Erfolg für Wanderer und Jogger

IMG_9808Die Stadt Hamburg, die das Gelände des ehemaligen Asylbewerberheims am Schemmanspielplatz verkauft hat, hatte ihn wohl vergessen: Den Wanderweg, der vorbei am Heim Richtung Berner Au führt und der auch in allen Karten eingezeichnet ist. Leider: Er wurde einfach mitverkauft, Wegerechte wurden nicht berücksichtigt. Von einem Tag auf den anderen wurde ein Bauzaun errichtet, und die zuständigen Bau-Herren erklärten den verduzten Joggern, dass hier nun leider ab sofort niemand mehr durchlaufen könne. Hier würde das neue Schemman Palais gebaut – und da sei leider kein Platz für einen Weg. Unter Sportler*innen und Hundebesitzern brach ein Sturm der Entrüstung aus. Eine Initiative wurde gegründet, ein Protest-Brief geschrieben.

IMG_9825Die Baugesellschaft stellte immer größere Durchgangs-Verbots-SchilderIMG_9813 auf, aber einige Passanten ignorierten sie einfach. Und rissen über Nacht immer wieder Löcher in den Zaun, so dass Mensch, Rad oder Hund bequem hindurchschlüpfen konnte. Es war wie ein Spiel: Nacht für Nacht wurde der Zaun eingerissen, tagsüber wieder notdürftig geflickt. Das ging so über Wochen und Monate.

Irgendwann kam ein Brief der Baugesellschaft, dass Spaziergänger auch in Zukunft am Rande des Grundstückes vorbeigehen dürften, allerdings unter dem Vorbehalt, dass die neuen Eigentümer damit auch einverstanden seien.

Jetzt, nach knapp drei Jahren Bauzeit, ist ein wunderbarer Wanderweg entstanden, der an dem neuen Schemmanpalais vorbeiführt – und alle Spaziergänger freuen sich über die schöne Anlage und „ihren“ Weg!

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