Viele #Stolperfallen in Wandsbek!

Inge-Maria Weldemann, Vorsitzende des Bezirksseniorenbeirats, meint, es sei im Bürgersaal zuwenig Zeit für alle Beschwerden der Bevölkerung gewesen.

Der Bezirksseniorenbeirat hatte zu einer öffentlichen Sitzung in den Wandsbeker Bürgersaal eingeladen  und etwa 60 Wandsbeker*innen waren dem Aufruf gefolgt. Von Schulklassen über Behindertengruppen bis zu älteren Menschen, die sich über Stolperfallen auf den Wegen beschwerten. Wie z.B. eine 92jährige, die bereits deswegen gestürzt war und seit nunmehr zwei Jahren an den Folgen leidet. Oder ein Scooterfahrer, der wegen eines Rückenleidens nicht laufen kann und bei jeder Wurzel, über die er fahren muss, Angst hat, umzukippen.

Bezirksamtsleiter Ritzenhoff übernahm die Begrüßung und Fachamtsleiter Baumgarten erklärte die Situation und versuchte, zu beruhigen. Jürgen Rose, Bezirksseniorenbeirat (BSB) im Verkehrsausschuss, hatte eine Collage vorbereitet, in der er alle Stolperfallen eingetragen hatte, die dem BSB gemeldet worden waren. Und das waren viele. Alle unerledigt, trotz Meldemichel, bei dem man Probleme im Bezirk ja melden soll, damit sie zügig bearbeitet werden können. Einige Beschwerdeführer*innen warten schon seit zwei Jahren auf Abhilfe und nichts tut sich. Am Ende der Veranstaltung wurde die Collage dem Bezirksamtsleiter überreichte, der meinte: „Na, da hab ich ja was für meine Amtsstube zum Aufhängen und kann jeden Tag draufblicken“ … wäre nicht schlecht!

Der Straßenzustand verschlechtert sich schnell, ist erstmal ein Riss da, besonders im Winter

Viele ältere Menschen aus dem Publikum wollten gern etwas sagen, die Fragestunde der Bürgerinnen und Bürger wurde sogar noch verlängert, reichte am Ende aber nicht, um alle Probleme anzusprechen. Maria Weldemann, BSB-Vorstandsvorsitzende, meinte dann auch am Schluss: „Es ist ein bisschen ausgegangen wie das Horneburger Schießen. Mal sehen, ob es etwas gebracht hat. Es lagen neue Listen für Beschwerden aus, in die sich wieder viele eingetragen haben. Wir bleiben am Ball, unser nächster Termin ist die Sitzung vom Verkehrsausschuss im März.“ Und die Stolperfallen bringen nicht nur Ältere und Menschen mit Behinderungen aus dem Gleichgewicht, betroffen sind ja auch Eltern mit Kinderwagen, Radfahrer*innen, Kinder oder Spaziergänger, die gedankenverloren unterwegs sind. Sind erstmal Risse im Belag, wird es schnell immer schlimmer, besonders jetzt im Winter. Mit einer vorausschauenden Straßenpflege kann man also auch durchaus Geld sparen. Das ist z.B. so in skandinavischen Ländern üblich, wie die Wegewarte erzählten.

Der BSB-Verkehrsausschuss wird demnächst erneut einen Termin mit den Wegewarten vereinbaren. Wir hoffen, dass sich bald etwas ändert.

Sprechstunde des Bezirksseniorenbeirats (BSB): Jeden Montag von 10-12.00 Uhr, Bezirksamt,
Robert-Schuman-Brücke 8, Zimmer 264 2.Stock
Öffentliche Sitzungen des BSB: jeden 2. Dienstag eines Monats
von 10-11.00 Uhr, Bezirksamt Wandsbek, 2. Stock, Raum 275

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2 Kommentare

    • Chris

      Am besten beim Meldemichl, also direkt bei den Wegewarten. Und gern auch den Bezirksseniorenbeirat informieren.