#Fischsterben in der Wandse

Auszug aus der Elbvertiefung, dem Newsletter von zeit.de vom 30.7.18

»Mehrere Kubikmeter toter Fisch«

Kadaver, überall Kadaver! Ein Spaziergang entlang der Wandse war sicherlich schon schöner als an diesem Wochenende. Und auch olfaktorisch ist es derzeit an vielen stehenden Hamburger Gewässern kein Genuss – viele tote Fische werden an den Uferbereich geschwemmt, wo sie verwesen. Die Umweltbehörde war am Wochenende im Einsatz, fischte im Uferbereich des Wandsbeker Mühlenteichs, der Fuhlsbüttler Schleuse und am Rückhaltebecken des Erich-Kästner-Rings ab, was ging.»Mehrere Kubikmeter toten Fisch, klein und groß, auch Karpfen und Hechte«, sagt Björn Marzahn von der Umweltbehörde. »Das ist viel, das haben wir so auch noch nicht gehabt.« Schuld daran sind die hochsommerlichen Temperaturen und der mangelnde Niederschlag. Der Sauerstoffgehalt sinkt. »In allen Hamburger Gewässern ist die Lage für Fische bedrohlich«, so Marzahn. Eine sinnvolle Handhabe, um dem Fischsterben entgegenzutreten, gebe es nicht. Eine Berieselung mit dem Feuerwehrschlauch, damit durch frisches Trinkwasser der Sauerstoffgehalt im Wasser erhöht werden könne, sei nur in sehr kleinen stehenden Gewässern möglich. »Das ist nix für Elbe, Alster oder Fuhlsbüttler Schleuse«, meint er. Und auch eine Sauerstoffpumpe bringe dort nichts. Bleibt das Hoffen auf kühlere Temperaturen – zumindest nachts, damit sich die Gewässer erholen könnten. Und wenn nicht, gehen Hamburgdann die Fische aus? »Es ist kein Alarm«, beschwichtigt Marzahn. Aber aufs Angeln gehen sollte vielleicht erst einmal verzichtet werden. »Wenn am Uferbereich überall tote Fisch liegen, ist das ohnehin kein Vergnügen.«

Die Umweltbehörde ruft dazu auf, die Sichtung von vielen toten Fischen unter der Rufnummer 040/428 40 23 00 zu melden. Informationen darüber, in welchen Gewässern das Baden zurzeit nicht möglich ist, gibt es hier.

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