Schneewanderung in die Überschwemmungsgebiete

Christiane+KerstanWiese

Christiane Blömeke und Jens Kerstan mit Vertretern der Initiative „Kein ÜSG Berner Au“ am Ort des Geschehens

Clamor+Hund

Mit Kind und Kegel beim Treffpunkt am Schützenplatz

große Zahl

Mit soviel Teilnehmern beim Rundgang hatte keiner gerechnet

Garten

Die Berner Au im Garten eines Anwohners

Party Feuer

Outdoor-Party mit Feuerstelle, Kuchen und heißen Getränken

Christiane Blömeke hatte mit etwa 40 Personen gerechnet – gekommen waren etwa doppelt so viele, als sie und Spitzenkandidat Jens Kerstan zu einem Rundgang in die Berner Au einluden. Bei schönstem Winterwetter ging es mit Kind und Kegel zum Brennpunkt des Geschehens: die neu ausgewiesen Überschwemmungsgebiete (ÜSG). Fachkundig erklärten Frau Fink-Knodel und Herr Müller von der Initiative „kein ÜSG Berner Au“, warum sich die betroffenen Anwohner hier wehren: „Statt die Rückhaltebecken zu vergrößern oder die landwirtschaftlichen Flächen nur wenige Meter entfernt zu nutzen, zieht die BSU das Überschwemmungsgebiet mitten durch unser Wohngebiet.“ Die Berechnungsgrundlage für die Pegelstände seien nicht transparent, die Anwohner fühlen sich nicht geschützt von der Stadt. Fakt ist: Aufgrund der zahlreichen versiegelten Flächen durch immer mehr Neubauten, vom Amalie-Sieveking-Krankenhaus bis zum Schemmanpalais, gibt es reichlich neue Zuleitungen in die Berner Au. Hinzu kommt, dass Gräben und Rückhalte-Becken seit 30 Jahren nicht mehr gepflegt würden, so die Initiative. Kein Wunder, dass sich immer mehr am Boden ablagere und Wasserpegel stiegen. Jens Kerstan hörte sich alles an und wunderte sich sehr über die mangelnde Kommunikation seitens der Behörde. Es dränge sich der Eindruck auf, als ob die Anwohner der Berner Au den Kopf dafür hinhalten müssten, dass das Regenwasser der angrenzenden Nachbarn bis nach Schleswig-Holstein hin gut abfließen könne.  Klar sei auch, dass der bisherige Kostenrahmen für die Gewässerpflege (4 Cent pro m2) überhaupt nicht reichen würde; und dass die aktuelle Reaktion der Behörden, jetzt alle Überschwemmungsgebiete neu zu berechnen, allein dem Gegenwind durch die Initiative zu verdanken sei. Christiane Blömeke ergänzte, dass selbst sie als Abgeordnete im Rathaus keinen Einblick in die Arbeit der Behörde habe und beklagte ebenfalls die fehlende Transparenz. Als positives Zeichen wertete sie aber den guten Zusammenhalt der Anwohner, die schon viel angeschoben hätten – und anschließend noch zur Bordstein-Party mit heißen Getränken und selbstgebackenem Kuchen luden.

Mehr Info siehe auch Blog von Christiane Blömeke

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