Wir brauchen besser ausgebaute Radwege und Duschen!

Unsere Straßen sind voll, viele Pendler stehen morgens im Stau. Damit endlich mehr Menschen aufs Rad umsteigen, müssten jedoch verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Die Infografik von Statista zeigt, welche Anreize für die Fahrradnutzung eine Rolle spielen. Am wichtigsten sind besser ausgebaute und mehr Radwege. Auch sichere und mehr Abstellplätze sind von Bedeutung. Viele Befragte wünschen sich außerdem Umkleide und Wasch-/Duschgelegenheiten.

Lieblings-Verkehrsmittel der Deutschen ist leider immer noch das Auto. Doch fast genauso gern gehen die Bundesbürger laut Fahrradmonitor 2017 zu Fuß. Überraschend auf dem dritten Rang landet das E-Bike: Rund zwei Drittel der Befragten geben an, sehr gern motorisiert zu radeln. Motorrad, Fahrrad, Moped/Roller sind ebenfalls beliebt und landen mit deutlichem Abstand noch vor den öffentlichen Verkehrsmitteln. Unbeliebter sind nur noch Züge (33 Prozent) und Fernbusse (23 Prozent), wie die Grafik von Statista zeigt. Quelle: Statista

Der ADFC hat übrigens herausgefunden, dass Ganzjahresradler seltener krank und besser drauf sind!

Foto: ADFC, Jörn Martens/Neue Osnabrücker Zeitung

Arbeitnehmer, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, sind durchschnittlich zwei Tage pro Jahr weniger krank, als Auto- und ÖPNV-Nutzer. Das hat die Studie „Mobilität und Gesundheit“ von EcoLibro und der AG Mobilitätsforschung der Universität Frankfurt ergeben. Dabei ist es für die Gesundheit besonders günstig, wenn man sich ganzjährig für das Fahrrad entscheidet. Reine „Sommerradler“ sind genauso häufig krank, wie Autofahrer und ÖPNV-Nutzer, nämlich etwas mehr als 5 Tage im Jahr. Auch auf das Gewicht, gemessen über den Body-Mass-Index (BMI), wirkt sich der aktive Arbeitsweg positiv aus: Ganzjahres-Radler haben einen durchschnittlichen BMI von 24, Autofahrer dagegen liegen bei 26. Forscher haben außerdem nachgewiesen, dass bei Ganzjahresradlern das Wohlbefinden am höchsten ist – sie haben einen „Well-Being-Score“ von 61 im Vergleich zu 55 bei den Autofahrern und 52 bei den ÖPNV-Nutzern.

Wegen der schlechteren Sichtverhältnisse im Winterhalbjahr sollte man das Licht schon bei Dämmerung einschalten. Die neuesten Beleuchtungsvorschriften sowie Tipps zum Winterradfahren gibt es auf den ADFC-Technikseiten. Der ADFC empfiehlt eine möglichst wartungsfreie Lichttechnik: Nabendynamo, LED-Frontscheinwerfer und LED-Rücklicht – am besten mit Standlicht. Kontrastreiche Kleidung und zusätzliche Reflektoren an Jacke, Hose oder Helm sind ein weiteres Sicherheitsplus. Ohren, Hände und Füße sollte man warmhalten, sich insgesamt aber nicht zu dick einpacken, denn der Körper erwärmt sich durch die Bewegung. In der kälteren Jahreszeit muss man mit Rutschfallen durch feuchtes Laub oder überfrierende Nässe rechnen. Deshalb: Morgens lieber etwas früher losfahren, Tempo anpassen – und abrupte Schlenker oder scharfe Bremsmanöver vermeiden. Spikes und Winterreifen sind eher etwas für Experten. Mit gut profilierten Ganzjahresreifen kommt man auch ohne Reifenwechsel durch den Winter. Tipp vom Profi: Wenn man etwas Druck aus den Reifen lässt, verbessert man die Griffigkeit auch bei Schnee. Quelle: PM ADFC vom 29.11.17

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