Flüchtlingshilfe am Hauptbahnhof

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Schwedenschilder werden hochgehalten, wenn ein Zug einfährt

Ungewohnt viele Menschen stehen in der Wandelhalle, manche sitzen auf dem Fußboden, auf Koffern, viele Männer, aber auch Familien mit Großeltern und Kindern. 1500 Flüchtlinge sind heute, am Mittwoch, mit dem Zug hergekommen. Helfer in leuchtend gelben Westen verteilen Windeln und Wundcreme.  Ein Flüchtling deutet auf seinen Kopf, „Headache, Kopfschmerzen?“, fragt eine Helferin. Er nickt und bekommt eine Tablette.

 

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Tablettenausgabe in der Wandelhalle

Direkt unten auf dem Bahnsteig stehen Helfer, die große Schilder hochhalten, auf denen „Schweden“ geschrieben ist, auch auf arabisch. Für die, die weiter wollen. Die Flüchtlinge sind erschöpft, das sieht man ihnen an. Inzwischen wurden am Hachmannplatz Zelte aufgebaut und Sami Khokhar aus Wandsbek ist ganz begeistert von allen, die dort Essen ausgeben: „Das Team Food ist großartig, pausenlos werden Brote und Brötchen belegt.“ Und er hat auch Wünsche: „Was wir dringend brauchen: Äpfel, Bananen, 0,5l Wasser ohne Kohlensäure, Scheibenkäse (Gouda), Halal Geflügelwurstscheiben. Unsere Öffnungszeiten für die Annahme: 24 Stunden, durchgehend. Bitte keine Sachspenden abgeben, wir haben keine Kleiderkammer und verweisen auf die Messehallen. Bitte auch kein Mineralwasser mit Kohlensäure, keine Babynahrung in Gläschen, keinen Frischkäse.“ Die Hilfsbereitschaft ist wirklich beeindruckend! Und jeder kann dabei sein, einfach beim Infopoint in der Wandelhalle melden. Dort kann man auch Bescheid sagen, wenn man einen Schlafplatz anzubieten hat.

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Eine Pinnwand mit allen wichtigen News in der Wandelhalle

 

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Benötigte Medikamente und Pflegemittel werden ständig aktualisiert

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Hilfe wird in mehreren Sprachen angeboten

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