Salamitaktik – scheibchenweise verliert Hamburg lebenswertes Grün

Circa 100 Gäste besuchen am Donnerstag, 1. März 2018 um 18:30 Uhr die Veranstaltung Volksinitiative
„Hamburgs Grün erhalten“ Wie viel Grün muss Hamburg haben?
in der NABU Landesgeschäftsstelle, Klaus-Groth-Str. 21, 20535.

Die Baupolitik in Hamburg polarisiert die hier lebenden Bürger.
Zum einen plädiert die derzeitige Regierung, dass Menschen, die nach Hamburg ziehen wollen, um dort ihre Träume zu verwirklichen, hierbei unterstützt werden.
Der Bausenat hat sich deswegen zum Ziel gesetzt, jedes Jahr 10 000 Wohnungen zu bauen.
Andererseits soll die Lebensqualität der Menschen, die in Hamburg leben, erhalten bleiben.
Da Bauflächen in einer Großstadt bekanntermaßen knapp sind, sind Konflikte vorhersehbar, denn:
Woher sollen die Flächen kommen, die für die 10 000 Wohnungen pro Jahr benötigt werden?

Der NABU Hamburg hat deshalb diese Veranstaltung initiiert.
Ergebnis soll „eine gute, zielführende Diskussion über die Stadtentwicklung“ sein – und die hierfür eingeladenen Gäste versprechen auf jeden Fall eine lebhafte Runde zu diesem Thema.

Dr. Jens Meyer-Wellmann vom Hamburger Abendblatt befragt Alexander Porschke, Vorsitzender NABU Landesverband Hamburg,
Matthias Kock, Staatsrat Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen BSW
Jörg Knieling, Professor für Stadtplanung an der HafenCity Universität, dazu.

In einem kurzen Film wird zunächst ein Einstieg in das Thema gemacht.
Alexander Porschke beschreibt, dass trotz stagnierender Bevölkerungszahl seit 1963 in Hamburg immer mehr Grünflächen schwinden.
Herr Meyer–Wellmann umreißt das Stadtwachstum mit wenigen Worten: „Alle 10 Jahre entsteht hier in Hamburg eine Stadt in der Größe von Trier!“
Im Folgenden nimmt jeder der eingeladenen Experten aus verschiedener Sichtweise Stellung zu dieser Situation Hamburgs.

Herr Kock beschreibt, dass Hamburg eine sehr attraktive Stadt für viele Menschen ist. Deshalb möchten sie hierherkommen, um ihre Träume verwirklichen zu können. Diese Möglichkeit soll niemandem verwehrt werden und es müssen die Voraussetzungen für den Zuzug geschaffen werden.
Ihm ist wichtig, dass dieser Wachstumsprozess vernünftig gestaltet wird. „Großstädte sind für viele Menschen attraktiv, hier möchten sie ihre Träume verwirklichen. Man kann diesen Menschen nicht verbieten nach Hamburg zu ziehen, deshalb muss vernünftig geplant werden.“
Herr Kock führt auf, dass Hamburg eine sehr grüne Stadt ist. So stehen 10% der Flächen unter Naturschutz, 10% unter Landschaftsschutz, 20% bestehen aus Parks, Grünanlagen und Gewässern.
Viele Wohnungen entstehen, wie man am Beispiel der Hafencity sehen kann, nicht auf Grünflächen. „Stadtentwicklung bedeutet auch Erhaltung des Grüns“, so Kock.
Auf die Frage von Herrn Dr. Meyer-Wellmann, ob die Initiative „Hamburgs Grün erhalten“ etwas bewirken würde, falls sie erfolgreich verläuft, denkt Herr Kock schon, dass die Initiative etwas bewirkt, da die Regierung das Grün erhalten möchte.
Anhand der Bauprojekte Altona Deckel, Transfer der Wilhelmsburger Reichstraße, Sportplatzbebauung am Sportplatzring zeigt Herr Kock, dass der Grünerhalt auch eine der Tendenzen des Senats ist. Es werden Parks angelegt, wie zum Beispiel der Park in Hafencity.
Die Bebauung in Landschaftsschutzgebieten, wie im Rehagen, begründet Herr Kock mit der flüchtlingsbedingten Ausnahmesituation.
Hier mussten diese Baumaßnahmen ergriffen werden. Die Flüchtlinge hätten ansonsten eine Konkurrenz auf dem ohnehin knappen Wohnungsmarkt dargestellt.
Kock führt seine Gedanken zu der sozialen Wohnungsbaupolitik aus: „Wohnungen sollen nicht nur für Reiche gebaut werden.“ So begegnet er auch der entstehenden Debatte zum Spreewalderhalt: „Wir können nicht immer NEIN zum Stadtwachstum sagen. Sondern wir müssen gestalten. Bezahlbares zu Hause muss gewährleistet sein.“
Dem Waldverlust von 10 ha setzt er geplante Begrünungsmaßnahmen in der Mitte von Wilhelmsburg entgegen. „Dafür steht die IBA. Für die Entstehung reizvoller Wohnlandschaften.“
Auf die Anfrage aus dem Publikum zur Betonwüste im Gängeviertel Altona verspricht Herr Kock, dass dort ein Grünzug geplant sei.

Bild: NABU Hamburg

Mit Herrn Porschke ist er einig, dass Projekte, wie Kleiner Grasbrook, Mobilitätskonzepte der Zukunft, sowie das Achsenkonzept die Stadtentwicklung positiv fördern werden.
Vom Publikum, Linke Nord, wird gefordert, dass die Stadt nicht an alle Bauinvestoren verkaufen darf, da Einflussmöglichkeiten verloren gingen. Kock bestätigt, dass die Stadt an die SAGA verkaufe. Somit seien Wohnungen auch für untere Einkommensschichten bezahlbar.
Dass an Großkonzerne wie Beiersdorf und an Aurubis ebenfalls verkauft wird, begrüßt Herr Kock sehr, da dadurch viele Arbeitsplätze entstehen.
Das Entstehen einer vierspurigen Autobahn beim Bau des Autobahndeckels wird von Knieling negativ gewertet. Daraufhin erwidert Kock, „ich werde Autos nicht verbieten“, erklärt dass junge Leute das Auto benötigen. Er räumt im Laufe des Abends aber auch ein, dass dringender Bedarf besteht, den Verkehr hin zum ÖPNV umzulenken. Die Rolle der Politiker sieht er darin, für öffentliche Verkehrsmittel zu werben: „Was machen wir Politiker hierbei? Wir müssen den öffentlichen Verkehr propagieren!“.

Herr Meyer–Wellmann fordert an dieser Stelle vehement: „Sie sollten hier regulieren. In Hamburg gibt es 700 000 angemeldete PKW. Die Regierung sollte hier knallharte Beschränkungen erteilen!“
Nachbarländer, wie die Niederlande und Norwegen sind weiter, fördern die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.
Das zu Hauselassen des eigenen Fahrzeugs und Umstieg auf den ÖPNV werden attraktiv, indem die knappen Parkplätze des öffentlichen Raums hochpreisig taxiert werden.
Diese Forderung findet auch Unterstützung im Publikum.
Weiteres Thema für das Publikum ist die negative Baumbilanz. Von der LAG Natur und Umwelt, Grüne Hamburg, wird die Präzisierung des Ausgleichs gefordert: wie viele und wo werden die Bäume nachgepflanzt?
Es gibt in Hamburg nicht genug Flächen für die Nachpflanzung. Dieses führt zum Waldexport nach Schleswig-Holstein.
Auf Unverständnis treffen die vielen Baumfällung ohne konkreten Anlass. An der alten Landwehr sind zwanzig gesunde Bäume gefällt worden.
Bäume sind wichtig für die Gesundheit und fürs Klima, ganz besonders in den emissionsbelasteten Ballungsgebieten.
Parkanlagen sollen größer und mit mehr Bäumen angelegt werden (Hafencitypark).

Dass Ausgleichsmaßnahmen meist ganz woanders stattfinden, als dort wo Flächen versiegelt worden sind, wird als wenig hilfreich von den Anwohnern empfunden.
Der Autobahnbau beim Spreehafen wird von den Anwohnern nicht akzeptiert. Er sei nicht wirtschaftlich relevant, da in Wilhelmsburg Spreehafen die Wirtschaft nicht boome. Aber dafür gehe wertvolle Natur (10 ha Wald) verloren. Es wird kritisiert, dass die Bürgerbeteiligung nicht stimmt.
Das Obrigkeitsverhalten der übergeordneten Behörden wird auch an anderer Stelle verurteilt: an der Ulzburger Straße sind Bäume gefällt worden. Nachdem eine Anfrage an das Bezirksamt gestellt worden ist, ist diese an die übergeordnete Behörde weitergeleitet worden. Von dort kam der Vermerk, dass keine Auskunftspflicht bestehe.

Professor Knieling, Experte für Stadtentwicklung: Es muss einen Dialog zum Thema geben: Zielsetzung sind 10 000 Wohnungen pro Jahr. Woher soll der Raum für 10 000 Wohnungen kommen?
Er findet, dass Alternativen zur Grünflächenbebauung nicht genügend ausgeschöpft werden. Sogar Landschaftsschutzgebiete werden bebaut. Er betont, dass es den Netto-Nullnachweis geben muss. Für jede Bebauung muss eine Entsiegelung erfolgen. Einen Lösungsansatz bei der Umsetzung sieht er unter anderem auch bei der Betrachtung des Hafens. Stadtentwicklung ist eine langfristige Sache: beim Hafen gibt es Wohnungsbaupotential. Das ist gut für die Netto-Null Zielsetzung.
Herr Knieling findet, dass Hamburg zu sehr auf die Internationalisierung blickt. Er fokussiert sich weiter auf dieses Thema, indem er auf Hamburgs Rolle als Metropolstadt in einer Metropolregion verweist. Dieser Vorteil muss genutzt werden. So könne die Verlagerung des Flughafens nach Schleswig Holstein erfolgen. Zum einen stellt dieser dann keine Belastung mehr für die Stadtbewohner dar, die sehr unter Fluglärm leiden müssen. Außerdem bietet die Entsiegelung der Fläche Raum für Wohnungsbau. Gut für die Netto – Null Zielsetzung. Diese Idee wird auch durch den BUND befürwortet.

Professor Knieling spricht an, dass unter Ausgleichsbeschaffung nicht nur Nachpflanzungen oder Entsiegelungen zu verstehen sind: „Ausgleich kann auch bedeuten, dass bereits bestehende Biotope durch Maßnahmen aufgewertet werden.“
Viel Fläche wird auch für den Verkehrsausbau aufgebraucht: der Autobahndeckel ist zwar schön aber auf der anderen Seite entsteht dort auch eine vierspurige Fahrbahn.
Er fragt in die Runde, wo der Umschwenk zum ÖPNV sei.
Möglichkeiten zur Flächenersparnis sieht Herr Knieling beim Gewerbebau, indem Gewerbe „ gestapelt“ wird.
Die durchschnittliche Wohnungsgröße in Hamburg liegt bei circa 70 m² pro Person. Als gelungenes Beispiel zur Wohnraumreduktion verweist Knieling auf das Sharing Konzept in Zürich: dort sind die Wohnungsgrößen mittlerweile auf 35 m² pro Einwohner reduziert worden. Geteilt werden gemeinschaftlich nutzbare Räume wie Waschräume, Arbeitsräume.

Öffentlicher Wohnungsbau, sowie Genossenschaftsbau müssen gefördert werden.
Dass derzeit Wohnungsbau nicht als sozial angesehen werden kann, begründet Porschke folgendermaßen: „Die Baukosten betragen 1000 – 2000 €/m². Das verspricht ein sehr profitables Geschäft für die Bauinvestoren in Höhe von mehreren Hundertmillionen Euro pro Jahr.“
Derzeit so viel zu bauen sei ungünstig, so Porschke. Durch den Bauboom bedingt werden sehr hohe Baukosten generiert. Dadurch werden die Wohnungen nicht billiger.
Durch niedrige Kreditzinsen wird in Immobilien investiert und zwar in hochwertige Ausführung, was sich auf den Mietpreis auswirkt.

Auf den Einwand von Meyer-Wellmann, dass Baurecht Bundesrecht sei und somit Vorgaben vorliegen, erwidert Porschke, dass auf Landesebene das Kommunalrecht greift. Es besteht Gestaltungsfreiheit – auch zum Grünerhalt.
Kocks Aussage, dass nach Möglichkeit nicht auf Grünflächen gebaut wird, widerlegt Herr Porschke durch Beispiele: „40 ha Hafen, Autobahn 60 ha, Fischbeker Reeten 80 ha, Oberbillwerder 100 ha.“
Porschke findet es wichtig, für die Menschen, die hier leben etwas zu tun: „Der Grünflächenerhalt sichert die Lebensqualität der hier lebenden Menschen.“ Durch Bauen findet eine Milieuänderung statt, was am Beispiel Hafentor zu sehen ist: ein Grünring wird dort unterbrochen, dadurch dass einem Investor zugesagt worden ist, dort zu bauen.

Um Grünflächen zu erhalten, stellt Wohnraumverdichtung eine Möglichkeit dar.
Aufstockende Maßnahmen, zum Beispiel die Kombination Supermarkt und darüberliegende Wohnungen, sind sinnvoll. Aldi hat dieses Konzept schon an ein paar Stellen umgesetzt.
Auch Hafencity ist ein gutes Beispiel für die Umgestaltung entsiegelter Flächen zu Wohnraum. Vieles ließe sich miteinander vereinbaren. Zu weit führen allerdings so manche übertriebene Verdichtungen im Innenhof.
Auch der Bau von Hochhäusern sei hinsichtlich der Flächenersparnis sinnvoll. Es muss hierbei darauf geachtet werden, dass die Gebäude nicht zu dicht beieinander gebaut werden. Durch die entstehende Verschattung könne die Lebensqualität sonst zu kurz kommen.
Was das „Hamburgmarketing“ betrifft, äußert sich Porschke kritisch. Seiner Ansicht nach wird dadurch der Zuzug befeuert. Er verweist in diesem Zusammenhang auch darauf, dass Hamburg keinen Alleinstellungsstatus besitzt: „Hamburg hat das gemeinsame Denken verlernt! Sich als Teil einer Metropolregion zu betrachten – es betrachtet nur sich selber. Auch andere Kommunen sollen die Chance haben, zu wachsen: warum sollte Wilhelmshaven nicht das Recht auf einen Containerhaven haben?“
Auf die von Meyer-Wellmann gestellte Frage nach einer Obergrenze gibt Herr Porschke anhand des Beispiels der Costa Brava zu verstehen, dass es manchmal sinnvoll ist, Grenzen zu setzen. „Sonst ist irgendwann alles so zugebaut, dass es nur noch hässlich ist und keiner mehr dort wohnen möchte.“
Meyer-Wellmann spricht über das Konzept , an den Magistralen Wohnraum zu schaffen. Dort möchte man eigentlich nicht wohnen: Durch Doppelverglasung zur Straße hin, ist der Lärm erträglich, so Porschke. Die Wohnungen sind so entworfen, dass das Leben zum Hof hin stattfindet. Weiterhin muss in dieser Hinsicht verstärkt über die Gestaltung des zukünftigen Verkehrs nachgedacht werden.

Damit Hamburg auch in Zukunft lebenswert bleibt, wurde die Bürgerinitiative gestartet.
Dort wo viele Menschen leben, müssen Richtlinien eingehalten werden, um die Lebensqualität zu gewährleisten.
Die Bürgerinitiative hat sich zum Ziel gesetzt, die bereits festgesetzten grünen Milieus in Hamburg zu erhalten. Weitere Richtlinien für den Erhalt von Freiflächen existieren bereits, werden in der Regel von der Regierung nicht beachtet.
Die Freiraumbedarfsanalyse: unter anderem wird der Abstand der Wohngebäude hier festgelegt.
Klimabedarfsanalyse: Klimaachsen sorgen für ein gesundes Klima.
Landschaftsanalyse: Auch im Koalitionsvertrag 2015 wurde hier unter anderem festgehalten, dass Grünflächen erhalten bleiben müssen. Hamburg ist lebenswert wegen der durch den Grünflächenerhalt bedingten Lebensqualität. Sie muss erhalten bleiben!
Diese Richtlinien sind bereits vor langer Zeit durch verschiedene Kommissionen festgesetzt worden. Wenn alles zugebaut wird, wird gegen diese Richtlinien verstoßen.
Um dem Staatsrat vor Augen zu führen, dass auch zunächst klein erscheinende Baumaßnahmen im Laufe der Zeit die Landschaft schwinden lassen, überreicht Herr Porschke symbolisch Herrn Kock einen Schreibblock in Form einer Salami: „Jedes Blatt ist hier eine dünne Scheibe, aber auch diese Salami wird irgendwann weg sein.“

Die Diskussionsrunde war sehr lebhaft und informativ.
Die Zielsetzung des Senats ist es, 10 000 Wohnungen im Jahr zu bauen. Bei der Frage nach Fläche für den Wohnungsbau gilt es, Alternativen zur Grünflächenbebauung zu finden.
Durch Grünflächenerhalt wird die Lebensqualität der hier lebenden Menschen gewährleistet.
Hilfreich, um Lösungsansätze zu finden, ist der Dialog zwischen Senat, betroffenen Bürgern und deren unterschiedliche Wahrnehmungen, sowie mit Experten der verschiedenen Bereiche. Um die Diskussion der Regierung mit den Bürgern auf Augenhöhe zu bringen, ist es wünschenswert, dass Daten und Statistiken öffentlich gemacht werden.
Die heutige lebhafte Diskussionsrunde hat uns einen kleinen Ausschnitt vermittelt, wie produktiv und vielfältig der Austausch untereinander verlaufen kann. Zeitweise Unstimmigkeiten wurden durch die Moderation von Herrn Meyer-Wellmann gut vermittelt.

Sabine Kashi

Sabine Kashi ist Diplom Pharmazeutin und Apothekerin aus dem Alstertal und Vorstandsmitglied der GRÜNEN Wandsbek.

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2 Kommentare

  1. Kock

    Danke für die gute weitere Aufbereitung des Themas. Wo ist aber hierzu die Grünpolitische klare Stellungnahme und Positionierung zum Grünerhalt.
    Wandsbek Grüne sind aufgefordert hier mehr zu tun! Herr Porschke hatte ja ua die geplante Gewerbegebietserschliessung im Landschaftsschutzgebiet Rahlstedt Stapelfeld Victoria u Minervapark als Planung eines interkommunalen Gewerbegebiets als wichtig zu benennende Fehlplanung angeführt! Das bPlanverfahren Rahlstedt 131 läuft, viele Umwelteinwirkungen werden in vielen Feldern verharmlost! Die Verkehrsauswirkungen und Planungen hierzu mit Storman sind weiterhin ungelöst.
    Grüne! Bringt euch bitte ein.. seit dagegen!
    Siehe
    http://Www.Rahlstedt131.de

    • Oliver Schweim

      Vielen Dank für Ihren Kommentar.

      Es war bereits nicht leicht, als wir 2014 in die Koalitionsverhandlungen mit der SPD eingetreten sind. Vorhaben wie der Wohnungsbau am Buchenkamp in Volksdorf oder das Gewerbegebiet in Rahlstedt waren und sind keine Wunschprojekte unserer Partei. Es muss auch klar gesagt werden, auch die CDU wollte das Gewerbegebiet in Rahlstedt und das sogar mit einem Logistikdienstleister:

      http://www.hamburger-wochenblatt.de/wandsbek/lokales/gewerbegebiet-fuer-grosslohe-in-hamburg-d16287.html

      D.h. bei einer großen Koalition hätten die Menschen mit einem größeren Logistikzentrum auf der Fläche rechnen können. Die liberale Fraktionsgemeinschaft hat sich in der öffentlichen Plandiskussion für das Gewerbegebiet ausgesprochen und diese Haltung war auch schon davor zu erwarten. Es war also schon zum Zeitpunkt der Koalitionsverhandlungen klar: Das Gewerbegebiet kommt, egal unter welcher politischen Konstellation. Wir hatten als kleinere Partei daher also die Wahl:

      1. Mit uns GRÜNEN das Vorhaben wenigstens inhaltlich so gut es geht ökologisch zu gestalten und den Schaden dadurch zu begrenzen ODER
      2. Aus der Opposition zu beobachten, wie dort ggf. sogar ein Logistikdienstleister angesiedelt wird und mehr Baukörper ohne hochwertigen ökologischen Ausgleich entstehen.

      Für uns war die Entscheidung daher zwar nicht einfach, aber dennoch klar. Wir haben uns für die Möglichkeit der Einflussnahme entschieden.

      Oliver Schweim
      Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Bezirksversammlung Hamburg-Wandsbek
      Fachsprecher für Stadtplanung