Mehr aus Halle

Tatjana+Felix

Mit Tatjana Scharfe und Felix auf dem langen Weg zur BDK

GraemeClubRome

Graeme Maxton, Generalsekretär des Club of Rome, erklärt, dass ihre bitteren Vorhersagen jetzt tatsächlich Realität würden

Toni+Kinder

Toni Hofreiter wehrt sich gegen eine pauschale Ablehnung der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft

Nach dieser BDK wissen wir, was wir am HVV haben! Über 90 Minuten sind wir unterwegs mit Straßenbahn und Bus vom Hotel zur Messehalle – und Halle ist wirklich nicht sooo groß… Egal, gerade noch rechtzeitig, um den beeindruckenden Vortrag von Graeme Maxton, Generalsekretär des Club of Rome, zu hören. Er berichtete von extrem hohen Temperaturen auf den Philippinen, die neue Mess-Standards notwendig machten. In der Mitte des Pazifiks gäbe es zwei Inseln aus Plastikmüll von der Größe Texas. „Wir haben noch die Chance, das 2-Grad-Ziel zu erreichen. Alle denken, dass Wachstum Jobs kreiert, das stimmt nicht. Das Gegenteil ist der Fall! Wir kämpfen deshalb fürs Überleben der Menschheit! Die Reichen werden immer reicher, die Armen ärmer. Unser neoliberales System löst keine Probleme. Kredite dürfen nicht mehr über die Banken vergeben werden. Jeder braucht ein ausreichend hohes Einkommen. Wir müssen zurück zu kleinbäuerlichen Strukturen. Wir brauchen Menschen an der Macht, die diese Probleme verstehen, wir brauchen mehr Menschen wie euch!“ Tosender Applaus!

Kaffeschlange

Die Dauerschlange vor dem Gratis-Kaffee der Sparkassen

Toni Hofreiter betonte, dass es d i e eine Wirtschaft nicht gäbe. „In der Autobranche gibt es welche, die nicht verstehen, dass der Verbrennungsmotor seine Zeit hinter sich hat.“ Auf die Angleichung von grünen und weißen Kabeln und Steckdosen in Europa und den USA könne man sich gern einigen und technische Standards festlegen. Aber deswegen würde man noch lange keine geheimen Schiedsgerichte brauchen und müsste auch nicht unsere hohen Standards im Agrarbereich oder im Lebensmittelbereich aufgeben. Er sei vor einigen Monaten in Mali gewesen. Dort unterstützten deutsche Soldaten die Bevölkerung und seien hoch willkommen. Langfristig sei es aber sehr schwer für die Menschen dort, wieder auf die Beine zu kommen, da unsere Landwirtschaft so hoch subventioniert sei, dass die malischen Bauern mit ihren Produkten auf dem europäischen Markt keine Chance hätten. Und es sei auch nicht zu verantworten, dass Geld nach Saudi-Arabien fließe, unserem angeblichen Verbündeten. Der sei nämlich Hauptfinanzier fundamentalistischer Terrorpolitik.

Haribo

Süße Nervennahrung half, gut durch die langen Debatten-Tage zu kommen

Hamburger

Die Hamburger Delegierten vor ihren Laptops und ipads, die man leihen konnte. Alle Anträge waren im Intranet zu finden – zumindest theoretisch

Hans-Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, sah seine Gastrede als Gegenbesuch zu einem handwerklichen Betriebspraktikum vom Cem Özdemir. Er schätze dieses Interesse der Grünen am Handwerk sehr. Das Handwerk bezeichnete er als offiziellen Ausrichter der Energiewende. „Wir denken in Generationen und nicht in Quartalszahlen.“ Die Lehre müsse aufgewertet werden, deshalb wünsche er sich auch ein Berufsabitur, wie es in der Schweiz und in Österreich schon erfolgreich praktiziert werde.

Hans-Christian Markert vom KV Rhein-Kreis-Neuss ist Vorsitzender der Enquete-Kommission „Zukunft der chemischen Industrie in Nordrhein-Westfalen“ und sprach sich für eine nachhaltige Zusammenarbeit mit der Chemiebranche aus. Er habe in einer Kommission konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt, die einstimmig von allen Parteien angenommen wurden. Sein Aufruf: „Wirtschaft kann man grün denken, lasst uns reingehen in die Maschinenräume!“

Kameras

Die Kameras liefen ständig, eine(r) unserer Promis musste immer irgendwo gerade ein Interview geben

Bütikofer

Reiner Bütikofer mit Blumen zur Wiederwahl als Vorsitzender der europäischen Grünen

Von verschiedenen RednerInnen wurde betont, dass wir ökologische Grenzwerte bräuchten und dass der Ressourcenverbrauch endlich teurer werden müsse.

Reinhold Bütikofer ist nicht damit zufrieden, „nur der Umweltbeauftragte der Wirtschaft zu sein!“ Da ginge mehr. „Was gestern noch als unmöglich galt, ist heute Teil unserer Realität.“ Nach seinem Redebeitrag gab es Blumen und herzliche Glückwünsche zur Wiederwahl als Vorsitzender der europäischen Grünen.

PlanetBGanz zum Schluss zeigte der Bundesvorstand noch einen filmischen Zusammenschnitt grüner Aktivitäten des letzten Jahres. Beindruckend: die großartige Vielfalt und die Menschenmenge zu TTip!

Am Rande der Debatten gaben unsere grünen Polit-Promis ein Interview nach dem anderen. Und der Überraschungs-Abschluss 2015: Ein Riesen-Luftballon, der herein schwebte, mit der Aufschrift: Es gibt keinen Planet B. Wie wahr!

Und klar, alle Kameras liefen!

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