Mehr als eine Delle auf dem Sofa…

alle Demografie

Loring Sittler, Leiter Generali Zukunftsfonds, referiert zum demografischen Wandel, Anna Gallina und Karl-Heinz Karch moderieren

Migration.flucht

Mirijam Beutle vom Netzwerk Grenzgänger und Prof. Dr. Ursula Neumann von der Uni Hamburg waren zum Panel Fluchtbewegungen eingeladen

Loring Sittler, Leiter Generali Zukunftsfonds und Experte beim Thema „Demografischer Wandel” brachte es auf den Punkt: „Viele ältere Menschen möchten sich engagieren, mehr hinterlassen als eine Delle auf dem Sofa. Deshalb übernehmen heute schon ca. 45% ein Ehrenamt.” Sittler war einer der hochkarätigen Experten, die zum Auftakt des Programm-Prozesses von unserem Landesvorstand eingeladen waren, um Input für eine grüne Vision vom Zusammenleben in Hamburg 2030 zu geben. Sittler rief zum schnellen Handeln auf, da sich der Anteil der Erwerbstätigen rapide verringere. Da sei ein Zuzug von Migranten und Geflüchteten sehr willkommen, aber bei weitem nicht ausreichend. Hamburg stünde diesbezüglich zwar etwas besser da als andere Regionen in Deutschland, aber auch hier sei die Geburtenrate viel zu niedrig. Das sei ein Trend, der sich in allen hochentwickelten Industrieländern abzeichne. Zur Zeit kämen auf einen Rentner nur 1.9 Erwerbstätige, demnächst würden es nur noch 1.2 sein. Wir müssten deshalb dringend heute etwas ändern, für die nächsten Generationen. Schon jetzt ist Hamburg die Stadt mit der höchsten Zahl an Rentner*innen, die von der Grundsicherung leben. Altersarmut würde ein zunehmendes Problem werden – besonders bei Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund, die nicht voll gearbeitet  haben. (Mehr Infos hier).

Vorstellung Plenum

Moderator Dr. Till Steffen fasst im Plenum die Diskussionspunkte zum Thema Digitalisierung zusammen

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Linda Heitmann erklärt, dass Transmigration immer häufiger vorkommt, Flüchtlinge kommen und reisen nach einer Zeit weiter

Das Thema wurde auch beim Panel „Migrations- und Fluchtbewegungen” diskutiert. Als Expertinnen waren Prof. Dr. Neumann von der Uni Hamburg und Myriam Beutle vom Netzwerk Grenzgänger dabei. Hier ging es um Transmigration, um Flüchtlinge, die nur eine Zeit verweilen und dann weiterziehen, darum, was wir tun können, um Fluchtursachen zu beeinflussen, um Sprache und Arbeit als wichtigste Steps zur Integration und um bessere Vernetzung mit anderen Bundesländern. Ein Thema griff ins andere: wieviel Vernetzung ist okay, wo kommen wir an Datenschutzgrenzen, wo machen die keinen Sinn?

Das Panel „Digitalisierung” arbeitete mit Input von Thomas Schellhaas von Big Data Analytics, Hewlett Packard Enterprise. Am Nachmittag ging es dann weiter mit vier Arbeitsgruppen zu Stadtplanung, Vielfalt und Integration, Bildung und Stärkung von Demokratie.

Kasse

Reine Vertrauenssache: Bio-Apfelschorle und Wasser

Anna Gallina übernahm Begrüßung und Ausblick, und in der Mittagspause war Zeit zum Klönen. Eine sehr gelungene Veranstaltung.

Fragen und Diskussionspunkte wurden an Pinnwände geheftet, abfotografiert, den jeweils anderen Arbeitsgruppen vorgestellt und können jetzt in LAGs, Bezirken, Ausschüssen und im LaVo diskutiert werden.

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