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Haustürwahlkampf leicht gemacht

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Haustürwahlkampfprobe im Münzviertel © Matthias Sprekelmeyer

 

Am Samstag war ich mit unserer Vorsitzenden Maryam Blumenthal von den GRÜNEN Wandsbek, Landeslistenkandidat Oliver Schweim und Jan Otto beim Workshop „Haustürwahlkampf“. Das war eine sehr lehrreiche und spannende Veranstaltung. Was am meisten hängengeblieben ist, ist die Rolle, die wir einnehmen. Wir kommen nur an die Haustür, um an die Wahl zu erinnern und einen Flyer zu übergeben. Die Mehrheit reagiert darauf sehr positiv! Ich kann nur allen Grünen Mut machen dies auszuprobieren: jede und jeder kann es!

Die Wahlbeteiligung ist ein sehr entscheidender Faktor für das Wahlergebnis. Wenn 100% der Grünenwähler  bei einer Wahlbeteiligung von 70% wählen gehen, hat man einen relativ größeren Stimmenanteil. Ziel des Haustürwahlkampfs ist es also, diejenigen zu mobilisieren, die sich überlegen die Grünen zu wählen. Es geht nicht darum, Leute an der Haustür von Themen zu überzeugen. Deswegen sollte der Haustürwahlkampf in Gegenden stattfinden, wo üblicherweise viel Grün gewählt wird.

An der Tür

Ziel ist es Informationen zur Bundestagswahl zu geben. Du bist Informationsdienstleister und erinnerst an die Wahl. Da kann keiner dagegen sein. Du übergibst also nur zwei Informationen:

  • am 24.09. ist Bundestagswahl
  • Hier sind ein paar Infos über die Grünen / Das ist der Kandidat / die Kandidatin der Grünen.

Es geht darum, die Flyer zu geben und einen Moment lachend Augenkontakt zu haben. Mehr nicht! Das heißt: Keine Diskussionen und keine Fragen (die Sachen, die mich selbst auch an der Tür nerven). Die Körperhaltung ist: ich bin gleich schon wieder weg. Mit so einer Haltung hat man nicht nur sehr viel positive kurze Begegnungen, man kann auch innerhalb kürzester Zeit an viel mehr Türen klingeln!

Erfahrungswerte

Die besten Zeitpunkte für Haustürwahlkampf sind werktags zwischen 17:00 – 20:00 und die beiden Samstage vor der Bundestagswahl. Pro Stunde kann an +/- 50 Häusern geklingelt werden, dabei sind 30% der Menschen zu Hause. Aus anderen Städten wissen wir, dass von den Begegnungen 50-60% positiv, 25-30% neutral und 15-20% negativ sind. Das heißt: die große Mehrheit reagiert positiv, dass jemand die Treppe hochkommt und einen Flyer übergibt!

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Während des Workshops sind wir auch direkt um die Ecke bei ein paar Häusern gewesen. Ich selbst habe in 15 Minuten acht nette Begegnungen gehabt. Es ist wie Pizza ausliefern oder Flyer am Stand verteilen: es ist einfach, geht schnell, jeder kann es machen und meistens bekommt man ein Danke zurück. Und wenn jemand sich als Grünwähler outet, kann man direkt die E-Mailadresse erfragen, denn dies ist ein potentielles Mitglied!

 

Adriaan van Haeften

Schatzmeister Kreisverband Wandsbek

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