Naturschutz oder neue Wohnungen?

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Christiane Blömeke in der Kreisgeschäftsstelle

Die Diskussion schwelt seit langem, welche Gebiete können bebaut werden und muss der Naturschutz jetzt nicht zurückstehen, wenn so viele Menschen in Zelten frieren? Oder ist das falsch, weil man langfristig denken muss? Was weg ist, ist schließlich weg.

In jedem Bezirk Hamburgs sollen 800 Wohneinheiten gebaut werden, in Wandsbek auf vier Gebiete aufgeteilt. Jeweils 300 Wohnungen sollen es werden an der Glashütter Landstraße und am Rehagen in Hummelsbüttel. Weitere Flächen werden geprüft. Christiane Blömeke, Bürgerschaftsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen sieht den Bau weiterer Wohnungen pragmatisch: „Täglich kommen rund 400 Flüchtlinge zu uns. Die Unterbringung in Zelten und Containern ist keine Dauerlösung. Klar ist die Nutzung von Landschaftsschutzgebieten für uns Grüne sehr schmerzhaft, aber anders sind die größeren Wohnquartiere nicht realisierbar. Wir freuen uns aber, dass wir mit drei neuen Naturschutzgebieten in Hamburg einen Ausgleich bekommen, auch in Volksdorf wird ein neues großes Naturschutzgebiet entstehen (Volksdorfer Wiesen von der Gussau bis zur Landesgrenze). Insgesamt wird am Ende die Fläche der neuen Naturschutzgebiete die Fläche der bebauten Gebiete um ein Vielfaches übersteigen.“

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