Gorden Isler und vier Poppenbüttler Schüler*innen auf Malta

14718624_1558345020857919_6201770898712538351_n

Gorden, was tust du gerade?

 Ich habe mich zusammen mit vier Schüler*innen, einer Lehrerin vom
14937209_1564399330252488_95840689385934126_n

Vier Schüler*innen und eine Lehrerin vom Heinrich-Heine-Gymansium in Poppenbüttel arbeiten an ihrem Filmprojekt auf Malta

Heinrich-Heine-Gymnasium in Poppenbüttel und  Maik Lüdemann auf den Weg nach Malta gemacht, um dort die Crew  des Seenotrettungskreuzers Minden zu treffen. Am Dienstag gehen wir (ohne Schüler*innen!  ) auf die achte Rettungsmission vor der Libyschen Küste. Die Schüler*innen produzieren eine Dokumentation über dieses Projekt. Die Organisation Hamburger mit Herz e.V. wird die Minden zukünftig mit Spenden, Öffentlichkeitsarbeit und der Rekrutierung ehrenamtlicher Crewmitglieder unterstützen. Ich selbst fahre mit, um den Menschen, die mich kennen, zu zeigen, dass wirklich jeder helfen und mit anpacken kann. Für mich erhoffe ich eine wichtige Lebenserfahrung.

unspecified-2

Gorden geht an Bord

Ich bin nun schon seit drei Tagen an Bord im Hafen von Malta und fühle mich wie an einem magischen Ort. Neben uns liegen die SeaWatch 1, seit gestern auch die SeaWatch 2, die Dignity von Ärzte ohne Grenzen und die Phoenix von Moas (Migrant Offshore Aid Station). Man trifft hier wirklich tolle Menschen. Menschen die anpacken, während viele andere in sicherer Distanz nur reden und dabei die Krise oft zerreden. Es ist ein Armutszeugnis für die EU, dass private NGO’s (Nichtregierungs-Organisationen) auf Spendenbasis eine Aufgabe zu erfüllen versuchen, für die man sich in Brüssel zuletzt nicht mehr verantwortlich fühlte. Es geht ums Sterben auf dem Mittelmeer, und ich möchte mich zusammen mit meinen Vereinskollegen in die Reihe jener Menschen einreihen, die nicht tatenlos zusahen, als unsere Brüder und Schwestern im Mittelmeer den Tod fanden. Wir möchten unseren Teil dazu beitragen, so viele Menschen wie möglich aus der Seenot zu retten, weil jedes Menschenleben wichtig ist.

unspecified

Erstmal wird geknotet

Hast du Erfahrung mit dem Meer? Bist du schon zur See gefahren? So eine Tour ist ja nicht ungefährlich.

Nein, bisher hab ich keine Erfahrung. Ich bin selbstständiger Kaufmann und seit sechs Jahren Vorsitzender des Vereins Hamburger* mit Herz e.V.. Auch mein Vereinskollege Maik Lüdemann hat keine See-Erfahrungen. Die anderen Crewmitglieder aber schon seit vielen Jahren, zum Teil als Seenotretter. Auf jeder Mission dürfen zwei bis drei Personen mitfahren, die keine Seefahrer sind. Es gibt genügend Arbeiten an Bord, die von uns erledigt werden können. Dazu bringt man uns die wichtigsten Dinge bei (z.B. Sicherheitshinweise, Seemannsknoten, Erste Hilfe). Der Zusammenhalt hier ist unbeschreiblich.
Am 1.11., geht’s nun los. Die Schüler*innen bleiben derweil auf Malta und schneiden schon mal ihr Filmmaterial. Am 03.11. kehren sie nach Hamburg zurück.  Der erste Teil unserer Hilfe in der Öffentlichkeitsarbeit für die Minden ist hier zu sehen:
unspecified-1

Die Minden im Hafen von Malta

Was können wir hier in Hamburg tun, um euch zu unterstützen?

 Es ist wirklich ganz wichtig, dass die Menschen im Norden darauf aufmerksam werden, dass hier zwei Hamburger Initiativen zusammen arbeiten und auf www.hamburger-mit-herz.de gemeinsam Spenden für die Mission sammeln. Es ist unser Norden, unser Schiff, unsere Crew, unsere Mission und unsere gemeinsame Verantwortung. Also spendet bitte, damit wir weitermachen können. Auf der website könnt ihr unsere Reise auch verfolgen.

honorarberater-gorden-islerEin Hamburger mit Herz

Gorden ist selbständiger Kaufmann und Inhaber eines kleinen kaufmännischen Unternehmens in Hamburg Bahrenfeld, seit ca. sechs Jahren bei den Grünen und in den LAGen Migration und Flucht und Wirtschaft und Finanzen aktiv. Außerdem ist er Vorsitzender des Vereins Hamburger mit Herz e.V., der sich insbesondere in dem kleinen Dorf „Mekerie“ in Äthiopien engagiert. In Hamburg kümmert sich der Verein um Flüchtlinge. Zusammen mit der St. Markus Kirche (HH Hoheluft) werden Sprachunterricht und ein Mentoring-Programm organisiert. Der Verein ist außerdem Träger eigener Bildungsprojekte mit dem Ziel, die Gründe der Flucht bewusst zu machen und kooperiert mit dem Heinrich- Heine-Gymnasium in Poppenbüttel.
Alle Fotos: Maik Lüdemann und Günther Kloppert

Verwandte Artikel