Tornados und Starkregen im Bezirk

Hagel

Daumennagelgroße Hagelkörner kamen vom Himmel

In Barmbek Nord fing es an, zog dann über Farmsen und Berne bis zur Steilshooper Allee Richtung Tegelweg und Kleingärten: ein Tornado hatte sich am letzten Dienstag im Nordosten von Hamburg aufgebaut. Eigentlich selten in der Stadt, ein Tornado bildet sich eher auf freien Flächen. Aufgrund der besonders starken Aufwinde hielt er sich diesmal aber nicht an die Regeln. Am unteren Rand einer sogenannten rotierenden Gewitterwolke – die schon ganz allein für heftigsten Starkregen und Hagel sorgen kann – hatte sich ein ebenfalls rotierender Windrüssel gebildet, der bis auf den Boden reichte. Und riss eine Schneise von 10 bis 15 Metern durch die Stadt. Bäume entwurzelten, Holzhäuschen zerbarsten, Ziegel flogen von den Dächern, um sich zentimetertief in den Rasen zu bohren, dicke Äste wurden abgebrochen und sausten wie Speere durch die Luft. 1000 Menschen von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk arbeiteten anschließend bis tief in die Nacht, 400 Notrufe erreichten die Feuerwehr zur Hoch-Zeit in der Stunde.

Pumpe

Vom Starkregen überforderte Pumpen schafften es nicht mehr, das Wasser abzuleiten

Nicht ganz so schlimm traf es Sasel und Volksdorf, wo „nur“ die Keller vollliefen und dicke Hagelkörner vom Himmel fielen.

Der Deutsche Wetterdienst geht laut Süddeutsche vom 9.6. davon aus, dass in Zukunft Gewitter „nicht unbedingt häufiger, aber heftiger werden, da mit jedem Grad Erwärmung sieben Prozent mehr Wasserdampf in die Luft gelangen.“ Und das sei Treibstoff für schwere Gewitter – und damit auch für Tornados. Um so wichtiger, dass wir unser Klimaziel tatsächlich erreichen!

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