Herzlich willkommen – und dann?

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Charity-Dinner – gute Idee oder dekadent?

Neulich beim gemütlichen Essen mit Freunden, wollte ich wissen, was unsere Runde von einem Charity-Flüchtlings-Dinner halten würde. Lecker essen und zum Schluss wird gesammelt. Sami hatte das gerade erfolgreich umgesetzt und etwa 700 Euro gesammelt.

Meine Freunde waren allerdings nicht so begeistert, fanden es irgendwie dekadent und hatten die großen amerikanischen High-Society-Events vor Augen.  An der Umsetzung muss auf jeden Fall noch gefeilt werden – aber wir sind gleich in die Diskussion reingerutscht, die wohl zur Zeit an vielen Esstischen geführt wird: Wie wird es weitergehen? Was sind sichere Herkunftsländer? Wieviel Unterstützung können wir uns leisten – und darf man diese Frage überhaupt stellen?

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Fast alle Deutschen sagen, ja!t (Die Woche, in Stern vom 13.8.15)

Im Wirtschaftsteil der Zeit stand kürzlich zu lesen, dass eigentlich niemand weiß, wieviel Geld tatsächlich für Flüchtlinge ausgegeben wird. Allerdings gäbe es mehr Steuereinnahmen als gedacht, und deshalb bisher keine Probleme: „Die Hilfen sind bislang möglich, ohne das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts zu gefährden“, heißt es aus dem Bundesfinanzministerium. „Bisher mussten dafür an anderer Stelle keine Kürzungen vorgenommen werden.“ (Die Zeit, 30.7.15, Nr.31). Die Hilfsbereitschaft ist an vielen Orten, wie auch in Hamburg, nach wie vor groß: 40 Prozent aller Deutschen können sich eine ehrenamtliche Unterstützung vorstellen, 34 Prozent würden auch spenden. 49 Prozent hätten allerdings ein Problem mit einem Flüchtlingsheim in ihrer Wohngegend (Stern, 23.8.15, Nr. 34, S. 48).   Umso wichtiger also, für eine gute Kommunikation zu sorgen und mit den Anwohnern im Gespräch zu bleiben.

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Anjes Tjarks: „Es muss dringend etwas geschehen, damit das System nicht vollkommen auseinande fliegt!“

Das hat auch Anjes gerade auf facebook gepostet: „Wir müssen es (…) schaffen uns um die Flüchtlinge zu kümmern UND dabei es schaffen, dass die bisherige Bevölkerung nach Möglichkeiten in den staatlichen Dienstleistungen nicht eingeschränkt wird. (….)Das bedeutet aus meiner Sicht auch, dass wir für den Balkan Zuwanderungsperspektiven jenseits des Asylrechtes entwickeln (….)Dies geschieht aber nicht sinnvollerweise über das Asylrecht, sondern über ein Einwanderungsgesetz, über spezielle Zuwanderungskorridore aus diesen Ländern nach Deutschland (bspw. in Mangelberufen) und über die Stabilisierung der Lage vor Ort.

Dies Lage ist wirklich extrem herausfordernd und es muss dringend etwas geschehen, damit das System nicht vollkommen auseinanderfliegt.“ Mehr Info hier 

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