#Sommerfest der Fraktion Wandsbek

Vorstandsmitglied Sabine Kashi (rechts), hier mit Dr. Ursula Martin, stellvertretende grüne Fraktionsvorsitzende in Wandsbek, berichtet über den Sommerempfang der Fraktion

Ein Bericht von Vorstandsmitglied Sabine Kashi:

„Der Sommerempfang der grünen Fraktion Wandsbek fand diesmal in einer ganz besonderen Location statt: Im Café Tschai, einem internationalen Café, das von der Initiative Alraune mit Geflüchteten in der kleinen Mensa der ehemaligen Schule am Eichtalpark betrieben wird. Dorthin waren am 30.Mai Initiativen aus Wandsbek, alle Fraktionsvertreter*innen der Bürgerschaft, die grüne Wandsbeker Fraktion, grüne Mitglieder, Vorstände aus allen Kreisverbänden und die Grüne Jugend geladen. Und viele, viele waren gekommen.

Fraktionsvorsitzender Dennis Paustian-Döscher übernahm die Begrüßung und gab einen kurzen Überblick darüber, was die grüne Fraktion seit 2014 in der Wandsbeker Koalitionsarbeit erreicht hatte. „Die Integration der Geflüchteten ist maßgeblich gefördert worden, Gastarbeiter in 2. Generation sollen einen würdigen Lebensabend in Hamburg verbringen können, “ betonte Dennis und bedankte sich bei allen Helfern aus den sozialen Bereichen und den zahlreichen Initiativen, die geholfen hatten, dieses politische Ziel mit zu verwirklichen.

Gastgeschenk vom grünen Wandsbeker Fraktionsvorsitzenden Dennis Paustian-Döscher für unsere 2. Bürgermeisterin Katharina Fegebank: eine Stachelbeere und eine Erdbeere für ihren Garten in Eilbek

Maryam Blumenthal, grüne Vorstandsvorsitzende und parlamentarische Geschäftsführerin in Wandsbek im Gespräch mit Dr. Andreas Dressel, SPD-Fraktionsvorsitzender der Hamburger Bürgerschaft

Ein Inklusionsfonds über € 240 000  ermögliche die Finanzierung von barrierefreier Mobilität für Bewegungseingeschränkte, z.B. automatische Türöffner bei den Behörden und anderen öffentlichen Gebäuden. „Blühende Landschaften“ sollen durch die Grünen in Wandsbek entstehen, denn „das Grün soll erhalten bleiben, da es wichtig für die Lebensqualität ist“. Auch die Einschränkung von Fluglärm werde von den Grünen befürwortet.

Robert Habeck, Umweltminister und stellvertretender Ministerpräsident Schleswig-Holstein war leider – trotz Zusage – nicht dabei. Das gute Wahlergebnis der Grünen in Schleswig-Holstein verpflichtete ihn, Koalitionsgespräche zu führen,  er stecke in „Südseeinsel“ Verhandlungen mit der FDP und der CDU, so Dennis.

Katharina Fegebank, 2.Bürgermeisterin übernahm spontan seinen Part und wünschte Robert Habeck viel Erfolg bei seinen Verhandlungen. Sie lobt seine bodenständige Arbeitsweise „Liefern statt Labern“ .

Katharina sah das Erfolgsrezept der schleswiger Grünen vor allem darin, einen eigenen Kurs zu steuern. Dieser unterscheide sich vom bundesweiten Trend – zeichne sich durch Spirit, Eigenständigkeit und Mut aus.

Wenn es zu keiner Zusammenarbeit käme, könne die Partei auch in der Opposition viel bewirken. Mit der Hamburger Politik der Grünen zeigte sie sich sehr zufrieden:  „Gute Arbeit zahlt sich aus.“

Dennis (rechts) mit der SPD Fraktionsvorsitzenden Anja Quast

Auch sie bedankte sich im Namen der Bürger / innen bei allen Einrichtungen und Initiativen, die sich beruflich und ehrenamtlich sozial engagierten, um eine gute Integration der Geflüchteten zu ermöglichen. Hamburg habe sich als erstes Bundesland sehr dafür eingesetzt.

In Sachen Umwelt sei ebenfalls einiges erreicht, hier hob sie den Ausbau der Fahrradwege hervorgehoben.

Wichtig sei es generell, gut übereinander zu sprechen und gemeinsam miteinander zu gestalten. Die Grünen hätten in Hamburg gezeigt, dass sie verlässliche Partner seien, man müsse auch Unangenehmes ansprechen und den Bürgerinnen und Bürgen mit klarem Visier begegnen. Sie wünschte allen für den Abend gute Gespräche in einer angenehmen Atmosphäre.

Barbara Kretzler von der Initiative Sasel

Die gab es dann auch reichlich, begann der Abend doch mit einem orientalischen Fingerfood-Buffet mit vielen leckeren Kleinigkeiten, vom Hummus über Auberginenmus und Hähnchenspießen bis zu Mandelpudding und Bakklawa. Dazu trank man Pflaumensaft mit Rosenwasser – oder einen der zahlreichen anderen Säfte – , Wein, Prosecco oder Wasser, hörte Musik einer gerade gegründeten Zweier-Band von Taswin und Mullah aus Eritrea und unterhielt sich. Zum Beispiel mit Barbara Kretzler von der Initiative lebenswertes Sasel, die sich Fahrradwege wünscht, die an die Wahrnehmung älterer Menschen angepasst seien, mit Rene Schwarz und Martin Mosel vom BAW Fluglärm (Bürgerinitiative für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein), die auf die gesundheitlichen Schäden später Flüge hinwiesen, mit Vertreter*innen vom NABU, die sich wünschten, dass Kinder Naturlandschaften mit allen Sinnen erleben könnten; mit Integrationscoach Jana Kemper von der Initiative MOIN, die begeistert erzählt, die lebensnah bei ihnen Deutsch gelernt werden könne, dass aber leider die Gelder gekürzt seien, so dass nur noch 30 Teilnehmer an den Sprachkursen teilnehmen könnten (statt ursprünglich 70).

Emma, Julian und Daniel von der grünen Jugend genossen das orientalische Buffet

Andreas Finkler vom Kreisverband Harburg hatte den weiten Weg über die Elbe sich genommen und auch Emma, Daniel und Julian von der Grünen Jugend amüsierten sich prächtig.

Fotos: Christa Möller, Sabine Kashi

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