Viele Fragen zu Olympia

Senator

SPD-Olympia-Staatsrat Christoph Holstein

Das war mal eine volle Hütte: zeitweise mehr als 70 Interessierte drängten sich am Mittwochabend im Konferenzraum 1 der grünen Landesgeschäftsstelle, um sich zum Thema Olympiabewerbung zu informieren. Dabei war der Abend zweigeteilt. Bis kurz nach 21 Uhr informierte der SPD-Olympia-Staatsrat Christoph Holstein die Interessierten mit einer Powerpoint-Präsentation über alle Planungen bezüglich Bau, Infrastruktur, Nachnutzung, Bürgerbeteiligung und Zeitabläufe. Hinterher beantwortete er – moderiert von der Landesvorsitzenden Anna Gallina – geduldig rund zwanzig Fragen der vielfach sehr kritischen grünen Mitglieder.

jens Kerstan

Jens Kerstan und Katharina Fegebank

Die grünen SenatorInnen Katharina und Jens sowie Christiane Blömeke als sportpolitische Sprecherin der Bürgerschaftsfraktion ließen sich dann ab circa 21.15 Uhr von den grünen Parteileuten löchern. Dabei machte Katharina gleich zu Beginn ein wesentliches Dilemma des Abends deutlich, als sie sagte: „Auf viele Fragen zum Thema Kosten oder Verkehrsplanungen können wir heute leider noch keine belastbaren Aussagen machen. Ich kann verstehen, dass das viele von Euch ärgert. Andererseits wollen wir Bürgerbeteiligung beim Projekt Olympia ernst nehmen – und das bedeutet, dass viele Dinge erst noch in einem breit getragenen Prozess entschieden werden müssen!“

Anna Galina und Christiane Blömeke

Anna Galina und Christiane Blömeke

volles HAUS

Volles Haus im K1

Einige sehr konkrete Versprechen gab es aber doch! So zum Beispiel, dass denkmalgeschützte Stätten und Gebäude auf dem Kleinen Grasbrook auf keinen Fall abgerissen, sondern ins Veranstaltungsgelände integriert werden sollen. Insbesondere das Thema Nachhaltigkeit beschäftigte die Anwesenden. Der Staatsrat musste sich deshalb kritische Fragen zur Co2-Bilanz des erhöhten Fluggastaufkommens und zur mangelnden Einbindung von Naturschutzverbänden in die Planung gefallen lassen. Außerdem gab es viele Ideen zur Auto-Freiheit des geplanten Veranstaltungs-Geländes sowie zur klimaschonenden Energieerzeugung der darauf zu bauenden Gebäude. Kosten, Denkmalschutz, Verlagerung bestehender Betriebe, Nachhaltigkeit, Nachnutzung, Bürgerbeteiligung, Abwicklungs- und Rückfallstrategien im Falle einer nicht erfolgreichen Bewerbung, Verkehrskonzepte und, und, und… Die Liste der Themenkomplexe und Fragen am Mittwochabend war lang und es bedarf sicher noch vieler weiterer Info-Abende zum Thema, um sie dann alle zufriedenstellend zu beantworten. Bei Ende der Veranstaltung gegen 22.20 Uhr war vieles bisher erst im Ansatz umrissen.

Wer mehr wissen will: am 3.Juli gibt’s den Grünschnack zum Thema Olympia, wie gewohnt, um 19 Uhr in der Geschäftsstelle.

Verwandte Artikel