#Diesel-Fahrverbot in deutschen Städten?

Demonstration zum Dieselgipfel in Berlin, August 
2017. Foto:
ADFC/Michael Handelmann

Radfahren im Winter. Foto: Jörn Martens/Neue Osnabrücker Zeitung

Vor der jetzt für Dienstag erwarteten Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zum Dieselfahrverbot meldet sich der ADFC zu Wort. Laut Fahrradclub hätten verpestete Luft und Zwangsmaßnahmen vermieden werden können, wenn Politik und Verwaltung schon vor Jahrzehnten auf die Förderung von Alternativen zum Auto gesetzt hätten. Er fordert Sofortinvestitionen und mehr Platz für den Radverkehr – und das verkehrspolitische Umsteuern zugunsten von Rad, Fuß und Öffentlichen Nahverkehr.

Jede 4. Autofahrt ist kürzer als 2 Kilometer!

Deutschland hat einen Radverkehrsanteil von etwa 11 Prozent am Gesamtverkehr, die Niederlande mit 27 Prozent deutlich mehr als das Doppelte. Dass auch Deutschland in solche Dimensionen vorstoßen könnte, zeigt ein Blick in die Verkehrsstatistiken. Laut einer Studie des Fraunhofer ISI auf Basis von „Mobilität in Deutschland 2008“ sind etwa 50 Prozent der Autofahrten kürzer als 5 Kilometer. Etwa 25 Prozent sogar kürzer als 2 Kilometer. Das bedeutet: Jedes vierte Auto auf der Straße ist weniger als 2.000 Meter unterwegs. Stork: „Ein Wahnsinn – wir Deutschen benutzen das Auto nicht in erster Linie für unvermeidlichen Fahrten über größere Distanzen und mit viel Gepäck, sondern in geradezu absurdem Ausmaß für Trips um die nächste Ecke. Das muss nicht sein! Die Menschen steigen um auf das Fahrrad, wenn man ihnen dafür einladende Verhältnisse bietet!“

Quelle: ADFC Pressemitteilung, Berlin, 19. Februar 2018

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