Geschwindigkeitsbegrenzung für Modellboote ist wichtig für den Vogel- und Gewässerschutz

Wandsbeker Wanderweg soll schöner werden

 

Dennis-Paustian Döscher, Oliver Döscher, Katharina Fegebank, Olaf Duge

Am 16.07.2017 Treffpunkt S-Bahnhof Friedrichsberg: Von hier startet die heutige Infotour entlang dem Wandsbeker Wanderweg.
Olaf Duge, BA Wandsbek, zeigt und erklärt unterwegs, was hier noch verbesserungswürdig ist:
◆ Erster Haltepunkt ist der Übergang vom Eichtalpark über eine Hauptverkehrsstraße.
Kritikpunkte hier: die Wanderwegböschung ist ständig durch PKWs zugeparkt, sodass die Überquerung der Hauptstraße insbesondere für körperlich Gehandicapte, ältere Menschen, sowie Familien mit Kinderwagen sehr stark beeinträchtigt wird. Der Antrag der Grünen, hier ein Parkverbot einzuführen, wurde von der Polizeibehörde abgelehnt. Ebenso der Vorschlag, einen Zebrastreifen zu gestalten. Auch auf den Antrag, hier eine Tempo 30 Zone einzurichten wurde abgelehnt. Die Begründung: „Es besteht keine Notwendigkeit. Bisher haben hier keine Unfälle stattgefunden.“

Beschwerliche Übergänge auf dem Wanderweg – sie sind nicht inklusionsfreundlich

◆ Auf dem Wanderweg fallen immer wieder die beschwerlichen Übergänge auf, die überhaupt nicht den inklusionsgerechten Anforderungen der Stadt Hamburg genügen. Der Bauausschuss der Grünen schlägt u.a. vor, für inklusionsgerechte Wegführung lange Schrägen anstelle der Treppen zu gestalten.

Eine gefährliche Angelegenheit, das Fahrrad die steile Treppe der Unterführung hinabzuhieven

Dieses ist teilweise möglich, es wird mit Kosten in Höhe von 3000 euro pro langer Schräge gerechnet. In der Nähe von Autobrücken sollen Lärmschutzmaßnahmen eingeführt werden.
◆ Gewässerschutz: der Eichtalparksee wird auch von Modellbootfahrern genutzt. Die Geschwindigkeit der modernen Modellboote stören die Wasservögel, i.b. beim Brüten. Bisher hat es keine Geschwindigkeitsbegrenzung für Modellboote gegeben. Es soll bald ein Antrag gestellt werden, dass die Modellboote nur noch in Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen.
◆ Positiv ist , dass sich laut BUNDhttp://bund-hamburg.bund.net/themen_projekte/umwelt_und_naturschutz/forelle_2010/die_wiederbelebung_der_wandse_ist_moeglich/die Wasserqualität der Wandse entlang dem Wanderweg verbessert hat.
◆ An der Wandsbeker Königsstrasse angekommen geht es thematisch um die Neuentstehung von Wohngebieten, gegenüber vom Mühlenteich gelegen.
Derzeitiger Eigentümer des Gewerbegebietes an der Wandsbeker Königstrasse 66 ist Budnikowski. Der Budnikowski Erbe wird sehr wahrscheinlich den südlichen, an die Wandse angrenzenden Bereich an die Stadt abtreten. So können hier Wohnungen gebaut werden. Budnikowski verlagert sich nach Allermöhe, lediglich die Zentrale bleibt an der Wandsbeker Königstrasse.

◆ Wir radeln südlich vom Budnikowskifirmengelände weiter bis zum Übergang über die Kattunbleiche. Wir sind ca. einen halben Kilometer entfernt vom Wandsbeker Markt.

Auch hier wird demnächst aus ungenutztem Gewerbegebiet ein Wohngebiet entstehen. Die massiven Gebäude werden abgerissen und ca. 180 Wohnungen sollen entstehen.

◆ Am markanten Eichtalparktor werden auf Antrag des Bezirksamtes Sanierungsarbeiten durchgeführt. Beginn der Sanierungsarbeiten: 2018

 

Ein Blick auf die Bananenstauden und direkt daneben die Stockrosen des Botanischen Sondergartens Wandsbek

◆ Nach kurzer Zeit erreichen wir den Botanischen Sondergarten. Hier treffen sich Experten, um Samen aus allen Ländern der Welt zu tauschen. Es gibt hier eine Edelreisbörse und über seltene Giftpflanzen wird berichtet.

 

 

 

◆ Die KZ Gedenkstätte Wandsbek gibt es seit 2010.

Fraktionsübergreifend wurde 2010 die Errichtung der KZ Gedenkstätte Wandsbek beschlossen

Fraktionsübergreifend wurde damals in der Bezirksversammlung dieser Ort ins Leben gerufen. Die historische Aufarbeitung fand in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte KZ Neuengamme statt. In dem KZ Wandsbek wurden in den Kriegsjahren durch osteuropäische Frauen Gasmasken für die Drägerwerke hergestellt. Alljährlich findet hier eine Gedenkfeier statt, zu welcher auch ehemalige KZ insassinnen erscheinen.
Zum großen Teil wurde auf dem ehemaligen KZ gelände ein Wohngebiet errichtet.

 

 Ehemaliges Chemiefirmengelände- wo findet sich ein Investor?  
◆ Da wir uns auf dem Wandsbeker Wanderweg befinden, wurde natürlich auch das Thema der Veloroute nach Wandsbek hinein angesprochen. Derzeit werden drei Alternativen untersucht: Umbau der Walddörferstraße, Friedrich-Ebert- Damm, sowie Ausbau des Wandsbeker Wanderweges. Dennis Paustian-Döscher, Hauptausschuss Wandsbek, erläuterte hierzu die Vorteile und Nachteile der verschiedenen Routen. So würde z.B. die Walddörferstraße zum einen an Wohnqualität gewinnen und auch die dort lebenden Anwohner würden den Ausbau zur Veloroute begrüßen- aber es müssten 150 Bäume gefällt werden und die Buslinie, die dort entlangführt würde einer zulässige Veloroutenführung entgegenstehe. Gegen den Friedrich-Ebert Damm spricht die starke Feinstaubbelastung, so Dennis Paustian – Döscher und die Veloroute entspricht nicht der intuitiven Radroute, so Oliver Döscher.

Wie man sieht, kamen wir nicht am Regen vorbei… Oliver Paustian-Döscher, Olaf Duge

◆ Das nächste Gebiet mit Wohnbaupotential ist ein ehemaliges Gelände einer Chemiefabrik.
Hier ist noch ein Investor zu finden, der bereit wäre, dieses Gebiet zu dekontaminieren, um anschließend darauf ein Wohngebiet errichten zu können. Es ist desweiteren nicht ganz auszuschließen, dass hier ein Überschwemmungsgebiet vorliegt, da das Gelände direkt an der Wandse angrenzt.
◆ Am Sonnenweg wurden auf einer ehemaligen Pferdekoppel viele Wohnungen errichtet. Damals war das Bauprojekt in der Diskussion, da man auch hier davon ausging, dass der Bauplatz in einem
Überschwemmungsgebiet liegt.
Letztendlich wurden hier Mehrfamilienhäuser errichtet. Wohnen im Grünen.
◆ Den Pulverhofteich fahren wir entlang bis nach Rahlstedt.

Unser Ziel „Cafe´Haus der wilden Weiden“ liegt in dem ehemaligen Militärmanövergebiet Höltigbaum.

Jetzt ist es ein Naturschutzgebiet und ein beliebtes Ausflugsziel.
◆ Bei einer Tasse Kaffee und Kuchen wird noch viel unterhalten und wir können inzwischen unsere Regenkleidung trocknen lassen.
◆ Wir bedanken uns bei Olaf Duge für die total informative Fahrradtour!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sabine Kashi

Sabine Kashi ist Diplom Pharmazeutin und Apothekerin aus dem Alstertal

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