Seniorenbeirat goes green

Bei selbstgebackenem Käsekuchen und leckeren Fruchtschnittchen vom Bäcker ließ es sich in netter Atmosphäre reden. Der Kreisvorstand hatte den Bezirksseniorenbeirat (BSB) in die grüne Geschäftsstelle eingeladen, und es gab viel zu besprechen. Zum Beispiel über die fast an einen Schildbürgerstreich erinnernde Situation zur Barrierefreiheit in Wandsbek: Die U-Bahnhöfe werden nach und nach alle barrierefrei umgebaut. Wer jedoch mit dem Bus weiterfahren möchte, hat oft Pech gehabt. Für die Umsetzung der Barrierefreiheit an Bushaltestellen ist nämlich nicht der HVV zuständig, sondern der Bezirk. „Die Zuständigkeit liegt hier bei (…) den Hamburger Bezirken als Baulastträger“, hieß es in einem Schreiben des HVV an den Seniorenbeirat. Das Problem: die Busse müssen dicht genug an den Bordstein heranfahren können, damit Menschen mit Rollator oder auch mit Kinderwagen gut aussteigen können. Das ist an vielen Haltestellen nicht möglich.  Hinzu kommt, dass manche Busfahrer offenbar unter so hohem Druck stehen, so dass sie sich nicht genug Zeit nehmen, um die Haltestelle passgenau anzufahren.

Beispielhaft ging es um die Haltestellen

  • U-Bahnhof Meiendorfer Weg
  • U-Bahnhof Berne
  • Greifenhagener Straße Ost, Richtung Rahlstedt,

In der Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek vom 26.04.2018 wurde das Bezirksamt nun gebeten, zu prüfen, ob ein barrierefreier Ein- und Ausstieg am Meiendorfer Bahnhof machbar wäre. Schließlich wurde die Bushaltestelle im Zuge der aktuellen Baumaßnahmen vorübergehend verlegt und man könnte vor der Rückverlegung für Barrierefreiheit sorgen.

Der BSB hätte gern gewusst, ob es eine Auflistung der nichtbarrierefreien HVV-Haltestellen im Bezirk Wandsbek gibt. Und eine Prioritätenliste über den zukünftigen Ausbau der nichtbarrierefreien HVV-Haltestellen. Wir leiten die Fragen weiter.

Maryam Blumenthal, Vorstandsvorsitzende im Kreisverband, würde gern ein Fußwegekonzept für Wandsbek entwickeln lassen, wie es gerade für den Stadtteil Hoheluft-Ost geschehen ist. Einen entsprechenden Antrag könnten wir einreichen – was ja generationenübergreifend im Interesse von Jüngeren und Älteren wäre.

Beide Seiten fanden den Austausch sehr fruchtbar.

Übrigens, am 6.6. werden wir das Thema „Älter werden in Wandsbek“ noch einmal aufgreifen und laden alle Interessierten dazu ein, zu kommen und uns ihre Anliegen vorzubringen. Die Bezirksabgeordnete Maryam Blumenthal und ich freuen uns auf eine rege Diskussion!

6.6., 15.30 Uhr, Älter werden in Wandsbek, Café „Das Leben isst schön“, Wiesenhöfen 7.

 

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