Grüne Ziele im Wandsbeker Wahlkampf

Anna Gallina und Anja Hajduk besuchten die grünen Mitglieder in Wandsbek – und 10 Leute kamen, um mit den beiden über den anstehenden Wahlkampf zu diskutieren.

Anna begann mit ihrer Präsentation, die sie jetzt in allen Bezirken halten wird. „Die Welt scheint aus den Fugen geraten zu sein“, meinte sie gleich zu Beginn, Kriege würde immer öfter zum Mittel der politischen Auseinandersetzung, Demokratie und Menschenrechte scheinen zur Disposition zu stehen – und bei vielen Menschen rege sich der Wunsch nach einem Wechsel. Aus grüner Sicht allerdings rückwärtsgewandt.

Monika Tiemann und Anna Gallina (rechts)

Wir hätten eine wichtige Rolle in dieser politischen Landschaft – und nach zwei Jahren Regierungsbeteiligung in Hamburg steht für Anna fest: Es macht wirklich einen Unterschied, ob die Grünen mitregieren oder nicht. Davon müssten wir jetzt auch unsere Wähler*innen überzeugen. Was nicht einfach wird, wie aktuelle Umfragen zeigen. Ein Direktmandat zu erringen wird nicht möglich sein, deshalb sollten wir die Wichtigkeit der Zweitstimme betonen. Koalitionsaussagen wird es nicht geben, dafür sei die Parteienlandschaft zu unübersichtlich. Unser Schwerpunkte werden sein:

  • Ökologie
  • Weltoffenheit
  • Gerechtigkeit

Lebendige Diskussion in der Geschäftsstelle

Unsere wichtigsten Wähler-Zielgruppen sind: Frauen, junge Familien, Jung- und Erstwähler, Student*innen,  ältere Menschen, LGBTIQ (Lesbisch, Schwul, Bi, Trans, Inter, Queer) und junge Unternehmer*innen. Bunte Mischung!

Sehr effektiv bei der Ansprache von Wähler*innen ist der Haustürwahlkampf, viel wirksamer als Flyer zu verteilen. Anja erzählte, dass sie schon mal jetzt in Schleswig-Holstein üben geht, zuerst in Norderstedt, dann an der Ostsee.

Anja Hajduk (vorn) übt schon mal Haustürwahlkampf in Schleswig-Holstein

Wir haben immer wieder harte Facebook-Attacken, deshalb wurde die Gruppe Rapid Response gegründet, die blitzschnell auf Shitstorms reagieren kann. Jeder kann dort mitmachen, Anna versichert, dass der Spaßfaktor groß sei, weil man schlimme Argumente einfach ausbremsen könne. Insgesamt 70 Folien haben wir angesehen, es kam uns aber überhaupt nicht lang vor. Anschließend wurde intensiv diskutiert, über Themen, Koalitionen, Kommunikation… guter, informativer Abend!

Man quetscht sich an Blättern und Ästen vorbei, um das Rad abschließen zu können…

Ach ja – und eins geht gar nicht: Der Fahrradständer auf dem Parkplatz der Geschäftsstelle wurde weggeräumt und steht jetzt eingequetscht zwischen Baum und Zaun. Mehrere Räder vernünftig anzuschließen ist so gut wie unmöglich, das sollten wir unbedingt wieder ändern!

 

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