#Engagement-Studie: Ehrenamtliche wollen gefragt werden!

Die große Frage:  Wie bekommen wir mehr Aktive? „Zunehmend mehr Menschen engagieren sich freiwillig“, sagt die aktuellste Engagement-Studie des Familienministeriums. Dabei sind vor allem die Fakten zur Gestaltung des Engagements interessant und zeigen, wo die Herausforderungen liegen:

  • die für das Engagement aufgewendete persönliche Zeit ist im Laufe der letzten Jahre gesunken
  • Erwerbstätige und Schüler*innen engagieren sich öfter als Rentnerinnen und Rentner, Arbeitslose und anderweitig Nicht-Erwerbstätige.
  • Menschen bis 29 Jahren sind am engagiertesten, danach treten Familie und Beruf in den Vordergrund
  • etwa die Hälfte engagiert sich aus eigenem Antrieb, die andere Hälfte erst, weil sie gefragt wurde

Das mit Abstand stärkste Motiv für Engagement ist „Spaß haben“ (80%), gefolgt von „mit anderen Menschen zusammen sein“ und dann erst „Gesellschaft mitgestalten“ (57,2%). Weitere relevante Gründe sind „Qualifikationen erwerben“, „Ansehen gewinnen“ und „beruflich weiterkommen“. „Dazuverdienen“ ist nur für 3,5% ein Motiv.

 

Was heißt das für uns?

Zeit ist offenbar gar nicht so der ausschlaggebende Faktor für Engagement. Aber wer sich engagiert, will dass es sich auch lohnt – und es muss Spaß machen! Das bedeutet nicht „Bespaßung“, sondern dass Frustrationsquellen wie schlechte Organisation, mangelnde Information und Ausstattung, unklare Erwartungen etc. echte Engagement-Killer sind. In Verbindung mit der Tatsache, dass sich die Menschen im Umfang weniger engagieren, heißt das für uns, dass wir mehr Zeit, Herz und Hirn in die Organisation, Anleitung und Betreuung unserer Freiwilligen investieren müssen. Und: wir müssen fragen!

In Bezug auf den Wunsch „Gesellschaft mitzugestalten“, geht es den Meisten eher um das gute Gefühl wirkungsmächtiger Teilhabe, als um reale Einflussnahme, wie die Ehrenamtsstudie von betterplace lab schreibt.

Am Freitag ist Kreismitgliederversammlung, barrierefrei in der Volkshochschule Farmsen, um 19 Uhr geht es los. Wir wählen diesmal einen neuen Vorstand – und suchen Menschen, die Lust haben, den Wahlkampf mit zu organisieren. Eine sehr wichtige Aufgabe geraden in diesen Zeiten, in denen es  u.a. auch darum geht, demokratische Grundwerte zu verteidigen. Wer Lust hat, sich in ein nettes Team einzubringen, ist herzlich willkommen! Versprochen: Auch der Spaß kommt nicht zu kurz!

(Quelle: Christine Wetzel, Leiterin Fundraising&Mobilisierung)

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