#G20-Mitgliederabend: Intensive Aufarbeitung

Bundestagsabgeordnete Anja Hajduk, auf dem Podium Miriam Block und Martin Bill vom neu gewählten Landesvorstand

Um 23 Uhr waren die Reihen schon etwas lichter

Der Raum in der GLS-Bank war brechend voll, die Luft zum Schneiden, als unsere LaVo-Vorsitzende Anna Gallina zu sprechen begann, wurde es mucksmäuschenstill! Alle waren gespannt auf diese Aussprache, die nicht mit langen Statements der Fraktionär*innen beginnen sollte, sondern mit den Meinungen der Mitglieder. Die wurden dann auch von allen Seiten geäußert, angereichert mit unterschiedlichsten Erfahrungen und sehr lebendigen Berichten. Ich fand,  es war eine gute Entscheidung der Senatoren und unserer 2. Bürgermeisterin, nicht zum Elphi-Konzert zu erscheinen. Die Fraktion bekam überhaupt viel Lob für ihr Verhalten in der heißen Phase der Proteste. Schlimm, dass viele der Gewalttäter sehr jung waren, zuerst mit bunten T-Shirts feierten, bevor sie sich dann ihr schwarzes Outfit überstreiften. Dass Uniformierung die Gewaltbereitschaft erhöht, ist ja bekannt. Ein Mitglied zog eine Parallele zu den Gewalttaten in den frühen 20er Jahren. Sich damit intensiver auseinanderzusetzen, wäre sehr wichtig.

Der Bürgermeister entschuldigt sich am nächsten Tag bei seiner Regierungserklärung im Rathaus

Der Abend blieb spannend bis zum Schluss und endete erst kurz vor Mitternacht. Viele Eltern und Berufstätige mit frühem Arbeitsbeginn mussten allerdings schon gegen 22 Uhr die Veranstaltung verlassen. Am Ende kam für mich heraus: Es gab sowohl auf Seiten der Polizei als auch der Gewaltbereiten Erschreckendes zu erzählen. Das alles muss unbedingt aufgearbeitet werden. Unverständlich war für mich, dass sich vieles von dem, was wir gehört haben, in der Rede von unserem grünen Fraktionsvorsitzenden am nächsten Tag gar nicht wiederfand.

Die Rede des Bürgermeisters empfand ich als sehr einseitig. Der Anfang war gut, die Entschuldigung richtig – aber dann ging es weiter mit dem üblichen Politiker-Sprech. Aber da war wohl auch nichts anderes zu erwarten.

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