Nachtasyl im Malersaal

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Tolles Engagement im Malersaal vom Schauspielhaus. Nach der letzten Aufführung werden die Räume zum Nachtasyl für alle, die sonst die Nacht am Hauptbahnhof verbringen müssten.

IMG_4167In den Ecken türmen sich durchsichtige Plastikkästen mit Föhnen und Bürsten und allem, was gebraucht wird. Auf dem langen Flur zum Eingang wurde eine Kleiderkammer für Kinder und Erwachsene eingerichtet, bei der sich die Geflüchteten bedienen können. Ein junger Syrer friert und findet ein blaues Sweatshirt mit Kapuze, das passt. „Die Leute schlafen hier so tief und fest, auch die Kinder“, erzählt die Kartenabreißerin, bevor die Theaterbesucher eingelassen werden. „Ich mag sie morgens gar nicht wecken, wenn der Betrieb hier wieder losgeht.

IMG_4216Gestern war ein Baby dabei, das auf der Flucht geboren wurde. Es ist einfach schön, wenn man helfen kann!“ Gezeichnete Schilder verweisen auf die richtige Toilettenbenutzung oder zeigen, wo Zahnbürsten und Seife zu finden sind. Und jemand hat alle Schlafenden gezeichnet und das Bild den MitarbeiterInnen geschenkt – es hängt jetzt an der Eingangstür zum Theatersaal.

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