#Democracy first: Landesmitgliederversammlung in Wilhelmsburg

Kurzes Gespräch während der Rede von Katharin: Christiane Blömeke und Anna Gallina

Katrin Göhring-Eckhardt bei der Eröffnung der LMV; Foto: Karl-Heinz Karch

Die LMV startete im Bürgerhaus in Wilhelmsburg mit Besuch aus Berlin: Katrin Göring-Eckhardt stimmte die Hamburger Grünen mit ihrer Rede auf den Wahlkampf ein: „Donald Trump hat der Erde den Kampf angesagt als er den Klimavertrag von Paris gekündigt hat. Den Kampf nehmen wir gerne an! Der Ausstieg aus dem Weltklimavertrag ist unverantwortlich, historisch dumm. Aber dieser Planet kann nicht warten bis das Wasser im Keller des Trump-Towers steht. Jetzt muss es eine globale Bewegung für den Klimaschutz geben. Ich erwarte von Angela Merkel als Gastgeberin beim G20-Gipfel, dass sie hier in Hamburg ein klares Signal für den Klimaschutz aussendet.“ Großer Beifall – und viele waren angenehm überrascht von ihrem motivierendem Redebeitrag.

 

 

Wandsbeker Grüne…

…in Wilhelmsburg

Unsere 2. Bürgermeisterin Katharina Fegebank erinnerte an das gute Ergebnis bei der Bezirkswahl, das wir unbedingt wieder erreichen wollen. Anjes Tjarks, Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Bürgerschaft, betonte, dass wir die formulierten Klimaziele in Hamburg erreichen wollen und deshalb die Wärmewende vorantreiben. „Platz 1 entscheidet bei der Bundestagswahl über die Kanzlerschaft, Platz 3 über den Charakter, den dieses Land haben wird.“ Manuel Sarrazin, grüner Bundestagsabgeordneter, ist bereit, überall hinzugehen und wünscht sich einen phantasievollen Wahlkampf mit vielen Streitgesprächen.

 

 

 

Marlis Dürkop-Leptihn wünscht sich, dass die Partei die älteren grünen Wähler*innen nicht vergisst

Marlis Dürkop-Leptihn meinte, dass wir vielleicht die Unordnung in den USA gebraucht haben, um uns neu zu finden. Sie bedauert, dass wir viele grüne Wähler*innen der ersten Stunde verloren haben, die überzeugte Grüne waren, aber uns heute nicht mehr wählen. „Ich wünsche mir, dass wir auch diese Generation ansprechen.“ Johannes Müller empörte sich, dass man die Frage, ob sich die Grünen überlebt hätten, überhaupt stellen würde – „in Zeiten, in denen CDU-Politiker Klimaforscher als moralische Erpresser bezeichnen.“ LaVo-Schatzmeister Karl-Heinz Karch stellte klar, dass wir genug Geld für einen guten Wahlkampf hätten, deutlich mehr, als in den Jahren zuvor. Was u.a. an den Sponsoren läge, die wir gewinnen konnten. La-Vo-Vorsitzende Anna Gallina stellte klar, dass wir nie die Idee verfolgt haben, „den G20-Gipfel nach Hamburg zu holen, wir halten die Messehallen nicht für den richtigen Veranstaltungsort…  Aber es geht nicht nur um die Veranstaltung sondern auch um die Politik, die dort gemacht wird. Die Welt steht vor zahlreichen Herausforderungen: Flucht, Klimawandel, Terror, Hungersnöte. Die G20 müssen Teil der Lösung dieser drängenden Probleme werden.“

Schatzmeister Eckhard Heumeyer übernimmt die Stimmzettelausgabe

Der Antrag des Landesvorstandes „G20 am Scheideweg – wir sagen Democracy first!“, indem die Partei die Bundesregierung unter anderem dazu auffordert, sich für Klimaschutz, Meinungsfreiheit und Frauenrechte einzusetzen, wurde denn auch einstimmig angenommen.

Justizsenator Till Steffen hat mit vielen Polizisten gesprochen, die die Messehallen ebenfalls nicht für einen besonders geeigneten Ort halten, um die Tagung durchzuführen. Er findet es aber gut, dass das G20 Treffen in Hamburg stattfindet und nicht irgendwo in China, wo Versammlungsfreiheit ein Fremdwort ist.

Alte und neue Vorstandsvorsitzende Anna Gallina, umringt von Gratulant*innen und Kameras

Dann wurde Anna Gallina in ihrem Amt als Landesvorstandsvorsitzende für weitere zwei Jahre in ihrem Amt bestätigt, mit 168 Ja-Stimmen, 25 Nein-Stimmen und 17 Enthaltungen.  Neuer Stellvertreter wird der Bürgerschaftsabgeordnete Martin Bill, der sich gegen unsere Geschäftsführerin Linda Heitmann durchsetzte. Karl-Heinz Karch wurde als Schatzmeister wiedergewählt. Neue BeisitzerInnen sind Miriam Block (86,58 Prozent), Jenny Weggen (72,48 Prozent), Andrea Nunne (70,47 Prozent) und Harald Hasselmann (65,04 Prozent).

Kritik an der Location kam übrigens von unserem ehemaligen Vorstandsmitglied Danny Ralph Cäsar: Er konnte mit dem Rollstuhl nicht zum Reden auf die Bühne, weil sie nicht barrierefrei war.

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