Konzert für Toleranz

Das Konzert für Toleranz wurde 2016 durch die Organisation „Welcome to Wandsbek“ initiiert. „Welcome to Wandsbek“ ist eine Initiative von ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern, die sich für Flüchtlinge stark machen. Die ganzheitliche Willkommenskultur ist einer der Wünsche von „Welcome to Wandsbek“ und ganz in diesem Sinne wurde das KONZERT FÜR TOLERANZ letztes Jahr ins Leben gerufen. Unterstützerin ist hier u.a. die Kulturbehörde. Die Besucherzahl war (noch) überschaubar und wir sollten beim nächsten Mal auf jeden Fall ganz rechtzeitig die Werbetrommel schlagen, da es wirklich eine tolle Veranstaltung ist! Die Besucher waren zum größten Teil Angehörige verschiedener Kulturkreise, sowie –  noch nicht sehr viele – Einheimische. Das wird sich bestimmt in Zukunft ändern, da hier das Motto „Toleranz und Austausch miteinander“ in einem guten Konzept dargestellt wird.

Verschiedene Musikgruppen mischten u.a. orientalische Klänge mit deutschem Rapgesang. Sehr schön war DJ Bügelbrett: Kinder aus verschiedenen Nationen trugen deutsche Rapgesänge vor. Als Höhepunkt sprach jeder kleine Künstler seine selbstgedichteten Verse rappig ins Mikrofon.

Menschen verschiedener Nationen aus Afrika und dem Nahen Osten hatten ihre landestypischen Köstlichkeiten zubereitet und warteten auf ein Gespräch. Besucher konnten sich bei den integrativen Organisationen informieren, wie es vorangeht mit der Integrationsarbeit. Nach wie vor ist jeder, der ehrenamtlich mithelfen möchte, sehr willkommen. Wir GRÜNE, die Linken und die SPD waren ebenfalls mit Infoständen vertreten.
Zu uns kamen viele Kinder, um Ballons, Windmühlen und Stifte zu holen.
Eine Afrikanerin war total begeistert von unseren Grünen Motto-Getränkeuntersetzern gegen Fremdenfeindlichkeit und möchte diese gern auch in ihrem Bistro an die Gäste verteilen. Bürger*innen aus Farmsen unterhielten sich mit unserem Bundestagskandidaten Dennis Paustian–Döscher. Sie sprachen konkret über die Verkehrsregulierung in Farmsen. Gelobt wurde der Ausbau der Fahrradstreifen, gerügt, dass die Ampeln teilweise so lange Rotphasen hätten, dass Fussgänger genötigt würden, einfach bei Rot die Straße zu überqueren.

Eine Frau fragte uns, was bei uns in Sachen „Sicherheit für Bürger“ im Wahlprogramm stünde. Es ging der Dame um den weiterführenden Gedanken, dass durch die Kriegsereignisse im Ausland und auch die fehlende Integrationsmöglichkeiten, Konflikte in unser Land gebracht werden. Zuletzt in Barmbek und in Barcelona zu sehen.

Seifenblasen mag jedes Kind

Da es bisher kein Patentrezept für die Innere Sicherheit gibt, wiesen wir darauf hin, dass wir keine schwammigen Versprechen in unserem Wahlprogramm geben möchten. Dass wir uns auf jeden Fall dieser Situation bewusst sind. Dass wir sehr gut verstehen, welches die Sorgen sind, die viele Menschen jetzt allmählich entwickeln.

Zum einen zielen wir GRÜNE langfristig darauf ab, dass die Fluchtursachen bekämpft werden müssen. Zum anderen können wir derzeit mit den Regierungsparteien zusammen überlegen, wie weiterhin die Unsicherheiten am besten angegangen werden müssen. Ganz wichtig ist die psychologische Betreuung der Flüchtlinge sowie die Integrationsarbeit. Hier müssen wir alle mithelfen. Und die Bürger*innen müssen mehr einbezogen werden – wir Grünen haben schon sehr viel hinsichtlich der Sensibilisierung für Fluchtursachen geschafft.

Jetzt geht es um den nächsten Schritt: die Integration der Geflüchteten.

Und hier ist auch unsere Offenheit für die Sorgen der Bürger gefragt.

Die Integration  ist keine Einbahnstraße, sondern ein Dialog. Oder: ein Konzert!!!

 

Sabine Kashi

Sabine Kashi ist Diplom Pharmazeutin und Apothekerin aus dem Alstertal

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