Zuckerfest in der Zeltstadt

Zeltstadt

Noch sind viele Zelte leer am Jenfelder Moor, das wird sich bald ändern. Hinten die Häuser der Anwohner, die sich über die Nähe der Zelte und das Flutlicht beschweren

Die ersten 150 Flüchtlinge sind in der Zeltstadt am Jenfelder Moor angekommen, einzelne Männer und Familien mit insgesamt 10 Kindern, darunter ein Baby. Die Stimmung ist ruhig, geredet wird nicht viel. Security Leute stehen am Eingang, achten darauf, dass alles seinen geordneten Gang geht. Wir sind um halb sechs dort und kommen gerade zur Essensausgabe, die von den Flüchtlingen selbst übernommen wird. Selbst kochen darf hier keiner, aus Sicherheitsgründen. Aber bald können kleine Orga-Jobs übernommen werden, gegen geringe Bezahlung.

 

Wir legen unsere Bayram-Grüße auf den Essenstisch, sie werden gern mitgenommen. Wie auch das Spielzeug und die vier Decken, die wir mitgebracht haben. „Was ist mit den Lampen hier im Camp, leuchten sie tatsächlich die ganze Nacht?“ „Nein“, antwortet einer der Security-Männer. „Bis auf zwei haben wir nachts alle ausgeschaltet. Zwei Lampen brauchen wir, damit abends die Waschräume gefunden werden können. Und wir haben bei allen Lampen darauf geachtet, dass sie nur nach unten scheinen.“ Und der Lärm der Generatoren, über den sich die Anwohner beschweren? Im Moment höre ich, ehrlich gesagt, nichts. „Da ist auch nachts kaum etwas zu hören“, sagt der Wachmann.

SamiChr.Heinrich

Die Bayram-Grüße von Sami, Christa und Heinrich werden gern mitgenommen

Einige Flüchtlinge sitzen vor dem Camp, bei den Häusern und picknicken draußen. „Wir müssen darauf achten, dass hier Müllcontainer aufgestellt werden,“ meint Sami, der schon bei vielen Flüchtlingsprojekten dabei war. „Der Ärger mit den Anwohnern ist sonst vorprogrammiert.“

refugees

Ein herzliches Willkommen weht am Eingang der Zeltstadt

Alle Hilfsaktionen werden am Dienstag, 21. Juli ab 18 Uhr, zusammen mit Vertretern von Fördern und Wohnen besprochen. Und am 30.7., 16 Uhr, ist im Jugendzentrum ebenfalls ein Treffen geplant, um die nachbarschaftliche Unterstützung zu koordinieren.

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