Gut wohnen im Alter

img_3946

Inge-Maria Weidemann, Vorsitzende des Seniorenbeirats begrüßt die Gäste – und Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff hört in der ersten Reihe zu

…so hieß eine Veranstaltung des Bezirksamts Wandsbek in Zusammenarbeit mit dem Forum Generationenfreundliches Wandsbek, die am Mittwoch stattfand. Das Interesse am Thema war groß, über 140 Anmeldungen hatte es gegeben und der Bürgersaal war gut gefüllt.

staende

An 10 Infoständen konnte man sich beraten lassen

multikulti

Interkulturelle Pflege-WGs in Wilhelmsburg

 

 

 

 

 

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung waren lebendige Nachbarschaft (LeNa) und neue Wohnformen. Die Vorsitzende des Seniorenbeirats zitierte unsere Familien- und Seniorenministerin Manuela Schwesig: Ältere verbrächten viel  Zeit in den eigenen vier Wänden und ihre allgemeine Zufriedenheit hinge sehr stark von der Wohnsituation ab. Bezahlbarer barrierefreier Wohnraum mit entsprechender Infrastruktur sei aber noch selten. Obwohl das Interesse gerade in Hamburg sehr groß sei. Wer sich für das Thema interessiert: Am Freitag, den 23. und Samstag, den 24. September finden die Hamburger Wohnprojekt-Tage statt (Anmeldung unter Stattbau Hamburg, post@stattbau-hamburg.de).

Besonders nachgefragt ist das sogenannte Service Wohnen (bis vor kurzem hieß es betreutes Wohnen). Auch das Thema Wohngemeinschaften für Demente wird zunehmend wichtiger und natürlich Interkulturelles Wohnen. Leider gibt es insgesamt viel zu wenige solcher Projekte, so dass 15 Jahre Wartezeit keine Seltenheit sind. Besonders in Wandsbek tut sich diesbezüglich bisher so gut wie gar nichts. Ulrike Petersen von Stattbau Hamburg meinte, in Hamburg würde zudem am Portemonnaie der unteren Mittelschicht komplett vorbei gebaut.

raeder

Leider: Zuwenig Radparkplätze am Bürgersaal

Gesucht werden übrigens dringend ehrenamtliche Wohnpaten, die sich darum kümmern, dass z.B. demente Menschen in Wohngemeinschaften soviel Teilhabe wie möglich wahrnehmen könnten. Am 7. Oktober stellt der Landesseniorenbeirat ein entsprechendes Konzept vor.

Eine ältere Frau beschwerte sich über holprige Wege in Wandsbek; sie sei bereits kopfüber mit dem Rollator gestürzt, weil Gehwegplatten hervorstanden. Und die Bordsteine seien oft so hoch, dass sie auch mit ihrem neuen Rollator – dem sportlichen mit extra breiten Reifen! – nicht über die Straße käme. Werner Lipka, ökonomischer Quartiersmanager von  Sasel, forderte alle Anwesenden auf, sich bei Beschwerden an den Wegewart zu wenden. Nur andauernder Druck würde helfen.

Verwandte Artikel