Mittel gegen Hassgerede

Im Netz trifft man häufig Altbekanntes

Nun sind wir bei den GRÜNEN Wandsbek schon ein paar Jahre intensiv im Internet aktiv. Und ich kann mich noch genau erinnern: Als wir das erste Mal richtig mit Hasskommentaren konfrontiert wurden, herrschte ziemliche Ratlosigkeit. Im Laufe der Zeit haben wir gelernt, mit dem Hassgerede immer besser umzugehen. Jetzt gibt es auch professionelle Hilfe: Auf www.no-hate-speech.de gibt’s alles über und gegen die hässlichen Nebenerscheinungen der digitalen Medien.

Verwaltungsfachwirtin Silke Brägen-Scheufler vom Bundestrollamt

„Hate Speech ist, wenn man Worte und Bilder als Waffe einsetzt, bewusst, gezielt und voll auf die Zwölf“, so heißt es auf der Seite und es wird auch genau erklärt, was man gegen Hate Speech tun kann. Neben allgemeinen Tips („Überlasse nicht wütenden, hetzenden Menschen das Feld, sondern äußere auch deinen Standpunkt“) gibt es auch Anti-Hass-Bildchen und Videos gegen Hass, die man im Netz einsetzen kann. Ganz toll: Ein ganzes Dutzend Videos einer „Aufklärungsserie“ aus dem „Bundestrollamt“. Hasskommentar-Verwaltungsfachwirtin Silke Brägen-Scheufler gibt hier zusammen mit ihren Gästen wichtige Ratschläge.

https://i1.wp.com/no-hate-speech.de/fileadmin/_processed_/9/2/Washington.jpg?resize=486%2C288&ssl=1

Alte Wahrheiten

Unterstützt wird die Anti-Hass-Kampagne von zahlreichen Personen und Organisationen des öffentlichen Lebens in Deutschland. Natürlich sind auch viele Grüne dabei. Dem deutschen Kampagnenkomitee gehören zahlreiche Organisationen vom Deutschen Fussball-Bund über das Grimme Institut und den Deutschen Journalisten-Verband bis zum Lesben- und Schwulenverband Deutschland an. Eingebettet ist das ganze in die „No Hate Speech Kampagne“ des Europarates. Somit steht also der Umsetzung eines guten Vorsatzes im neuen Jahr nichts entgegen: Mehr Hasskommentare kontern!

 

Harry von Borstel

Harry von Borstel ist Ingenieur aus Meiendorf und stellvertretender Vorsitzender der GRÜNEN Wandsbek

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