„Sie sind der Wildeste, Herr Hofreiter!“

JensSchmuddelwetter in Hamburg – und Anton Hofreiter, Vorsitzender der Grünen Bundestagsfraktion, und das Hamburger Spitzenteam Katharina Fegebank und Jens Kerstan überraschen die vorbeihastenden Hamburger an der Mönckebergstraße mit Bio-Äpfeln. Eine nette Aktion, um über Lebensmittel ins Gespräch zu kommen – wenn es draußen nur nicht so ungemütlich und kalt wäre…

Transparent

Bauern aus Schleswig-Holstein fühlen sich diskriminiert 

Tonifacebook

Toni setzt sich mit Vertretern des Bauernverbandes aus Schleswig-Holstein auseinander – das Fernsehen ist auch dabei

Anschließend geht es nach Langenhorn, Katharinas Wahlkreis,  ins vegane Restaurant Vegan Eagle. Dort warten etwa 50 angemeldete Gäste, Grüne und Interessierte – und der Bauernverband mit Bratwurst-Stand  und Protest-Plakat. Die Bauern ärgern sich besonders über Anton, der für sie der Wildeste in der Argumentation gegen Massentierhaltung ist, und von dem sie sich nicht ernst genommen fühlen. Anton fängt an zu diskutieren, geht dann aber doch erstmal ins Restaurant, um über Monokulturen, Soja, die prophylaktische Gabe von Antibiotika zu reden – und wie wichtig ihm ein Regional-Siegel und die Verdoppelung der Öko-Anbauflächen seien.

AbmarschToni

…und schon geht es für Katharina und Toni zum nächsten Termin, nur noch sechs Tage Zeit für Wahlkampf!

volles Haus

Über 50 Gäste im Vegan Eagle in Langenhorn

Peter

Peter Krämer, Sprecher LAG Energie, gefällt’s

Nach dem sehr leckeren Essen (Linsensuppe und veganer Schoko-Kuchen!) und einem Slow-Food-Vortrag („Jeder soll nachhaltig hergestelltes Essen bekommen, produziert von Leuten, die ihr Handwerk verstehen!“) kommen dann auch noch einmal die Bauern zu Wort. Milchbauer Klaus Peter Lutz distanziert sich davon, ein Massentierhalter zu sein: „Wir brauchen so gut wie keine Antibiotika, unsere Ställe sind sauber, wir haben strenge hygienische Standards. Uns ist klar, dass wir unsere Gülle in Schleswig-Holstein besser verteilen müssen, wir wollen auch die Nitratauswaschung vermindern. “ Schweinemäster Rolf Schuldt ergänzt: „Wir wollen mit Ihnen allen reden, wir wolleToni+Kathan Lösungen. Besuchen Sie uns, schauen Sie sich unsere Betriebe an!“ Einer der Gäste ist genervt von der Anwesenheit der Bauern, da in seinen Augen der Bauernverband seit 30 Jahren ökologische Politik behindere. Die meisten Gäste sind allerdings der Meinung, dass dies eine gestrige Argumentation sei, die nichts bringe. Einig sind sich alle darin, auf lokale Märkte zu setzen und möglichst direkt vom Bauern oder über Einkaufs- Gemeinschaften einzukaufen.

Mehr dazu auch im Interview mit der taz

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