wollten nicht nur auf Mängel in der Opposition hinweisen. Zum Beispiel will die Fraktion gemeinschaftliches Wohnen stärken, Maryam Blumenthal hatte einen entsprechenden Antrag gestellt, dass Wohnprojekte für ältere und jüngere Menschen in Wohngemeinschaften häufiger im Bezirk angeboten werden müssten. Daraus wurde ein gemeinsamer Antrag mit der SPD. Die Quartierssanierung für Klimaziele mit EU-Fördermitteln wird beibehalten. Für das Gewerbegebiet Viktoriapark bekamen die Grünen viel Schelte in der Vergangenheit, auch vom BUND. Oliver betonte aber, dass man dort alles viel ökologischer gestaltet hätte, als es ohne grüne Beteiligung passiert wäre. Und gebaut hätte man das Gewerbegebiet so oder so. Bezirksmittel sollen in Zukunft auch für die Verbesserung bestehender Parks eingesetzt werden, z.B. für die Bekämpfung der Neophyten (Pflanzen, die natürlicherweise dort nicht nicht vorkommen und andere verdrängen) am Moorpark-Ufer oder des Knöterichs am Alsterufer. Auch die Wege zur Osterbek sollen nun freigeschnitten werden. In Steilshoop bleibt das Tierhaus erhalten, es wird auf einer Fläche der SAGA untergebracht werden können. Maryam und ich haben das Thema „Älterwerden in Wandsbek“ in Volksdorf angeboten, Oliver den grünen Repair-Workshop in Meiendorf. Darüber hinaus wird mit der SPD regelmäßig um die Bebauung von Flächen gerungen, ohne die Grünen würden viel mehr Grünflächen verschwinden.

Es war schon dunkel, als draußen immer noch weiterdiskutiert wurde

Zur nächsten Bundesdelegierten-Versammlung vom 9.11. bis 11.11. in Leipzig fahren Rainder Steenbock und ich, Ersatzdelegierte sind Alice Buxton und Jan Otto. Möglicherweise bekommen wir aufgrund des ständigen Mitgliederzuwachses einen dritten Delegiertenplatz, das wird noch vom Bundesverband geklärt; falls ja, würde Alice als Dritte fahren.

Zum Schluss wurde noch darüber diskutiert, ob wir das Format des Grünschnacks wieder aufleben lassen sollten. Im Prinzip wünschen sich viele Grüne, nicht nur über Bezirkspolitik, sondern auch über das große Ganze zu diskutieren: Was ist dran am Begriff der Heißzeit, funktioniert Integration, wie begegnen wir Populismus, was passiert gerade in der internationalen Politik mit Trump und Co….

Lang ersehnte Stärkung nach über vier Stunden Neuentreff und KMV

Wir hatten ja schon mal ein vergleichbares Format, zu dem aber oft nur zwei, drei Besucher*innen kamen. Jochen und Dennis erzählten von Berlin, wo es ein solches Treffen alle zwei Wochen gab, mit 15 bis 50 Besucher*innen. Haben wir etwas falsch gemacht? Stimmte der Tag oder die Uhrzeit nicht? Wir dürfen auf jeden Fall nicht zu früh anfangen, haben wir erfahren.

Es wäre schön, wenn die geplanten Stadtteilgruppen ins Laufen kämen und die dann das neue Format mitunterstützen könnten.

Dann ging es ab ins Schweinske, nach über vier Stunden Sitzung brauchten viele erstmal eine deftige Protein-Stärkung.

 

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